All in the Box – Die Joyetech eGo AIO Box

Die Joyetech eGo AIO Box

eGo AIO BoxMit der AIO zeigte Joyetech vor einigen Monaten, wie man ein günstiges und zugleich gut funktionierendes Einsteigergerät baut. Aus der Verdampferkopf-Technik des Cubis, einem halbwegs vernüftigen Akku und ein paar farbigen LEDs wurde eine neue Generation von Einsteigergeräten geboren, die Joyetech mit dem Kürzel AIO für All-In-One auf den Markt brachte.

Auch wenn man die Technik und Verarbeitung nicht gerade als besonders hochwertig bezeichnen kann, so ist die AIO ein stimmiges Gerät. Nach wie vor wird es in vielen Shops als DAS Einsteigergerät angeboten. Das Potential bei der Bedienung etwas falsch zu machen ist bei diesem Gerät schlicht sehr klein, der Preis ist niedrig und sowohl Geschmack als auch Dampf sind ordentlich. Darauf kommt es gerade beim Einstieg an.

Nach der ersten Variante, mit einem Durchmesser von 19 mm, sind wenig später eine schmale Variation mit lediglich 16 mm, sowie eine Variante mit 22 mm Durchmesser auf den Markt gekommen. Als neuestes Modell aus der AIO Reihe ist nun die AIO Box erschienen. Ich habe mir die Box bei heavengifts besorgt um zu sehen ob sich inzwischen etwas an der bewährten Technik verändert hat.

All-in-One

Diese Box ist zwar kaum größer als eine Streichholzschachtel, technisch allerdings identisch mit den anderen AIO Modellen. Sie richtet sich somit auch hauptsächlich an Einsteiger. Selbst die bunten LEDs hat man übernommen. Diese lassen sich wie gewohnt in den Farben rot, gelb, grün, blau, indigo, weiß und violett aktivieren, bzw. als Stealth Modus auch komplett deaktivieren.

eGo AIO Box

Auch die AIO Box verfügt über eine Zuglängenbegrenzung von 15 Sekunden und lässt sich mit einem 5-fach Klick ein, bzw. ausschalten. Hält man im ausgeschalteten Zustand den Feuerkopf ein paar Sekunden gedrückt, so kann man die Farbe der LED nach Belieben wechseln.

eGo AIO Box

Links: eGo AIO Box / Rechts: eGo AIO

Nun, da es sich bei der Elektronik um eine 1:1 Umsetzung handelt gibt es an der Technik auch nichts auszusetzen. Offensichtlich hat sich nur die Optik verändert. Trotzdem kann mich die eGo AIO Box nicht wirklich begeistern. Das liegt in erster Linie an der Haptik, denn die hat den Charme eines gratis Spielzeug aus der Kindertüte vom Fast Food Restaurant. Natürlich ist diese Box ein billiges Massenprodukt, doch es gibt viele Massenprodukte denen man das nicht sofort anmerkt. Die AIO Box hingegen muss man nur einmal kurz in die Hand nehmen um zu spüren, dass man hier rundum ziemlich viel billiges Plastik verwendet hat. Das niedrige Gewicht von ca. 69g verstärkt den Eindruck leider. Da kann auch die vergleichsweise hohe Akku Kapazität von 2100 mAh nicht mehr viel retten.

Innen alt, außen neu

Dabei ist das eigentliche Design gar nicht schlecht. Die Kanten sind sauber abgerundet und die Seite mit dem Taster hat eine leichte Wölbung. Von der Größe her liegt die Box auch gut in der Hand. Der Taster selbst steht leicht hervor, ist für meinen Geschmack allerdings etwas zu leichtgängig. An der Unterkante der Tasterseite befinden sich die Belüftungslöcher für den Akku.

