Bericht von der 13. Konferenz für Tabakkontrolle des DKFZ in Heidelberg (02/03.12.2015)

Wenn sich angebliche Experten in Heidelberg gegenseitig auf die Schulter klopfen und man die eigene Inkompetenz kollektiv feiert, dann weiss man, es ist wieder soweit: die Tabakkontrollkonferenz hat begonnen. Dieses Schauspiel wollte ich mir wenigstens einmal live ansehen, bevor die TPD zuschlägt und damit das Dampfen wie wir es heute kennen zunichte machen wird.

INFO: Da während der gesamten Konferenz ein generelles Foto-, Film- und Aufnahmeverbot herrschte, basiert mein Bericht lediglich auf meinen hastig zu Papier gebrachten Notizen und meinen sicherlich nicht lückenlosen Erinnerungen, dies bitte ich bereits im Vorfeld zu entschuldigen. Dieser Artikel ist lang, sehr lang – aber es lohnt sich ihn bis zum Ende zu lesen …

Durch die zuvor veröffentlichte Agenda wusste ich ja, auf was ich mich einlassen würde, dennoch ging ich mit einer offenen und neugierigen Erwartungshaltung in die Vorträge. Die skurrilen Referate, die geprägt waren von schrägen Studien, veralteten Daten und offensichtlicher Unkenntnis darüber, wie der E-Zigarettenmarkt tatsächlich aussieht, ließen jedoch meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Hätte ich stattdessen 2 Tage lang ununterbrochen Doku-Soaps in RTL2 angesehen, wäre der wissenschaftliche Nährwert wahrscheinlich höher gewesen.

nichtraucherDie im Prospekt zur Tabakkontrollkonferenz angepriesene Posterbesichtigung entpuppte sich übrigens schnell als Nabelschau diverser Anti-Raucher Organisationen wie „forum rauchfrei“ und „Nichtraucherinitiative Deutschland“, die sich im Forum mit großen Info-Ständen breit gemacht hatten und diverses Infomaterial, Aufkleber und Luftballons unter den Besuchern verteilten. Darunter solche Highlights wie der „Leitfaden bei rauchenden Nachbarn“, der anhand von Gerichtsurteilen zeigt, wie man sich am besten gegen rauchende Nachbarn nur Wehr setzt.

Die Vorträge hatten noch nicht begonnen, da tauchte zwischen den Ständen immer wieder eine uns Dampfern wohlbekannte Persönlichkeit auf: Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention und des WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle.  Es dauerte keine 5 Minuten, bis sie mich persönlich begrüßte und freundlich nach meinen Absichten und Interessen fragte.

Zwei Tage zuvor wurden die Teilnehmer der IG-ED ausgeladen ( ig-ed.org ), da man wohl befürchtete, dass von Seiten der Dampfer zu viel Kritik kommen würde. Da ich keine Lust hatte, mich nach 2 Stunden Anreise unverrichteter Dinge wieder auf den Rückweg zu machen, blieb ich diplomatisch und zeigte mich nur „allgemein interessiert“ an neuen Erkenntnissen.

Gebracht hat mir das auch nicht viel, wie ich anschliessend bei der Pressekonferenz merken sollte, doch dazu später mehr.

Die Veranstaltung ging pünktlich los. Begonnen wurde mit ein paar einleitenden Worten von Frau Dr. Pötschke-Langer, die die knapp 450 Teilnehmer aus ganz Europa offiziell begrüßte.

TRANSPARENZ? FEHLANZEIGE!

Als erstes wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ein generelles Film-, Foto- und Aufnahmeverbot herrsche und man jede Veröffentlichung gnadenlos verfolgen würde. Da man beim letzten mal schlechte Erfahrungen gemacht hätte, würde man in diesem Punkt kein Pardon kennen. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass seit dem 01.12. (also einen Tag zuvor) ein generelles Dampfverbot auf dem gesamten Uni Gelände gelte, sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Gebäude. Das gleiche gelte natürlich ebenso für Raucher. Lustigerweise musste man nur den Kopf etwas nach rechts bewegen und durch die Fenster des Plenums nach draussen blicken, um einige Raucher, die im Freien standen und dort offensichtlich eine Zigarettenpause machten, zu erblicken. Leider konnte ich aufgrund des Verbots kein Foto davon machen. Wer sich selber davon überzeugen möchte, der kann sich aber gerne auf den Weg nach Heidelberg machen. Die vielen Raucherecken auf dem Aussengelände des DKFZ sind nicht zu übersehen.

Doch zurück zum Thema.

TABAKKONTROLLE – EIN VOLLER ERFOLG!?

In den ersten Vorträgen wurde die E-Zigarette kaum erwähnt, es wurde vielmehr auf das Tabak-Rauchen eingegangen. Es wurde eine Statistik zur tabakbedingten Sterblichkeit gezeigt. Lag die Anzahl der Todesfälle, die man auf Tabakkonsum zurückführte, 2009 noch bei 12,9%, so ist diese Dank der Tabakkontrolle nun auf 12,7% reduziert. Wobei man zugeben musste, dass es eigentlich 13,5% sind. Das würde aber nur daran liegen, dass man diesen Wert heute anders berechnet als 2009. Würde man ihn nach den Vorgaben von 2009 berechnen, so läge der Wert nicht um 0,8% höher, sondern um 0,2% niedriger. Ein voller Erfolg also, dank des DKFZ.

dkfz_1000x1000Im zweiten Vortrag widmete man sich dann schon den Wasserpfeifen (gemeint sind echte Shishas mit Tabak) und den E-Zigaretten. Ein kluger Schachzug diese beiden Produkte in einen Vortrag zusammenzufassen. Denn erst widerlegte man den Mythos, dass diese Wasserpfeifen unschädlich sind (was nicht sonderlich schwer gefallen ist), nannte ein paar Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wonach etwa 1/3 aller 16-17-Jährigen schon einmal eine Wasserpfeife konsumiert hätten, erklärte kurzerhand, dass einmal Shisha-Rauchen so schlimm wäre, wie 100 Zigaretten und schwenkte dann über zu E-Zigaretten. Nachdem nun schon sämtliche Teilnehmer in einer Art Weltuntergangs-Stimmung waren, fiel es nun auch leicht, die E-Zigaretten schlecht zu reden. Da brauchte man nicht einmal mehr eine Statistik, es reichte vollkommen darauf hinzuweisen, dass bei diesen beiden Produkten dringender Handlungsbedarf bestehe, da das alles unreguliert und unkontrolliert sei.

Selbstverständlich würden solche Produkte alle ins Nichtraucherschutzgesetz gehören und müssen zudem mit einer deftigen Steuer belegt werden, um sie möglichst unattraktiv zu machen. Auch ein Verbot von Aromen ist zwingend erforderlich, da diese ebenfalls nur zur Steigerung der Attraktivität beitragen würden, so die kurze Quintessenz aus den ersten Vorträgen.

Diese Taktik kennt man bereits. Die E-Zigarette wird mit einem anderen Produkt in eine Schublade gesteckt, um zu zeigen wie schlimm „das Alles“ ist. Auf diese Weise spart man sich die Mühe, für jedes Produkt etwas nachzuweisen, man pickt sich nur eines der Produkte heraus und überträgt die Erkenntnisse auf den ganzen Themenkomplex.

Es folgte eine Übersicht zum Ranking in der Tabakkontrolle, bei der Deutschland und Österreich die beiden letzten Plätze belegen. UK und Irland führen dieses Ranking seit Jahren an. Da dachte ich mir, vielleicht wäre das mal ein Anlass zu schauen, was man in UK besser macht als bei uns, doch dazu müsste das DKFZ wohl erst einmal seine Grundhaltung überdenken.

