PöLa, befiehl, wir folgen dir!

 

Klingt böse… habe überlegt, ob ich das so formulieren kann… und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das kann.

Was haben

dkfz., ABNR e.V., Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V., Bundesärztekammer, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V., Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Deutsche Krebshilfe, Deutsche Lungenstiftung, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Deutsche Dermatologische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie, Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e. V., Deutsche Gesellschaft für Senologie e. V., Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin, Deutsche Hochdruckliga e. V., Deutsches Grünes Kreuz, Deutsches Kinderhilfswerk, Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin, Kinderumwelt gGmbH, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V., Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V., Deutsche Herzstiftung e. V.
Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Bundesverband der Pneumologen, Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V., Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V., Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V., Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e. V., Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V., Deutsche Gesellschaft für Pathologie e. V., Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e. V., Deutsche Gesellschaft für Umwelt und Humantoxikologie , Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, Deutscher Kinderschutzbund e. V., Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen e. V., Hartmannbund, Internationale Union gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten, Stiftung für das behinderte Kind

mit dem Dampfen zu tun?

Einfache Antwort: NICHTS!

Vielleicht kann man noch Berührungspunkte bei den Organisationen rund um die Pneumologie und entfernt auch bei den „Gefäß-Gesellschaften“ finden, aber ansonsten haben die mit dem Dampfen genau so viel zu tun, wie ein Pudelzüchterverein.

Um was geht es eigentlich hier? Nun, es geht um das von dkfz. und ABNR e.V. veröffentlichte

Memorandum zur gesetzlichen Regulierung von nikotinhaltigen und nikotinfreien E-Zigaretten donotlink

Und was haben die aufgezählten „Institutionen“ (bis auf das dkfz.) gemeinsam? Genau, sie wurden vom dkfz. zur Unterzeichnung des Memorandum gedrängt. Sie sind nicht herumgerannt und von selbst auf die Idee gekommen, nach einem Memorandum zu suchen, dass die strenge Regulierung des Dampfens empfiehlt. Nein, sie wurden teilweise sogar unterschwellig unter Druck gesetzt (das ist keine Spinnerei, Informationen zu solchen Fällen liegen vor), das „gefälligst“ zu unterzeichnen. Und weil die Verantwortlichen dieser Organisationen offenbar keinen Arsch in der Hose haben und anstelle eines Rückgrats eine weichgekochte Makkaroni (an dieser Stelle entschuldige ich mich bei allen Nudelliebhabern und beim italienischen Volk) im Kreuz haben, sind sie dem „Wunsch“ nachgekommen und unterstützen nun das Memorandum.

Über den Inhalt und die Argumentation brauchen wir uns gar nicht mehr zu unterhalten… das sind die ewig wiederholten ollen Kamellen, die zum größten Teil schon widerlegt oder in Zweifel gezogen wurden.

Auch die finalen Forderungen kennen wir ja schon vom dkfz.:

„Die erforderliche Regulierung sollte folgende Punkte beinhalten:

• Gleiche gesetzliche Regulierung für nikotinhaltige und nikotinfreie E-Zigaretten
• Ein Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
• Ein Verbot von tabakfremden Aromen, die den Gebrauch von E-Zigaretten attraktiver
machen, insbesondere für Kinder
• Ein umfassendes Werbeverbot, das in gleicher Weise für Tabakprodukte gelten sollte
• Standards zur Produktsicherheit für Konsumenten
• Ein Verwendungsverbot in Nichtraucherbereichen
• Besteuerung von E-Zigaretten wie Tabakprodukte“

Und als Sahnehäubchen lüften sie den Schleier ein wenig und sagen:

„Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Aktionsbündnis Nichtrauchen fordern daher gemeinsam mit den unterzeichnenden medizinischen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Institutionen die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten aller Parteien auf, in Deutschland einen wirksamen Verbraucher- und Jugendschutz zu gewährleisten und entsprechende Gesetzesänderungen zur Regulierung von E-Zigaretten zu verabschieden.“

Und nun ist klar, was sie wollen. Ihnen genügen die Regulierungen der TPD2 nicht und sie verlangen eine deutlich strengere Regulierung mit dem Ziel, das Dampfen in letzter Konsequenz wirklich vollkommen auszumerzen. Hier wird massiv öffentlich und unter Zuhilfenahme unlauterer Methoden versucht, Druck auf den Gesetzgeber auszuüben. Und an der Spitze dieser Bewegung steht besagte Person aus dem Titel des Artikels.

