Ärztepräsident Montgomery glänzt mit Inkompetenz

Ärztepräsident Montgomery glänzt mit Inkompetenz

Ärztepräsident Montgomery glänzt mit Inkompetenz

Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) fordert eine Ausweitung des Tabakwerbeverbots. Dieses müsse unbedingt auch E-Zigaretten und Tabakerhitzer einschließen. Nachzulesen ist das beispielsweise hier: Ärzteblatt

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (Offizielles Pressefoto)

Frank Ulrich Montgomery  (Offizielles Pressefoto)

Interessant ist seine Argumentation für die Einbeziehung von E-Zigaretten. Er führt an, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen Milliarden aufwenden müssen, um die Folgen des Rauchens zu bekämpfen. Diese Ausgaben würde er gerne verringern. „Ein vollständiges Werbeverbot und höhere Tabaksteuern können dazu beitragen, diese völlig überflüssigen Ausgaben zu vermeiden.“, so Montgomery. Er ist der Meinung, dass es ein Unding wäre, wenn die Industrie weiter für E-Zigaretten werben dürfe.

Erstaunlich! Hier sieht man die geballte Inkompetenz von Montgomery beim Thema E-Zigaretten in wenigen Sätzen zusammengefasst.

Zum einen ist kaum zu erwarten, dass durch das Verbot von Außenwerbung (z.B. an Plakatwänden) und von Kinowerbung die Zahl der vorhandenen Raucher signifikant reduziert werden könnte. Wer bereits Raucher ist, wird kaum damit aufhören, nur weil man plötzlich keine Werbung für Zigaretten mehr sieht. Folglich werden diese Raucher (zumindest ein Teil von ihnen) irgendwann auch eine tabakbedingte Krankheit bekommen und somit den Krankenkassen „zur Last“ fallen.

Zum anderen sorgen noch höhere Tabaksteuern wohl kaum dafür, dass die Kosten für tabakbedingte Krankheiten sinken. Wer unbedingt rauchen möchte, wird das auch trotz höherer Steuern tun. Es ist eher anzunehmen, dass höhere Tabaksteuern dazu beitragen, dass der Schmuggel mit unversteuerten Zigaretten zunimmt. Möglicherweise steigt auch der Absatz von Tabak-Feinschnitt weiter.

Was hilft wirklich?

Der generelle Tabakkonsum in Deutschland ist jedoch seit Jahren rückläufig, was zu einem Teil sicher auch der E-Zigarette zu verdanken ist. Die E-Zigarette hat es geschafft, dass Millionen Raucher zu einer wesentlich weniger schädlichen Alternative gewechselt sind; trotz der massenhaften Verbreitung von Falschinformationen durch Gesundheitsagenturen und einer gezielten Verunsicherung der Bevölkerung.

Plakatwerbung für eine E-Zigarette

Daher ist auch klar, das einzige was tatsächlich helfen könnte, die Kosten durch tabakbedingte Krankheiten zu reduzieren, ist eine klare Positionierung für die tabakfreie E-Zigarette. Man sollte sie als Methode zur Schadensminimierung (Harm Reduction) sehen. Je früher, desto besser. Stattdessen wird aber die tabakfreie Alternative mit herkömmlichen Zigaretten in einen Topf geworfen. Rauchern wird von der Verwendung der E-Zigarette direkt und indirekt abgeraten, statt diese als Chance zu begreifen, die Zahl der Tabakraucher zu senken.

Keine Ahnung von E-Zigaretten, aber trotzdem seinen Senf dazu geben

Sind wir doch mal ehrlich, es ist kein Weltuntergang, wenn Plakat- und Kinowerbung für E-Zigaretten irgendwann doch einmal verboten werden sollte. Ohnehin nutzen nur wenige Hersteller und Firmen diese Methode des Marketings tatsächlich. Meist sind es nur die finanzkräftigen Tabakkonzerne, die ihre E-Zigaretten Produkte auf diese Weise bewerben (siehe Foto).

Das wirklich Erschreckende an dieser Diskussion ist, dass in den Köpfen solcher hochrangigen Personen wie Ärztepräsident Montgomery eine so gravierende Inkompetenz in Sachen E-Zigaretten vorhanden ist. Leider ist er damit nicht alleine, auch solche einflussreichen Personen wie der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, und unsere Drogenbeauftragte Marlene Mortler zeigen immer, wieder wie wenig Ahnung sie von der E-Zigarette haben.

Glaubt Montgomery tatsächlich, dass man mit einem Verbot von Plakatwerbung für E-Zigaretten die Kosten der Folgen des Rauchens auch nur um einen Cent verringern könnte? Vielleicht sollte er sich mit Aussagen zu Themen, von denen er keine Ahnung hat, einfach mal zurückhalten oder sich vorher informieren!

 


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.