DER UNTERGANG IN 4 STUFEN

Nun präsentierte Frau Dr. Pötschke-Langer einen Überraschungsgast. Martin Köhler vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Er gab den Teilnehmern einen kurzen Überblick über den Stand der Dinge bei der Umsetzung der TPD. Laut Organigramm des BMEL ist er für Unterabteilung 22 (Produktsicherheit und Innovation) zuständig ( http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Organisationsplan.pdf ).

Er erklärte, dass die Umsetzung der TPD in 4 Stufen erfolgen soll:

Stufe 1 + 2 (er nannte es „Pflicht“) würde planmässig zum Mai 2016 kommen. Ein enger Zeitplan, doch man sei zuversichtlich ihn einhalten zu können. Schon bald würde der Gesetzesentwurf durch den Bundesrat, den Bundestag und durch die Ausschüsse gehen.

Die einzelnen Stufen erklärte er wie folgt:

Stufe 1 ist das eigentliche Gesetz, welches nahezu eine 1:1 Umsetzung der TPD2 darstellen würde. Zeitgleich kommt Stufe 2, die aus einer Verordnung zum Gesetz besteht. In dieser Verordnung werden die Details geregelt. Der Vorteil läge darin, dass man somit im BMEL nach Lust und Laune (und im Schnellverfahren) etwas ändern kann, ohne das eigentliche Gesetzt anzutasten.

Stufe 3 + 4 (er nannte es die „Kür“) wird nachgeschoben, da sie sich diese Punkte erst von der EU genehmigen lassen müssen, was 3-6 Monate dauern würde. Auf Nachfrage gab er aber zu, dass einiges davon (z.B. das Werbeverbot für Kino und Plakate) eventuell erst 2020 kommen würde.

Stufe 3 besteht aus einem Änderungsgesetz, bei dem weitere Punkte enthalten sind, die eine Verschärfung der TPD bedeuten. Dazu gehöre eine Änderungsverordnung (Stufe 4), in der wiederum die Details definiert sind. Auch hier liegt der Vorteil klar darin, dass sich diese Definitionen im Eilverfahren durch das BMEL verändern liessen.

Köhler stellte klar, dass die Aromen unbedingt verboten werden sollen – da würde man auch nicht mit sich reden lassen. Er unterschied dabei auch nicht zwischen den verschiedenen Aromen, sondern warf alles in einen Topf. Die aktuell veröffentlichte Liste würde auf Empfehlungen des BfR basieren, stellt jedoch nur den Anfang dar. Man hätte viel lieber eine White-List gehabt, in der man nur die Stoffe benennt, die man zulassen möchte (die wäre wahrscheinlich leer). Dies war jedoch mit der EU nicht machbar, so dass es nun darauf hinausläuft, jeden einzelnen Stoff der verboten werden soll, aufzulisten. Sobald das Gesetz da ist, wird man jedoch im Eilverfahren weitere Aromen dazunehmen. Sowas ist dann dank der „Ermächtigungsgesetze“ von heute auf morgen möglich. Sollte also irgendein Hersteller meinen, dass er einen neuen Zusatzstoff oder ein neues Aroma verwendet, welches noch nicht auf der Liste stände, so könnte man die Liste einfach erweitern.

Auf Nachfrage aus dem Publikum musste er dann noch zugeben, dass Braunware (Zigarren/Zigarillos) weitreichende Ausnahmen bekommen, also keine Schockbilder oder ähnliches. Der Grund hierfür: diese Produkte sind ohnehin nicht attraktiv für Kinder, ausserdem gäbe es da wohl eine starke Lobby.

Als nächstes stand ein Vortrag von Dr. Franz Pietsch aus Wien auf dem Programm, der über Österreichs Weg zu neuen Tabakgesetzgebungen berichten sollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass Dr. Pietsch abgesagt und stattdessen nur eine Vertretung vorbei geschickt hatte.

Leider wurde auf die Niederlage vor dem Verfassungsgericht (Tabakmonopol/Trafiken) nur in einem Nebensatz ganz kurz eingegangen, genauer gesagt dieser Punkt wurde nur kurz überflogen. Stattdessen hat man sich für das neue/geänderte Nichtraucherschutzgesetz gefeiert, das es nun erlaubt, fast überall das Rauchen zu verbieten. Es klang ein bisschen so, als wolle man sagen: Wenn man das Rauchen nicht per se verbieten kann, dann muss man die Orte, an denen geraucht werden darf, eben nach und nach auf Null reduzieren.

Die beiden Vorträge von Referenten aus der Schweiz und Spanien waren nicht sehr interessant und brachten keine neuen Erkenntnisse, so dass ich hier auch nicht näher darauf eingehe.

SIE DÜRFEN HIER NICHT REIN!

Nun sollte eigentlich eine Pressekonferenz folgen. Diese fand auch statt, doch als ich den Raum betreten wollte, kam eine Mitarbeiterin des DKFZ auf mich zu, mit den Worten „Sie dürfen da nicht rein!„. Ich hatte zwar noch nicht mal meinen Namen gesagt oder meinen Ausweis gezeigt, doch für sie stand fest, dass ich nicht teilnehmen durfte, was mich doch etwas wunderte.

pm1Ich sagte, dass ich Journalist bin und dass ich akkreditiert sei – zeigte ihr auch meine Einladung, und hätte ihr auch meinen Presseausweis zeigen könnten, aber ich hörte nur: „Nein, SIE dürfen da nicht rein„. In dem Moment wurde ein anderer Pressevertreter durchgewunken. Da wurde mir klar, dass ich nicht zum Kreis der „auserwählten Presse“ gehörte. Möglicherweise hatte man Angst, dass ich auf der Pressekonferenz kritische Fragen stellen könnte und somit andere Medienvertreter auf den Blödsinn den man dort den Medien verkauft, aufmerksam werden würde.

Was genau auf der Pressekonferenz mitgeteilt wurde kann ich daher auch leider nicht sagen. Der offizielle Text der Pressemitteilung wurde allerdings im Internet veröffentlicht: http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2015/download/dkfz_pm_15_56.pdf

Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Thema Tabakentwöhnung, doch hier will ich nicht auf die einzelnen Vorträge eingehen. Das Fazit aller Vorträge: Die E-Zigarette taugt nicht als Entwöhnungsmittel. Pflaster, Kaugummi und Sprays sind wesentlich besser. Daher sind E-Zigaretten nicht zu empfehlen. Ich sollte allerdings erwähnen, dass sämtliche Referenten dieses Blocks Verbindungen zu Pharma-Firmen wie Pfizer (Champix),  Johnson & Johnson (Nicorette) und anderen Großkonzernen dieser Branche zugeben mussten, was aber selbstverständlich keinerlei Einfluss auf ihre Studien haben würde – so wurde mir versichert.

Anschliessend besuchte ich einige Vorlesungen zum Thema „E-Zigaretten: Konsum und Motivation“, die sich aber zum Großteil als ein Sammelsurium wirrer Studien entpuppte. So wurde u.a. eine Studie gezeigt, die von Danone finanziert wurde (Ja, die mit dem Joghurt), denn eigentlich war es eine Studie, die sich mit etwas völlig anderem befasst hat. Es wurden aber ein paar E-Zigaretten Fragen in die Studie reingeschmuggelt, und die Ergebnisse passten dann wunderbar zum „Gateway“ Blödsinn. So wurde eben einfach mal schnell eine völlig „fremde“ Studie missbraucht, um den Gateway Effekt zu stützen. Sehr skurril.