Randbemerkung: In meiner Dienstzeit bei einer bekannten Berliner Trachtengruppe war es üblich, Personen, die solches Verhalten zeigten und offensichtlich wirr im Kopf waren, dem sozial-psychiatrischen Dienst vorzustellen, der dann überprüft hat, ob sie nicht besser in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt untergebracht und behandelt werden sollten, weil sie sich und andere in nicht unerheblichem Maße gefährden. Gibt es solch einen Dienst eigentlich auch in Heidelberg?

Und was nun? Nun rufe ich alle unterzeichnenden Institutionen und Organisationen auf, sich noch einmal anzuschauen, was sie da eigentlich unterzeichnet haben, sich anschließend umfassend und über das gesamte Spektrum zu informieren und dann zu überprüfen, ob sie dieses Pamphlet tatsächlich unterstützen können.

Habt doch mal wenigstens ein bisschen Courage und lasst Euch nicht von dieser Wahnsinnigen mit großer Macht zu Dingen zwingen, die Euch entweder gar nichts angehen oder zu denen Ihr bei moralischer Überprüfung einfach nicht stehen könnt!

 

Über den Autor

PepeCyB
PepeCyB
Mein Name ist Daniel aka PepeCyB. Ich dampfe seit Dezember 2011 und habe mit dem Dampfen ein tolles neues Hobby gefunden. Weil ich auch gerne schreibe und mancher mein Geschreibsel sogar gerne lesen mag, arbeitete ich von Ende 2013 bis Ende August 2015 im DAMPFERmagazin mit, wo ich zuletzt als verantwortlicher Chefredakteur tätig war. Und ja… ich bin der Typ, der sich mit Koffein und Baumwollfasern beschäftigt hat. Wenn ich mich nicht um's Dampfen kümmere, bin ich mit meinem Selbstversorgungs-Garten und meiner großen Schar Haustiere hier in Süd-Ungarn befasst.

7 Kommentare zu "PöLa, befiehl, wir folgen dir!"

  1. Ich werde nun ein weniger krasser, alle, die das wollen, sind mit schuldig am Tod von Millionen von Rauchern, rückfälligen Rauchern. Ich bin überzeugt, auch wenn wir Dampfer wissen, was die Pyro alles anrichten kann, werden viele (und mich nehme ich da nicht raus, weil ich es nicht weiss, ob ich dagegen halten kann), wieder rückfällig und werden wieder mit dem rauchen beginnen. Also wie es heisst das: mitschuldig am Tod von vielen Menschen!

    • Udo Laschet | 31. Mai 2015 um 13:51 |

      Diese Menschen tragen die Verantwortung und die Schuld für politische Kurzsichtigkeit, industrielle Innovationslosigkeit, Unterwanderung freiheitlich-demokratischer Grundrechte, wissenschaftlich geprägte Falschaussagen, pädagogische Fehlbildung, und ja, damit tragen sie meiner Meinung nach eine Mitschuld am millionenfachen Tod derer, die – nach den eigenen Aussagen der Tabakpräventionisten – zukünftig elendig an einer Gewohnheit krepieren werden, die sie durch das Dampfen hätten ändern können. Hätten diese Menschen sie gelassen.

      Diese Menschen überlassen ihre Verantwortung der „nächsten Generation“ – und ich wünsche mir, dass die Vertreter dieser Prohibitions-Lobby, allen voran Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, möglichst noch zu Lebzeiten in Anbetracht ihrer Schuld zu der Erkenntnis gelangen, welche Verantwortung, und welche Schuld sie für zukünftiges, millionenfach verursachtes Leid tragen. Und meine Hoffnung ist, dass dieser Erkenntnis eine WIssenschaft zum Wohle der Menschheit nachfolgt, und keine zum Wohl bestimmter Interessen und Ideologien.

      Doch wer trägt diese Hoffnung, und diesen Wunsch nach außen? Hoffentlich finden Dampferinnen und Dampfer bald zueinander, anstatt sich aufgrund von Spitzfindigkeiten und Rechthabereien voneinander zu differenzieren.

  2. Sinnssyk | 31. Mai 2015 um 10:44 |

    Gibt es solch einen Dienst eigentlich auch in Heidelberg?
    JA!!! ^^
    Aber auch das hier ist nur n paar Minuten von Heidelberg entfernt.
    http://www.pzn-wiesloch.de