Auf der anderen Seite der Box ist ein Kunststoff Sichtfenster zum beleuchteten Tank wie man es schon den Vorgängern kennt. In dem Fenster befindet sich diesmal ein horizontaler Balken und die Beschriftung „Max“, so dass man sieht bis wohin man Befüllen darf.

eGo AIO Box

Der eigentliche Tank fasst ca. 2ml und befindet sich innerhalb der Box. Lediglich die gewölbte Top Cap (mit Kindersicherung wie bei allen AIOs) und dem Drip Tip ragt aus der Box hervor. Negativ hierbei: zwischen Top Cap und Drip Tip befindet sich ein verchromter Metallring in den das Drip Tip gesteckt wird. Dieser Ring wird leider recht schnell ziemlich warm. Übrigens das einzige Teil das nach außen hin als Metall zu erkennen ist. Da das Drip Tip zudem recht kurz ist, kann es durchaus passieren dass man mit dem aufgeheizten Ring an die Lippen kommt. Eine eher unangenehme Erfahrung.

Bewährte Technik

Wie bei den anderen AIO Geräten wird der Verdampferkopf von unten an die Top-Cap geschraubt und beim Zusammenschrauben wie ein Tauchsieder im Tank versenkt. Somit ist ein Auslaufen quasi nicht möglich, sofern man den Tank nicht über die „Max“-Marke hinaus befüllt.

eGo AIO Box

In der Top Cap integriert ist ein AFC-Ring. Kaum sichtbar sind zwei kleine Punkte zu erkennen. Liegen beide Punkte nebeneinander hat man einen leichten Zugwiderstand, der allerdings immernoch recht kräftig ist. Entfernt man beide Punkte voneinander, so erhöht man den Zugwiderstand. Die Spanne zwischen Min und Max ist allerdings recht klein. Ein Einsteiger wird kaum einen großen Unterschied merken.

Wie auch schon bei meiner ersten AIO, befindet sich neben einem zweiten Verdampferkopf auch ein zweites „Standard“ Drip Tip im Lieferumfang. Das vormontierte Drip Tip hat im Inneren die bereits bekannte spiralförmige Wandung als Liquid-Spritzschutz.

eGo AIO Box

MiniVolt, eGo AIO Box, eGrip

Seitlich befindet sich ein Micro-USB Anschluß über den der integrierte 2100 mAh Akku geladen werden kann. Die Kapazität des Akkus ist für ein solches Gerät durchaus ordentlich. Ein Überladungsschutz und ein Überspannungsschutz ist wie bei allen AIOs vorhanden.

Um das Gehäuse ist eine wabenförmig geprägte Folie geklebt. Nicht ganz passgenau, aber das kann man in dieser Preisklasse auch nicht voraussetzen. Schlimm ist nur, dass diese Folie den „Spielzeug“ Effekt bei der Haptik noch mehr verstärkt.

Fazit

Ich muss fair bleiben, denn für einen Preis zwischen 20 und 25 € bekommt man ein vernüftiges Gerät, dass seinen Zweck mehr als erfüllt. Unter’m Strich bringt sie alles mit was für einen Einsteiger wichtig ist.

Während die ersten AIO durchaus auch von erfahrenen Dampfern als „Unterwegs-Dampfe“ geschätzt werden, kann ich mir das bei der Box nicht unbedingt vorstellen. Für einen Einsteiger macht es jedoch keinen Unterschied ob er die Box oder röhrenförmige Version verwendet.

Bei all diesen Produkten sollte ohnehin klar sein, dass es sich nicht um Geräte für die Ewigkeit handelt.

Geschmacklich und von der Dampfentwicklung her, steht die Box natürlich auf einer Linie mit den anderen AIOs – logisch, sind ja auch die gleichen Verdampferköpfe drin. Wem es also nur um das Dampfen geht, der ist mit dieser Box gut bedient. Wer von einer Box eine elegante Optik und eine hochwertige Haptik erwartet der wird ohnehin mehr als 25 € investieren müssen.


Technische Daten
Abmessung: 23 x 43 x 97 mm
Gewicht: 69 g
Tank: ca. 2 ml
Akku: 2100 mAh

Bezugsquelle: www.heavengifts.com

Lieferumfang
eGo AIO Box
2x BF SS316 0,6 Ohm Verdampferköpfe
Drip Tip „Standard“
Drip Tip „Spritzschutz“
USB Ladekabel

 

Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.