Zum Abschluss des ersten Tages wurde der Zwischenbericht zu einer Studie des ZIS Hamburg vorgestellt, über die ich schon einmal berichtet hatte (https://www.dampfer-magazin.de/die-qual-der-wahl/ ). Ich muss zugeben, dass ich mich bei der Einschätzung zu dieser Studie im August grundlegend geirrt habe, denn diese Studie war das Beste, was ich an diesem Tag erleben durfte.

Diese Studie wurde online durchgeführt. Dabei wurden während einer Bearbeitungszeit von 20-30 Minuten über 130 Fragen gestellt. Fragen, die in Zusammenarbeit mit echten Dampfern entstanden sind und daher auch sehr nah an der Realität waren.

Ziel der Studie war es, 1000 Teilnehmer zu bekommen; teilgenommen hatten aber fast 3900 Personen. Leider konnten etwa 15% der Daten nicht verwertet werden, da die Fragebögen nicht vollständig ausgefüllt wurden. Aber es blieben noch ca. 3300 Fragebögen, die ausgewertet wurden. Aktuell läuft noch die Auswertung (bis Ende Mai), aber man konnte schon einige Ergebnisse präsentieren. Unter anderem müssen noch 600-700 DIN A4 Seiten ausgewertet werden, die mit dem Freitext aus den Kommentaren gefüllt worden sind.

Ergebnis der Studie ist bislang, dass 91% der Teilnehmer angegeben haben, dass sie die E-Zigarette als Umstieg sehen, nicht als Ausstieg. Sie sehen es als weniger schädliche Alternative und wollen auf keinen Fall zurück zur Tabakzigarette, da es ihnen jetzt wesentlich besser geht. Es wurden viele positive Eigenschaften aufgezählt und erwähnt, dass kaum noch ein Suchtdruck besteht. Viele Teilnehmer hätten auch über eine subjektiv bessere Gesundheit berichtet.

Es waren zwar 8% der Teilnehmer sogenannte Dual User, also Dampfer, die auch noch gelegentlich rauchen, doch 69% von diesen Teilnehmern wollen irgendwann ganz weg von der Tabak-Zigarette.

Lediglich 1% der Teilnehmer war zuvor Nichtraucher, und über 80 % von diesen haben aktuell keinerlei Interesse, die Tabak-Zigarette irgendwann mal zu probieren. Nur ein einziger Teilnehmer (von 3300 ausgewerteten Fragebögen) wechselte von der E-Zigarette zur Tabak-Zigarette.

ONLINE? DAS ZÄHLT NICHT!

Somit zeichnete die ZIS Studie ein komplett anderes Bild von der E-Zigarette als die Studien, die zuvor präsentiert wurden. Dies sorgte unter den Teilnehmer für großes Interesse, welches jedoch schnell im Keim erstickt wurde. Frau Dr. Pötschke-Langer deklarierte diese Studie sofort als unbrauchbar, da es sich hierbei um anonyme Online-Daten handelt.

„Wie können Sie ausschliessen, dass diejenigen, die bei ihnen den Online-Fragebogen ausgefüllt haben, nicht die Lobbyisten sind, von der E-Zigarettenlobby? An deren Stelle hätte ich Leute hingeschickt und die einen Fragebogen nach dem anderen ausfüllen lassen, damit entsprechend positive Ergebnisse erscheinen.“
(Frau Dr. Pötschke-Langer, 02.12.15)

Sie gehe davon aus, dass die Teilnehmer von der E-Zigaretten Lobby für absichtlich falsche Angaben bezahlt wurden und sie stellte klar, dass man stattdessen klinische Studien benötige, etwa solche wie sie das DKFZ präsentiert.

„… also wenn man online zulässt und entsprechende Bezahlkommandos losschickt, die es ja gibt, insbesondere auch in Deutschland und auch in anderen Ländern ist das überhaupt kein Problem, so etwas zu verfälschen, ist doch ganz klar. Das ist doch das Einfachste von der Welt.“
(Frau Dr. Pötschke-Langer, 02.12.15)

Ein kritischer Besucher versuchte daraufhin klarzustellen, dass es sich bei den Teilnehmern der Studie keinesfalls um bezahlte Akteure der E-Zigarettenlobby handelt, sondern um eine soziale Bewegung. Es handle sich um normale Bürger, welche die E-Zigarette als weniger schädliche Alternative für sich entdeckt haben und sich nun darum sorgen, dass ihr Genussmittel kaputtreguliert wird. Nur weil das nicht in Pötschke-Langers Ideologie passen würde, dürfte sie diese Bürger nicht als E-Zigaretten Lobby hinstellen.

Daraufhin antwortete Frau Dr. Pötschke-Langer, dass es eine solche soziale Bewegung nicht gibt. Sondern dass hinter all den kritischen Nachfragen und den Shitstorms im Internet nur die E-Zigarettenlobby mit ihren Marktinteressen steckt. Denn würde es hierbei wirklich um die Raucher gehen, würden die Geräte anders aussehen. Das Marketing der Webseiten wende sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche.

„Die E-Zigarettenlobby ist eine sehr starke Lobby hier Deutschland und ist weit entfernt von einer sozialen Bewegung, die sie konstruieren wollen. Also wenn sie sich anschauen, wieviele tatsächlich Konsumenten in Deutschland sind von E-Zigaretten, das sind unter einem Prozent, und daraus eine soziale Bewegung zu formen halte ich alleine von der Quantität her nicht für gerechtfertigt, und wenn sie sich die professionellen Seiten anschauen, die gut gestaltet sind und die entsprechend auch die Bewegung hier mit Shitstorms ausstattet, die gegen einschlägig kritische Kritiker der E-Zigarette zu Pferde gehen, das ist eine konzentrierte Aktion. Das ist keine soziale Bewegung. Da sind ganz starke Interessen, Marktinteressen dahinter und wenn es wirklich um die Raucher ginge, dann würden die Produkte anders aussehen und sie würden nicht vermarktet werden an Kinder und Jugendliche, wie das der Fall ist.“
(Frau Dr. Pötschke-Langer, 02.12.15)

Als man ihr dann noch vorwarf, dass sie doch nur um ihr eigenes Renomée fürchtete, weil die Leute, die sie ihr Leben lang zu retten versucht habe, plötzlich selbststimmt ihre eigenen Interessen vertreten, erklärte sie die Diskussion kurzerhand für beendet.

NEUER TAG, NEUES GLÜCK

Am nächsten Tag ging es erneut um das kombinierte Thema Wasserpfeifen und E-Zigaretten. Los ging es wieder mit den Wasserpfeifen bei denen man anhand einzelner Studien aus Syrien, Ägypten, Bangladesh und dem Irak zeigte, dass die Belastung durch Benzol so überirdisch groß sei, dass man dafür kaum noch Worte finden könnte.

Betrachtet man die Länder aus denen diese Studien stammen, einmal etwas näher, so muss man sich fragen, ob diese Belastungen tatsächlich alle aus der Wasserpfeife stammen oder ob hier nicht auch andere Einflüsse berücksichtigt werden sollten. Die allgemeine Luftverschmutzung in diesen Ländern dürfte wohl kaum mit denen in Europa vergleichbar sein.

Es fehlte nur noch der Vergleich zu dem Auspuff eines VW Diesel, den ich jeden Moment erwartete, der aber dann noch nicht gezogen wurde. Man gab allerdings zu, dass die Datenlage reichlich gering ist und man unbedingt weitere Studien benötigen würde. Eine Forderung die übrigens während der gesamten Veranstaltung regelmässig immer wieder gestellt wurde.