  3. Pit Krüger | 31. Mai 2015 um 11:03 |

    Leider ist die Welt voller unsinnquatschender * Pölas * .
    Gefährlicher finde ich die Mitläufer.
    Einzelne Entartete ( Im Kontext zu * wir folgen dir *), kann man isolieren, durch veröffentliche Faktenlage ächten und unglaubwürdig machen.
    Längst ist von ihrem unseligem Gequatsche das Gegenteil bewiesen, trotzdem lässt sich jeder den Griffel in die Hand drücken und unterzeichnet unterstützend diesen nachweislich falschen Unsinn.
    Ich wünsche allen das sie die im Kleingedruckten, ( hoffentlich ) 10 Waschmaschinen und Kühl/Gefriertruhen sowie Lebensversicherungen und Lamahaardecken zu Werbefahrtpreisen mit ihrer Unterschrift bestellt haben, verdient hat es jeder der Unterzeichner…

  4. „…Du sollst die Ermordeten nicht, und nicht die Mörder vergessen[…]“
    denn
    „…Ich kann kein Unrecht leiden. Ich kann mich nicht beugen. Lieber geh ich zugrund[…]“

    Ich werde nicht vergessen und nicht aufgeben und ich hoffe, dass sich einige eines Tages, vor Gericht wiederfinden werden. DS

    Zitat 1: Klabund
    Zitat 2: Mathias Kneißl

  5. So sehr ich den Ärger über das DKFZ nachvollziehen kann, finde ich die Randbemerkung mit Bezug auf Zwangseinweisungen ziemlich überflüssig. Menschen, die in die Psychiatrie zwangseingewiesen werden, befinden sich meist in höchster seelischer Not. Eine (sicher nicht immer vermeidbare) Zwangseinweisung führt mitunter zu zusätzlichen Traumatisierungen. Eine Situation übrigens, die Sie und mich auch jederzeit treffen kann, weil schwere psychische Erkrankungen jeden ereilen können. Seit 2007 sind übrigens in Deutschland in den von Ihnen beschriebenen Situationen 16 Menschen durch eine Polizeikugel getötet worden. Unter anderem deswegen finde ich die Randbemerkung gar nicht so lustig.

    • sunnymarie32 | 5. Juni 2015 um 23:04 |

      Diese Bemerkung ist sicher nicht lustig gemeint…
      Ich bin noch nicht lang Dampfer, hab mich in der kurzen Zeit allerdings schon etwas informiert und da kommen mir all die Memoranden, Empfehlungen und was weiss ich was noch von DKFZ und Co immer mehr so vor, als hätten all die Verfasser ernsthafte Probleme mit ihrer Wahrnehmung und ihrer geistigen Gesundheit! Wie anders soll man sich als normaler Mensch denn erklären, das Andere komplett entgegen der zu von ihnen zu erwartenden Intelligenz vorgebliche Tatsachen verbreiten, die nachweislich keine sind, das sie Absurditäten und -eher unwahrscheinliche- Möglichkeiten als dramatische Realität darstellen, das sie wissentlich lügen und so Gefahren für Leib und Leben derer billigend in Kauf nehmen, für deren Wohl sie eigentlich sorgen sollen! ?
      Seelische Nöte könnten da durchaus ursächlich sein – nämlich die Not, sich in näherer oder fernerer Zukunft nach neuen Jobs umsehen zu müssen, weil ihnen mit wachsender Anzahl dampfender Ex-Raucher langsam die Existenzberechtigung entzogen werden könnte. Eine akute Gefährdung Anderer ist gegeben: mit ihren Lügen verunsichern sie Raucher, für die das Dampfen die weit weniger schädliche Alternative zum Rauchen sein kann und für die es vielleicht der lebensrettende Strohhalm wäre, der -im Gegensatz zu Nikotinpflastern und Co- in der Lage ist, den dringend nötigen Rauchstop wirklich und dauerhaft zu ermöglichen.

      Um das weiterhin erfüllen zu können, benötigen wir aber die Vielfalt an Geräten und auch an Liquidstärken und -geschmäckern, um die persönlichen Bedürfnisse eines JEDEN Umstiegswilligen befriedigen zu können und genau DAS wollen DIE allen nehmen! Ich zum Beispiel würde sicher wieder komplett bzw. weiter nebenher rauchen, wenn ich nur Tabakgeschmäcker dampfen dürfte und wenn ich keine Dampfgeräte hätte, mit deren Hilfe ich meinen Nikotinbedarf und auch meine durchaus ab und zu vorhandene Lust auf größere dickere Wolken individuell nach Laune und Situation stillen könnte, denn genau diese Vielfalt hat es mir überhaupt so leicht gemacht, nach 30 Jahren mit hohem Tabakkonsum innerhalb ein paar weniger Tage das Rauchen komplett und völlig ohne Probleme einzustellen – ich verspür nicht mal den Anflug von Lust auf ne Zigarette und ich hatte und habe keinerlei Entzugssymptomatiken und das verdanke ich allein dem, was Die uns nehmen wollen!

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