4 Kommentare zu "All in the Box – Die Joyetech eGo AIO Box"

  1. Genau das finde ich an der Box aber eben gut. Das sie nichts wiegt. Ich habe bisher noch kein anderes AIO (All In One) Gerät für Anfänger gesehen, das so leicht ist und trotzdem nicht ständig vom Tisch rollt oder leicht umfällt. Könnte mir sogar vorstellen, das sie durch ihr geringes Gewicht mit einem nicht zu dünnen Silikonüberzug selbst einen Sturz aus Tischhöhe überlebt, wenn man noch wie ich eine Drip Tip aus Gummi drauf hat. Einen Überzug in der richtigen Grösse habe ich allerdings noch nicht gefunden. Wer dazu etwas weiß, bitte hier eine Nachricht hinterlassen.

    Einziger Wermutstropfen bisher: Die Taste bleibt manchmal hängen und feuert dann weiter, wenn man sie nicht gleich noch mal drückt. Ist hoffentlich nur bei meinem so und das werde ich darum die Tage auch reklamieren, da ich ansonsten sehr zufrieden bin. Das mit dem zu geringen Widerstand beim ziehen ist mir allerdings auch schon aufgefallen, und beim Befüllen ich werde in Zukunft auch immer ein klein wenig unter der Maximal Marke bleiben, damit es am Anfang nicht so blubbert. Doch das war es auch schon an Kritik bei einem Gerät, das sogar für unter 20 Euro zu finden ist und mir gerade sehr sehr gut nach 35 Jahren Qualm dabei hilft, davon wegzukommen.

    Drückt mir darum bitte die Daumen und uns allen, dass sie deshalb auch keine Nikotinsteuer einführen, wenn ihnen tatsächlich etwas an der Gesundheit des Volkes liegt. Dagegen sollte man sogar eine richtige Protestbewegung ins Leben rufen, alles und jeden mobilisieren, damit das nicht passiert. Ich war vorhin richtig stinksauer, als ich das gelesen habe, denn diese Leute wissen ja gar nicht wie sehr manche Menschen an ihrer Nikotinsucht leiden, an der andere darum Milliarden verdienen beziehungsweise an Steuern einnehmen. Ein Unding.

    • Problem selbst behoben (freu):

      Mit der spitzen Ecke eines normalen Blattes Druckerpapier, ich habe dafür etwa 8 Ecken „verbraucht“, weil diese so leicht dann irgendwann umknicken, bin ich vorsichtig und nicht zu tief im Spalt zwischen Knopf und Gehäuse einmal komplett herum langgefahren und siehe da, jetzt klemmt er nicht mehr. Muss sich wohl ein Staubkrümel oder Fussel irgendwo dazwischen verklemmt haben, doch jetzt funktioniert er wieder einwandfrei. Ein paar Notizzettel aus Papier ohne Kleber oder Gummierung tun es wahrscheinlich auch, und einmal kann man das Papier sogar falten, bevor es zu dick wird.

  2. Tabaksucht meinte ich. Denn Tabak rauchen ist viel ungesünder und viel teurer. Das merke ich jetzt schon nach wenigen Tagen und freue mich darum gerade über jeden Tag, den ich das jetzt endlich hinter mir gelassen habe. Kurz nur mal eben ein paar Züge an meiner Box, wenn ich mal zu nervös, zu unruhig werde, kommt mir derzeit darum wie ein Segen vor. Das es diese Möglichkeit überhaupt gibt. Das lasse ich mir jetzt nicht wieder nehmen, diese Freiheit. Es ist auch schon so schlimm genug, arm zu ein, und Cannabis verschreiben sie doch jetzt sogar auch schon auf Rezept. Doch sogar auf nikotinfreie Liquids soll es eine Steuer geben. Die haben sie doch nicht mehr alle. Mit welcher Rechtfertigung? Alle Abgase der Autos in jeder Stadt sind tausendmal schädlicher, und die müssen sogar Kinder, Babys, alte Leute, Schwangere einatmen, jeden Tag, damit die Geldmaschine am Laufen bleibt. So what?

  3. Zuschlag, Marlies | 28. September 2016 um 13:23 | Antworten

    Ich habe vor 5 Monaten eine ezigarette von Joyetech ego one gekauft. Leider funktioniert das aufladen nicht mehr. Nun wollte ich reklamieren, aber angeblich ist die Garantie nach 3 Monaten abgelaufen. Beim Kauf waren es noch 6 Monate. Weiss jemand an wen ich mich wenden kann? Ueber Joyetech erhalte ich keine Antwort.

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