Das Ergebnis der Betrachtung von Wasserpfeifen ging dahin, dass Shisha Bars viel zu wenig kontrolliert würden, obwohl diese eigentlich laut Nichtraucherschutzgesetz gar nicht existieren dürften. Präventionskonzepte, Kontrollmaßnahmen und Verbote müssten aus diesem Grund schnellstens herbei.

IGNORANZ, IDEOLOGIE UND INKOMPETENZ

Ich muss zugeben, dass mich das Thema Wasserpfeifen nicht sonderlich interessiert hat und ich schon etwas müde wurde. Beim nächsten Beitrag von Prof. Schober wurde ich jedoch schlagartig wieder wach. Denn dies war wohl der mit Abstand schlechteste und stümperhafteste Beitrag der ganzen Konferenz. Gespickt mit so vielen Fehlern und Inkompetenz, dass man sich fragte, warum jemand, der offensichtlich unfähig war, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und keinen blassen Schimmer davon hatte worüber er sprach, als Experte für E-Zigaretten auftrat.

Es fing damit an, dass er die Zahl der unterschiedlichen Liquids mit 7764 bezifferte (Stand 2014). Eine stolze Leistung alle Shops abzuklappern und die verschiedenen Liquidsorten zu zählen. Eigentlich unmöglich, aber im Bayrischen Landesamt für Gesundheit hat man anscheinend viel Zeit zum Surfen im Internet.

Er bildete anschliessend 3 Risikogruppen

Chemikalien
Er erklärte, dass die Liquids giftige Zusätze enthalten würden. Sie wären entzündungsfördernd (Aromen, Propylenglycol), suchterzeugend (Nikotin) und krebserzeugend (Nitrosamine). Außerdem hat man in fast jedem Liquid Diacetyl gefunden, was zu schweren Schäden der Lunge führen könnte. Darüber hinaus müsste jedem Konsumenten klar sein, dass beim Verdampfen sehr viele Propylenglykol-Tröpfchen ganz tief in die Lunge gelangen und dort schwere Entzündungen und Asthma verursachen.

Geräte
Einen besonders Augenmerk legte er auf die Geräte, und da insbesonders auf die „moderneren“ Varianten. Laut Schober können E-Zigaretten mit variabler Batteriespannung bis zu 5,5 V abgeben und dabei extrem hohe Verdampfertemperaturen von 350° erreichen, wodurch krebserzeugende Aldehyde entstehen, sogar deutlich mehr als in Tabakzigaretten. E-Zigaretten die mit 3V betrieben wurden, erzeugten in den Studien jedoch keine solchen Stoffe, weshalb die Spannung auf 3V begrenzt werden müsse und es nicht möglich sein darf, diese Geräte mit einer höheren Spannung zu betreiben. Er zeigte dann noch eine Folie die belegen sollte, dass E-Zigaretten bei einem Betrieb mit 5,5 V etwa 20 mal so schädlich wie Tabak-Zigaretten sein sollten.

Mich hätte an dieser Stelle brennend interessiert, welche Schulnoten Herr Dr. Schober früher in Physik hatte oder ob ihm das „Ohm’sche Gesetz“ etwas sagt. Anscheinend nicht, denn dann wüsste er, dass es nicht allein auf die Spannung ankommt. Eine 10-minütige Beratung in einem Standard-Dampfershop hätte ihm in diesem Punkt Klarheit verschafft, doch ich denke einen solchen Laden würde er allenfalls zum Zählen der unterschiedlichen Liquidsorten betreten.

Nutzerverhalten
Besonders gefährdet sind die erfahrenen Konsumenten, da sie individuelle Mods und Eigenbauten benutzen (sogenannte APV), um Dampf zu erzeugen, dabei verwenden sie seltsame Mixturen, in die man auch Cannabis mischen könnte und würde. Somit entstehe durch das Selbstmischen ein „unübersichtliches Spektrum“ an Gefahren. Die Konsumenten setzen sich somit großen gesundheitlichen Gefahren aus. Zudem ziehen sie viel länger und atmen dadurch das Gemisch viel tiefer ein als Einsteiger. Ein Punkt an dem der Konsument dringend vor sich selbst geschützt werden müsse. Eine Regulierung ist zwingend erforderlich.

Nun, ich bin mal gespannt wie man das Zugverhalten von Dampfern regulieren will und die Dampfer vom Bauen eines Mods bzw. vom Selbermischen abhalten möchte. Ich bin mir aber sicher vom Bayrischen Landesamt für Gesundheit wird man da schon bald tolle Vorschläge hören.

Ganz besonders ausführlich ging er auf eine neue Form des Dampfens ein, das sogenannte Direct Dripping. Diese Form verbreite sich immer mehr und wird immer beliebter unter den erfahrenen Dampfern.

HeizwendelEr hätte sich vielleicht einmal über die Unterschiede zwischen „Direct Dripping“ und „Dripping“ informieren sollen. Denn Direct Dripping bezeichnet nicht das Tröpfeln, wie wir es kennen. Direct Dripping gab es vor vielen Jahren, und stammt aus dem englischsprachigem ECF. Damals waren Tankverdampfer oder Selbstwickler noch Mangelware. Man öffnete leere Cig-a-Likes und tropfte wenige Tropfen Liquid direkt auf den freigewordenen Heizwendel, bzw. die Bridge/Brücke (ein Metallbogen oberhalb der Heizwendel). Direkt auf das Metall, ohne Docht oder Liquidspeicher. 2-3 Züge waren so möglich, dann war das Teil wieder trocken.

Das hat gar nichts mit unseren Tröpfelverdampfern zu tun und wird heutzutage wohl auch von keinem Dampfer mehr angewand.

Das schlimme ist nur, dass seine ganzen Schlussfolgerungen auf dieser Methode des Direct Drippings beruhen und er somit auf atemberaubend hohe Schadstoffwerte kommt. Ist ja auch klar, denn ein rot-glühender Draht einer Wegwerf-Cig-a-Like ist für seriöse Studien einfach nicht brauchbar.

Er zeigte dann noch Fotos einer 100ml Basis auf der 100mg/ml Nikotin aufgedruckt war und erklärte, dass man sowas überall frei kaufen könnte, dass es keine Kindersicherung gäbe und dass es 2014 in den USA 3957 Vorfälle gab, bei denen Kinder unter 6 Jahren Liquid getrunken hätten, weil die Flaschen so schön bunt waren.

Wenn es an diesem Tag einen Preis für den am oberflächlichsten und inkompetentesten Vortrag  gegeben hätte, Dr. Schober hätte ihn auf jeden Fall verdient. Dass sich so jemand als Experte für E-Zigaretten bezeichnet, ist eine Schande.

DAS BÖSE UND DAS GUTE NIKOTIN

Der Tag war noch nicht vorbei, es folgte ein Vortrag zum Thema Nikotin von Frau Dr. Viarisio und ihr Rundumschlag gegen das Nikotin. Sie fing mit einer historischen Betrachtung an. Ging man 1980 noch davon aus, dass Niktoin abhängig macht, wurde dies 1994 widerlegt. Doch heutzutage ginge man wieder davon aus, dass Nikotin sehr wohl süchtig macht und eine große gesundheitliche Gefahr darstellt. Die Aussage von 1994 wäre demnach nur durch Drängen der Tabak-Lobby entstanden.

Keinesfalls sollte man zulassen, dass durch die E-Zigarette das Nikotin wieder verharmlost wird, denn es ist mitverantwortlich für verschiedene Krankheiten, wie Krebs, Diabetes Typ2 und Arteriosklerose. Es ist zudem akut toxisch und stört die Entwicklung des Gehirns bei Jugendlichen.

