Aspire Nepho Sub-Ohm Tank

Aspire Nepho

ASPIRE Nepho Sub-Ohm Tank

In klassischer Optik präsentiert sich der neue Nepho Tank der chinesischen Marke Aspire, die mit diesem Gerät ihr Portfolio um einen leistungshungrigen Sub-Ohm Verdampfer erweitert.

Bereits das mächtige Wide Bore Drip Tip macht unmissverständlich klar, dass man es hier mit einer kräftigen Dampfmaschine zu tun bekommt. Auch die drei überdimensionalen Lufteinlässe der AFC zeigen, dass der Aspire Nepho klar auf das Direct Lung Dampfen ausgelegt ist.

Während einige Dampfer einen weiten Bogen um solche Verdampfer machen, ist es anderen umso wichtiger, möglichst mächtige Wolken auspusten zu können, und dabei ein möglichst intensives Geschmackserlebnis zu erhalten. Egal wie man solchen Geräten gegenübersteht, sicher ist, dass es inzwischen ein hart umkämpfter Markt geworden ist, auf dem es neben solchen Geräten, wie dem SMOK TFV12 oder dem Uwell Crown 3, von nahezu jedem namhaften Hersteller mindestens einen kraftvollen Sub-Ohm Verdampfer gibt. Das wiederum macht es schwer, sich von der Masse solcher Geräte abzuheben. Aspire versucht dies, mit dem Nepho zu erreichen.

Coils mit Steck-System

Der Aspire Nepho hat ein Tankvolumen von ca. 4 ml, was angesichts seines Durchmessers von 27 mm erst einmal etwas gering erscheint. Das liegt jedoch daran, dass die hier verwendeten Coils ziemlich imposant ausfallen und einen großen Teil des Tanks ausfüllen. Die Coils werden von unten in den Tank des Aspire Nepho geschoben und dort sehr gut von zwei O-Ringen festgehalten. Man muss den Coil also nicht einschrauben, was mehrere Vorteile hat. Zum einen erlaubt es einen Coilwechsel, selbst wenn sich noch Restliquid im Tank befindet, zum anderen kann man den Coil wechseln, ohne dass man Liquid an die Finger bekommt.

Zum Befüllen des Tanks dient ein Slide Top Fill Mechanismus mit eingebauter Kindersicherung. Dazu muss man zunächst die Top Cap des Nepho ein wenig nach oben ziehen und kann sie anschließend seitlich wegschieben.

Eine griffige Rändelung an der Top Cap erleichtert dabei das Handling. Oberhalb des Tanks ist zudem ein Dreieck angebracht. Es zeigt die Position an, an der man die Top Cap seitlich verschieben kann.



Sobald diese zur Seite geschoben wurde, sieht man die großzügige Befüllöffnung und kann hier bequem, selbst mit größeren Flaschen, den Tank befüllen.

Hungrig nach Luft

Die Zugluftkontrolle des Aspire Nepho bietet drei üppige Lufteinlässe, die stufenlos über den unten angebrachten AFC Ring reguliert werden können. So kann man zwischen einem vollständigen „Open Draw“ und einem restriktivem Luftzug wählen. Allerdings wird man schnell feststellen, dass dieser Verdampfer nicht für einen starken Zugwiderstand, bzw. MTL-Dampfen, gemacht wurde. Der Nepho fordert viel Luft und diese sollte man ihm auch geben, dann stimmen auch Geschmacksentfaltung und Dampfmenge.

Im Lieferumfang ist sowohl ein 0,15 Ohm Coil mit einem Siebgewebe im Mesh-Design, sowie ein 0,5 Ohm Coil aus Kanthal Draht enthalten. Beide Coils sind für eine Leistung von ca. 65-75 Watt ausgelegt, können aber auch mit höheren Leistungen betrieben werden. Außerdem befindet sich ein zusätzliches Ersatzglas, sowie diverse Dichtungsringe im Lieferumfang.

Fazit

Geschmacklich spielt der Aspire Nepho Tank eher im Mittelfeld, kann aber insbesondere mit den Mesh Coils dennoch überzeugen. Gegenüber höherpreisigen Selbstwicklern hat man natürlich eine deutlich geringere Geschmacksentfaltung, das ist jedoch für ein Gerät mit austauschbaren Verdampferköpfen nicht ungewöhnlich.

Der Dampf des Nepho ist zudem recht warm. Man sollte diese Art zu Dampfen also mögen, um nicht enttäuscht zu werden.

Ein großer Vorteil des Nepho ist auf jeden Fall die einfache und saubere Handhabung, die sich sowohl beim Coil-Wechsel, als auch beim Befüllen bemerkbar macht.

Kritikpunkt AFC

Ein Kritikpunkt ist die AFC, die nicht wirklich viel Sinn macht. Der Unterschied zwischen 2/3 offen und komplett offen ist kaum spürbar. Um einen wirklich spürbaren Zugwiderstand zu spüren, muss man die AFC fast vollständig schließen.

Die Nepho Coils sind hochwertig und kommen sowohl mit 50/50, als auch mit VG-lastigen Liquid problemlos zurecht.

Auch die Verarbeitung kann man durchaus als sehr gut bezeichnen. Etwas hakelig ist allenfalls das Aufschrauben der Bodenkappe, die dabei gegen den Coil drückt. Das lässt sich jedoch nicht vermeiden, da man einen guten Kontakt zwischen diesen beiden Bauteilen benötigt. Hier sollte man aber auf jeden Fall auch darauf achten, dass der schmale Ring, der den Glastank festhält, vollständig aufgeschraubt ist.

Mit seinem Durchmesser von 27 mm wirkt der Nepho ziemlich wuchtig und passt nicht bündig auf jeden Akkuträger, dennoch ist das Design gelungen und die schlichte Form mit leicht konisch zulaufender Top Cap, gibt dem Verdampfer eine ausgewogene Optik.

Der Aspire Nepho ist ein durchaus performanter Sub-Ohm Verdampfer, der für einen Preis von 30 € ein überzeugendes Preis/Leistungsverhältnis liefert. Leider schafft er es aber nicht, sich aus der Vielfalt ähnlicher Sub-Ohm Geräte hervorzuheben.

Technische Daten
NameNepho
HerstellerAspire
ErscheinungsdatumJanuar 2019
KategorieFertigkopf-Verdampfer
KlasseSub-Ohm Tankverdampfer
PrinzipBottom-Coil
CoilsNepho 0,15Ω Coil (Mesh), 60 W - 75 W
Nepho 0,50Ω Coil (Kanthal), 65 W - 75 W

Durchmesser27,0 mm
Höhe46,0 mm
Gewicht60,0 g
MaterialEdelstahl, Glas, Delrin
FarbenSilber, Schwarz, Blau, Rainbow
ZugcharakteristikDirect Lung
BefüllungSlide Top Fill
Kapazität~ 4,0 ml
Luftzugsregulierung (AFC)Stufenlos, Bottom-AFC
Drip TipWide Bore
Anschluss510'er, hervorstehend
Lieferumfang1 x Aspire Nepho Verdampfer
1 x Nepho Coil 0,5 Ohm
1 x Nepho Mesh Coil 0,15 Ohm
1 x Ersatzglas
8 x Dichtungen
Preisca. 30 Euro
Ersatzköpfe3 Ersatzköpfe kosten ca. 13 €


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.