Das Interessante an all ihren Aussagen war, dass sie auf fast jeder Folie eine kleine Grafik einer Maus eingeblendet hatte. Sie erklärte, dass dies bedeutet, dass es sich hier nur um Erkenntnisse aus Studien an Mäusen handele.  Humanstudien würden fehlen, da man Nikotin ja nicht Menschen verabreichen könnte.

Dann frage ich mich aber, was in den ganzen Anti-Raucher-Seminaren passiert, in denen Nikotinpflaster und -Kaugummis verteilt und empfohlen werden. Die Erklärung, weshalb das Nikotin in (E-)Zigaretten so schädlich sein soll und das aus den Pflastern/Sprays nicht, sind angebliche toxische, bzw. krebserregende Rückstände aus der Tabakpflanze. Diese werden beim Herauslösen des Nikotins aus dem Tabak nicht vollständig entfernt und landen somit im Liquid. Das Nikotin in den Pflastern ist hingegen völlig sauber, weil es medizinisch zugelassen ist.

Während ich bei Dr. Schober noch den Eindruck von schlichter Inkompetenz hatte (was natürlich seinen miesen Vortrag keinesfalls entschuldigen kann), so hatte ich bei Dr. Viariso eher den Eindruck, dass man gezielt (und wie gewohnt unter häufiger Verwendung des Konjunktivs) Angst und Übertreibungen im Sinne der eigenen Ideologie verbreiten wollte.

Anschliessend zeigte Dr. Rüther mit seinem relativ vernünftigem Vortrag über das Suchtpotential von E-Zigaretten, dass E-Zigaretten gegenüber den herkömmlichen Tabak-Zigaretten ein weitaus geringeres – eigentlich nicht vorhandenes – Suchtpotential aufweisen. Seine Erkenntnis, dass die E-Zigaretten der Tabak-Konzerne (bei denen es sich vorwiegend um cig-a-likes handelt) für einen fortgeschrittenen Dampfer eher unbefriedigend sind und diese kaum Verwendung finden, wurde auch vom Publikum bestätigt, in dem wenigstens zwei Dampfer saßen.  Denn auch wenn sich das DKFZ große Mühe gegeben hat, um Dampfer bzw. Vertreter der IG-ED von der Veranstaltung fernzuhalten, so hatten es doch immerhin 2 Mitglieder der IG-ED bis in den Hörsaal geschafft, auch wenn sie ihre Dampfen am Infostand abgeben mussten.

DER KODAK-MOMENT DES DKFZ

Der letzte und mit großem Abstand beste Vortrag der gesamten Konferenz stammte von Dietmar Jazbinsek, der inzwischen als freier Journalist tätig ist und früher selbst beim DKFZ angestellt war, bis er nicht mehr ins Dogma von Frau Dr. Pötschke-Langer passte.

Sein Vortrag sollte sich eigentlich um den Kodak-Moment der Tabak-Industrie drehen, die es lange Zeit verpasst hatte auf den Zug der E-Zigaretten aufzusteigen und nun versucht mit aller Gewalt diesen Markt zu erobern und für ihre Zwecke auszunutzen.

Anmerkung: Kodak hatte die Entwicklung der digitalen Fotografie verpasst und musste kurze Zeit später Insolvenz anmelden. Daher der Name Kodak-Moment.

Er machte aber recht schnell einen Schwenk und berichtete sogleich über den KODAK Moment des DKFZ. Das DKFZ verpasse momentan die Gelegenheit, die E-Zigarette im Sinne der „Harm-Reduction“, also einer weniger schädlichen Alternative zu sehen. Statt zu versuchen, die Menschheit zum Totalausstieg aus dem Tabak-Konsum zu bewegen („Endgame-Szenario“), was ohnehin in absehbarer Zeit unmöglich wäre, sollte man vielmehr die Chance, die E-Zigaretten bieten, ergreifen und nutzen.

Er startete einen Frontalangriff gegen das DKFZ und führte allen Teilnehmern vor Augen, welche Versäumnisse durch die ignorante und ideologisch festzementierte Haltung des DKFZ entstehen.

Dass dieser Angriff nicht unkommentiert blieb, kann man sich denken, und so erwähnte Frau Dr. Pötschke-Langer auch gleich, dass man sich beim DKFZ schon länger mit der E-Zigarette als Mittel zur Harm-Reduction beschäftige. Es gäbe sowohl eine interne als auch eine internationale Arbeitsgruppe, der unter anderem Peter Hayek angehöre und man würde „intensivst“ auch in diese Richtung forschen. Man sei lediglich damit noch nicht an die Öffentlichkeit getreten. Im nächsten Jahr werde man aber „alle Daten und Fakten auf den Tisch legen“ und die Ergebnisse auf der nächsten Tabakkontrollkonferenz präsentieren.

In dem Moment dachte ich mir nur „Das macht Sinn“. Sobald die TPD erstmal durch ist, dann kommt wahrscheinlich das „DKFZ Gütesiegel“ für richtlinienkonforme E-Zigaretten, die ausschliesslich in der Apotheke verkauft werden dürfen, und diese werden sicherlich absolut unbedenklich sein …

PÖTSCHKE-LANGER TRITT AB, DOCH WAS KOMMT DANACH?

Zum Abschluss der Konferenz gab es Standing Ovation für Frau Dr. Pötschke-Langer und einen riesigen Blumenstrauß, zusammen mit den Worten des Moderators: „Ich habe sehr kurzfristig erfahren, dass sie bei der 14. Konferenz im nächsten Jahr nicht mehr die Leitung haben könnten. Wenn diese Information richtig ist, dann ein herzliches Dankeschön für diese, dann letzte von ihnen organisierte und verantwortete, Konferenz.

Es hatte sich also gelohnt bis zum Schluss zu bleiben, denn der letzte Vortrag war zugleich der interessanteste und die Information, dass Frau Dr. Pötschke-Langer im nächsten Jahr abtritt, das war es Wert den stundenlangen Blödsinn zu ertragen. Leider nur habe ich wenig Hoffnung, dass die Zeit nach Frau Pötschke-Langer eine bessere wird. Dazu gibt es immer noch zu viele fanatische Ideologen auf Seiten der ANTZ, die schon in den Startlöchern stehen.

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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Mein Name ist Horst Winkler, auch bekannt als Horwin. Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin,und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen kritischen Artikel zur geplanten Überregulierung oder zur falschen Darstellungen des Dampfens in den Medien und in der Politik. Wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen jedoch ebenso immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.

33 Kommentare zu "Bericht von der 13. Konferenz für Tabakkontrolle des DKFZ in Heidelberg (02/03.12.2015)"

  1. Danke für diesen kleinen Einblick in die Dekadenz unserer geliebten Dkfz. Und ich bin der bestbezahlte Lobbyvertreter der E-Zigaretten Lobby (Ironie off).
    Wieviel Inkompetenz und Ignoranz muss man sich eigentlich bieten lassen von diesen Subjekten

  2. Bernd Mardetschläger | 11. Dezember 2015 um 22:33 | Antworten

    Danke für den Ausführlichen Bericht. Dietmar Jazbinsek gehört ein großes Weihnachtsgeschenk gegeben… 🙂 Ich habe bei der Studie auch mit gemacht und wenn es sein muss, kann Fr. Dr. P. und das DKFZ gerne meinen Fragebogen haben. Das DKFZ und Mitarbeiter müssten mal ihre Geldgeber offen legen inkl. Kontoauszüge.

  3. Vielen, vielen Dank für diesen aufschlußreichen und zeitnahen Bericht, Horst.

  4. Vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht aus der Erinnerung und deinen Notizen heraus, großartige Leistung und meinen Respekt.

    Zur Pö.La., diese Frau hat entweder ein Wahrnehmungsproblem oder sie bekommt tatsächlich Druck von weiter oben, anders kann ich mir ihre Aussage „…also wenn man online zulässt und entsprechende Bezahlkommandos losschickt, die es ja gibt, insbesondere auch in Deutschland und auch in anderen Ländern ist das überhaupt kein Problem, so etwas zu verfälschen…“, nicht erklären.
    Die Frau schießt sich mit solchen Aussagen doch selber ins Aus, dass sind Aussagen einer drittklassigen Verschwörungstheorie, mehr nicht.

    Ich habe es schon öfters geschrieben und meine das auch ernst, im Interesse aller an COPD erkrankte Raucher, muss die Frau und mit ihr gleich die gesamte Rauchfrei Truppe vor Gericht gestellt werden, sonst kommt´s zur Katastrophe und der Kampf gegen das Rauchen, wird um Jahrzehnte zurückgeworfen. Ich Dietmar Jazbinsek zu seinem Beitrag nur gratulieren und zustimmen.

  5. Immer wenn ich WHO und Tabakprävention lese muss ich an diesen aktuellen Artikel denken: http://www.bbc.com/news/business-34964603

    Wird natürlich in keinerlei Weise was mit der Hetze gegen die E-Zigarette zu tun haben oder Ausmasse wie bei der FIFA, nicht doch.. Korruption ist in Europa so gut wie unbekannt, ehrlich.

    Aber was ich noch viel witziger finde, eine Dampfer-Bewegung gibt es nicht… Alles E-Zigaretten Lobby, genau… Was soll man jetzt feststellen? „Defizit an logischen Denkvermögen“, „Defizit an Verantwortungsgefühl“ oder „Defizit auf dem Bankkonto“? Ich kann es nicht sagen… Alles komisch.

  6. Schön zu lesen, von der Frau Doktor pauschaliert einer Straftat beschulddigt werden zu dürfen.
    Ich habe an dieser Umfrage teilgenommen; hätte ich Geld- Sachwerte erhalten dafür, hätte ich dies melden müssen, da ich Sozialleistungen erhalte. Das Nichtmelden ist eine Straftat ( §263 StGB – Betrug, in dem Fall Sozialbetrug )

  7. Danke für diesen äußerst informativen und, trotz seiner Länge, sehr kurzweiligen Bericht, Horst. Bis zum Ende lesenswert!
    Am meisten wundert mich, daß selbst die ganz offensichtlichen Manipulationen nicht auffliegen und keinen Widerspruch auslösen. eCigs mit Wasserpfeifen, wir Dampfer als nicht ernstzunehende Lobby…
    Als schlagkräftige Lobby kenne ich Pharma und Tobacco, und die ziehen sich konsequent durch die gesamte Konferenz. Kann man das DFKZ nicht genau deshalb als unwissenschaftliche Interessenvertreter desavorieren? Kann ZIS die Pötschke nicht wegen Verleumdung verklagen?
    Es nutzt nix, die ziehen ihren Stiefel durch. Daran ändert sich auch nix, wenn die Galionsfigur abtritt (ich persönlich bin froh, wenn ich dieses „Gesicht“ nicht mehr sehen muß).
    Tobacco/Pharma sichern ihre Märkte und nutzen das DFKZ als willige Helferlein.

  8. Lieber Horst Winkler, herzlichen Dank für die Mühe, die Geduld und die innere Ruhe und Gelassenheit, die dein Besuch sicher erforderte. Spätestens bei der anschließenden Aufarbeitung wäre mir die Hutschnur gerissen, deine Sachlichkeit hingegen zeugt von einer außerordentlich gefestigten Persönlichkeit, die ich sehr bewundere.

    Der Bericht lässt uns die inneren Zirkel des DKFZ betrachten, die vollends von Ideologen gekapert worden sind und heute das DKFZ bereits vom Kopf her beherrschen. Er zeigt deutlich die Gefahren auf, die durch Intransparenz entstehen können, denn in der Politik und in der Gesellschaft gilt das DKFZ mangels ebensolcher Einblicke immer noch als sachlich, ehrenwert und höchst neutral. Deine Schilderung ist daher viel wichtiger als auf dem ersten Blick vielleicht angenommen, denn sie hilft enorm dabei, die Augen der leichtgläubigen und dem DKFZ zu sehr vertrauenden Menschen zu öffnen, indem durch die freigelegte Sicht auf die Willkür fanatisierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Streben des DKFZ gleich dem eines Geheimbundes anschaulich entlarvt wird.

    Nochmals vielen herzlichen Dank dafür.

  9. Also danke für den Bericht, das vorausgeschickt.
    Tja wenn ich auf meinen Kontostand schaue, auch ich warte immer noch auf diese angebliche Bezahlung der „E-Zigaretten-Lobby“.
    Ums auf den Punkt zu bringen: Ich kann gar nicht so viel essen, wie kotzen möchte.
    Dieser Hexe so machtlos gegenüberzustehen, ich glaube, mich hätte man in Handschellen abführen müssen.

  10. Beim Lesen dieses Berichtes kommt das Blut in Wallung und der Blutdruck springt schlagartig nach oben. Wie dumm und/oder bösartig kann diese Pötschke keigentlich sein? Das tut mir as Leser ja schon körperlich weh!
    Ich bedauere nur echt, dass ich bei dieser Studie nicht teilgenommen habe, mangels Einladung. Würde die Pötschke mich – wie hier geschehen – beschuldigen, gegen Bezahlung falsche Aussagen gemacht zu haben, sie mich also einen bezahlten Lügner nennte, es währe ein absolutes Missionsfest, diese Heuchlerin wegen öffentlicher Beleidigung und Verleumdung vor Gericht zu zerren, um sie in aller Öffentlichkeit zu blamieren. – Schade dass daraus nichts wird – ich hätte es mir und ihr sehr gegönnt. – Jedenfalls möchte ich doch mal den oder die sehen, die mir im nächsten Jahr das Dampfen verbieten oder vereiteln wollen!

  11. Hoi
    Zelf vindt ik dat alle dampers en verenigingen zich samen moeten voegen, eerst dan kun je ook een flinke vuist terug maken en ze duidelijk maken dat wij dit als dampers niet pikken

    Gr Theike

  12. Arno Kurtenacker | 12. Dezember 2015 um 13:52 | Antworten

    Vielen Dank für diesen Bericht. Man fühlt sich, als ob man der heiligen Inquisition im tiefsten Mittelalter ausgesetzt wäre. Ich muss gestehen, dass mich an der ein oder anderen Stelle wahrscheinlich die Wut gepackt hätte. Ich staune, wie du bis zum Schluss ausgehalten hast.

  13. Man sieht halt wieder mal ganz deutlich, dass unsere Argumente gleich als falsch angesehen oder sofort ignoriert werden. Wenn man unbedingt seine Ideologien durchsetzen möchte, wird sich das DKFZ drehen und wenden wie sie es braucht.

  14. Vielen Dank für diesen hervorragenden Bericht Horst.
    Verflixt konnte mir keiner sagen, dass ich zur E- Zigaretten Lobby gehöre? Dann hätte ich Geld dafür verlangt, an der Studie teilzunehmen.
    Ich bewundere Deine Ruhe und den nicht verloren gegangenen Humor.
    Selbst beim lesen deines Berichts überkommt mich schon das unbändige Verlangen, da mal hinzusausen und…..
    Ach nee ich liebe meine Freiheit.
    Also weitermachen, weiter aufklären, weiter kämpfen.
    Liebe Grüße

  15. Danke und 1000 mal danke für diesen Bericht. Immer objektiv bleiben ,ja das tun wir. Doch wenn ich das alles lese ,wird mir Angst und bange. Was für eine macht haben diese Menschen. Ich sag mal so, es geht hier NUR ums regulieren von etwas das bestimmtem Leuten den Geldhahn etwas zu dreht, etwas ok. Und objektiv und unvoreingenommen oder unabhängig, sind diese Menschen wohl nicht mal in ihren eigenen vier wenden. Ich habe Angst, Angst das ich wieder rauchen muss ,das ich dazu gezwungen werde. Lg an alle

  16. Super Artikel, Danke Horst. Man hat es anscheinend aufgegeben Vertreter der Dampfer einzuladen. In den letzten 2 Jahren wurden wir zumindest noch gehört. Ist wohl zu gefährlich geworden. Positiv ist es jedoch, dass auch bei noch so guter Filterung der Teilnehmer anscheinend doch noch einige der Wahrheit verpflichtete durchrutschen.

  17. Danke für den tollen Bericht Horwin – sehr interessant!

  18. Sehr geehrte Damen und Herren

    die auf der 13. Konferenz zur Tabakkontrolle geäußerten Behauptungen der Frau Dr. Pötschke Langer sind leider in weiten Teilen falsch.

    Wie bitte kommt diese Dame zu solchen Rückschlüssen? Mir sträuben sich langsam, aber mächtig, die nicht mehr vorhandenen Nackenhaare.
    Ich bin studierter Ingenieur, 43 Jahre alt und brauche kein Kindermädchen. Meine Entscheidungen treffe ich schon seit Jahrzehnten selbst.
    Ich bin kein Lobbyist!

    Es ist schon erstaunlich, mit welcher Arroganz Menschen in Schubladen gesteckt werden.

    Frau Dr. Pötschke Langer scheint in Ihrer Traumwelt zu leben. Sie soll mir bitte nicht erzählen, was ich Ihrer Ansicht nach (zu haben) möchte.
    Dampfer sind in fast allen Fällen erwachsene Menschen, die ihre Entscheidungen individuell fällen.
    Ebenso scheint sie im Ansatz beurteilen zu können, ob Dampfen zu einer sozialen – ich nenne es mal “Bewegung” – kultiviert wurde.
    Woher nimmt sich Frau Dr. Pötschke Langer das Recht, alle Menschen kennen zu wollen und deren Beweggründe zu verstehen?
    Gerade wegen der Aversion der Frau Dr. Pötschke Langer gegenüber der e-Zigarettennutzer ist das schon fast lustig.
    Ich verbitte mir, dass Frau Dr. Pötschke Langer mich als “Bezahlkommando” bezeichnen. Ich selbst habe bei der Online-Umfrage mitgemacht und die Fragen
    nach bestem Wissen und Gewissen (ich habe noch eines) gemacht.

    Frau Dr. Pötschke Langer soll mal über die hunderte Stammtische in Deutschland nachdenken, bei denen sich ausschließlich Dampfer (alle über 18) treffen und austauschen.
    Gleiches gilt für die sozialen Netzwerke – und zwar weltweit.
    Sollen das alles Lobbyisten sein? Wie hieß es schon bei Pipi Langstrumpf? “Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.”
    Das scheint im Besonderen für die Weltanschauung von Frau Dr. Pötschke Langer zu gelten.

    Wenn Sie mir Lobbyismus unterstellen dann möchte ich Ihnen gerne unterstellen, eine Lobbyorganisation der Tabakindustrie zu sein.<
    Zum Glück haben noch alle Mitbürger das Denken eingestellt.
    Meine Hoffnung liegt in Menschen wie Herr Prof. Dr. Bernd Mayer der Universität Graz, dessen Argumente man nicht als dummes Zeug wegreden kann.
    In andern Fällen scheint die Arroganz des DKFZ gegenüber der Meinungen Anderer schon lange gewonnen zu haben bzw. man maßt sich an diese genau interpretieren zu können.

    Gruß

    Andreas Flach

  19. Hi zusammen,

    diese Vermutung und Behauptung mit der E-Zigaretten-Lobby ist wirklich interessant. Ich finde die Stelle gerade nicht mehr, aber gab es von Frau Pötschke nicht auch eine Aussage zur Anzahl der Dampfer (Anteil an der Bevölkerung)? Keine sehr logische Annahme, dass es eine starke Lobby für ein Produkt gibt, das von einer relativ kleinen Gruppe überhaupt konsumiert wird. Da wäre die Lobby zu unterhalten kostspieliger als einfach weiterhin Produkte zu verkaufen, unter hinter Lobbys stehen üblicherweise marktwirtschaftliche Interessen.

    Was mir inhaltlich fehlt sind konkrete Maßnahmen, was man „gegen“ das Dampfen nun eigentlich unternehmen möchte, also tatsächlich plant zu tun. Z.B. die Überprüfung der Inhaltsstoffe und Geräte könnte ja durchaus sinnvoll sein und würde nicht zwangsläufig ein Verbot bedeuten, sondern nur dass man zusätzliche Qualitätskontrollen auf den Preis aufschlagen muss. Wenn es da bestimmte Voraussetzungen gibt findet der Markt sicherlich einen Weg, diese Bedingungen auch zu erfüllen, wobei das mit der reinen Volt-Beschränkung natürlich nicht sinnvoll ist. Schließlich ist ein TÜV für den sicheren Straßenverkehr auch keine schlechte Idee, wenn man bedenkt was in anderen Ländern so herumfährt. Die Frage ist lediglich was ein TÜV für E-Zigaretten bzw. Liquids konkret prüfen müsste – und hierzu scheint man sich ja nicht im Klaren zu sein.

    Ich bin übrigens seit 3 Jahren reiner Dampfer, sehe mich eindeutig als Nichtraucher und würde nicht zur Zigarette zurück wollen.

  20. Martin Drautzburg | 15. Dezember 2015 um 19:53 | Antworten

    Die e-Zigaretten-Industrie ist viel zu winzig, um eine Lobby aufzubauen, die es mit der Tabak- und Pharma-Lobby aufnehmen könnte. In diesem Artikel wird ein Größenvergleich angestellt:
    http://fasbracke.blogspot.de/2015/12/raucht-weiter-liebe-kinder.html

  21. Vielen Dank für diesen Bericht!
    Auch ich verbitte mir Frau Dr. Pötschke-Langers Unterstellungen, sie grenzen schon an Verleumdung! Hätte ich die Mittel, würde ich juristisch gegen diese Dame vorgehen, mir als Dampferin illegale Machenschaften zu unterstellen, ist beleidigend für mich.
    Leider ist es mir mit Blick auf meinen Kontostand nicht möglich, rechtliche Schritte, z. B. eine Beleidigungsklage, gegen Frau Dr. Pötschke-Langer einzuleiten. Denn ich werde mitnichten von der sog. „Dampfer-Lobby“ (wo soll die bitte sein?) bezahlt, ich vertrete lediglich meine persönliche Meinung (das ist mein Recht, siehe Grundgesetz!).
    Ich weiss nur eines, meine „Dampfe“ hat mir das Leben gerettet, ich fühle mich subjektiv wesentlich besser als vorher als Raucherin. Ob sich meine Gesundheit auch objektiv verbessert hat, werde ich im kommenden Jahr bei einem Check-up durch meinen Hausarzt feststellen lassen. Ich rechne mit einer signifikanten Erhöhung meines Lungenvolumens, mit Verbesserung meiner Blutwerte sowie meiner Kondition.
    Ich wünsche ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein gesundes, rauchfreies Jahr 2016 und bin sehr gespannt, was da noch alles auf uns Dampfer zukomt.

  22. Herzlichen Dnk für diesen ausführlichen Bericht!
    Das muss ja zugehen wie im Tollhaus dort, weitaus schlimmer, als ich es mir gedacht hätte…

  23. Was treibt diese Frau nur um? PöLa ist in meinen Augen krank oder bösartig und vielleicht sogar schlicht strunzdumm.

  24. @cloud : Sie ist NICHT „strunzdumm“ – ganz im Gegenteil; sie nutzt Rhetorik und Polemik zielführend aus.
    Neben ihrem ärztlichen Doktortitel hat sie auch Germanistik & Geschichte studiert und trägt den recht ansehnlichen Titel “ Magister Artium „. Soetwas bekommt man nicht, wenn man Worte u. Sachverhalte nicht verstehen und Worte nicht einsetzen kann.
    Wortverdrehungen, inkorrekte Aussprache, echte Falschangaben u.Ä., was man bei ihr öfters mal beobachten, bzw. hören kann, sind keine versehentlichen „Ausrutscher“, sondern werden von ihr gezielt eingesetzt. Der Sinn ist es, damit möglichst viele Menschen zu erreichen, die sich – auf Deutsch gesagt – nicht auf ihrem Bildungsniveau bewegen.
    Bestes Beispiel dafür ist es immernoch, als sie erstmalig „unser“ Liquid lapidar als “ Frostschutzmittel “ bezeichnete. Warum ? Wegen PG. PG ist u.A. in Frostschutzmitteln enthalten, ja, einfach weil es es nicht wie Wasser anfängt bei Temperaturen unterhalb von Null Grad Celsius zu gefrieren und Eiskristalle zu bilden. IST es aber deswegen ein Frostschutzmittel ? Nein – ist es nicht, es ist nur in fast jedem Frostschutzmittel EINE von dutzenden von Stoffen. Es deswegen als “ gefährlich “ einzustufen wäre genauso falsch, wie die Behauptung eine Flasche Nitrolingual-Spray wäre eine BOMBE, weil Nitroglycerin enthalten ist.
    Aber der Ausdruck „Frostschutzmittel“ klingt erstmal gefährlich und alleine das ist Sinn und Zweck einer solchen Wortwahl; Frostschutzmittel würde selbst der durchschnittlichste Bild-Leser nicht trinken oder inhalieren, sofern er keine suicidalen Absichten verfolgt. Gesagt wird Soetwas um zu erreichen, dass Dampfer schlicht sozial geächtet werden. Und es wirkt sogar. Wer möchte schon gerne in der Nähe von Menschen sein, die Frostschutzmittel inhalieren ? Da stimmt doch was mit denen nicht – lieber Abstand halten – mit denen will man nix zu tun haben !
    Und die Dampferwelt spielt sogar mit.
    Wie oft lese ich in Foren den Wunsch nach „unauffälligen“ Geräten … . Wieso ??? Hat Derjenige sich jemals vorher – als Raucher – eine unauffällige Zigarette gewünscht ? Hat sich irgendein Raucher vorher jemals Gedanken darüber gemacht, es könnte Jemand ihn Rauchen sehen, sich dafür GESCHÄMT ???
    Sogar eigne Wortschöpfungen aus Dampferkreisen gibt es : „stealth-dampfen“. Sry – mit ner Kippe im Gesicht ne Pulle Vodka ausm Edeka holen = normal, aber beim Kaufen von nem Liter Milch und dann dampfen = schämen ??? Bei Sowas komm ich nichtmehr mit.
    PöLa ist nicht strunzdumm, sondern das Gegenteil.
    Die einzige Frage die sich tatsächlich stellt ist die nach dem Grund, weshalb sie das tut, was sie tut.
    Man braucht nicht „Chef“ zu sein, damit Etwas so läuft, wie man es haben will. „Chef“ zu sein ist eher negativ, wenn man seine Interessen durchsetzen möchte. Es ist viel besser, nicht „Chef“ zu sein, aber einen Weg zu finden, den „Chef“ dahingehend zu beeinflussen, damit er das vertritt, was man erreichen möchte. Das hat auch einen weiteren Vorteil; klappt das Vorhaben – fein. Geht es schief – dann ist man selbst nicht in der Schusslinie.
    Ich würde zu gerne wissen wollen, was es bei PöLa ist, dass sie zu ihren Handlungen bewegt. Ich finde es schon auffällig, wie sie sich entwickelt hat. Sie hat sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt noch – wie in den viel zitierten Interviews zu sehen und zu hören ist, noch annähernd vernünftig anghört. Das hat sich hat dann ganz schlagartig geändert. Warum ? Was war der Auslöser ? Ich glaube einfach nicht, dass sie noch aus eigenem Antrieb handelt.
    LG aus Berlin.

  25. @Stefan Taubert: Sehr treffend analysiert. Dem ist nichts hinzuzufügen. Du fragst weiterhin nach dem Grund ihrer Radikalisierung, was ist es, das sie sich so hat entwickeln lassen? Es ist Fanatismus. Eine Ideologie zum vermeintlichen Wohle der Menschheit, faktisch ausgereizt und im Sinne der Vernunft an ihrem Ende angelangt, die allein nur im Fanatismus weiter am Leben gehalten werden kann.

    Es war und ist zu allen Zeiten und überall dasselbe. Diese Menschen treten mit hehren Zielen an, meist motiviert aus persönlichen Gründen und verwandeln sich am Ende in menschenfeindliche Despoten.

  26. Hallo Georg !
    Dum hast Recht; Fanatismus. Ich finde es nur abgrundtief traurig : “ Diese Menschen treten mit hehren Zielen an, meist motiviert aus persönlichen Gründen und verwandeln sich am Ende in menschenfeindliche Despoten. “
    -> Stimmt leider. Weil ich das so eklig finde, deswegen habe ich nach dem Grund gefragt.
    aber wie auch immer, es ist und bleibt schrecklich was sie macht, egal aus welchem Grund – es ändert an den Folgen nichts. Aus diesem Grund wünsche ich der Frau Doktor auch, dass sie Alpträume von leidenden, langsam dahinsterbenden Vätern hat, wenn die Raucherzahlen wieder ansteigen werden. Und obwohl ich sowas sage und ihr wünsche, schäme ich mich dafür, weil man einem Menschen sowas nicht wünscht. Ich gebe zu, dass mich die Geschehnnisse um das Dampfen, zumindest gedanklich und sprachlich, auch „radikalisiert“ haben in einem Ausmaß, dass ich mir wegen verbaler Entgleisung zum erstenmal in fast 20 Jahren Internet eine moderierte Verwarnung in einem Forum eingefangen habe.
    LG

  27. Hallo Stefan, ich denke genauso wie du. Ungerechtigkeit macht auch mich wütend. Und so widersinnig es im ersten Moment vielleicht klingen mag, aber exakt das ist es, was diese fiesen Strategen wie PöLa beabsichtigen: Wenn wir Dampferinnen und Dampfer radikaler werden (weil wir dazu von ihnen getrieben werden), dann denken die Normalos, jene nichtdampfende Mehrheit der Bevölkerung, die überhaupt nicht versteht, was geschieht: „Um Gottes Willen, was sind das denn für Radikale! Dampfen ist nicht gut, sieh sie dir doch an!“ Unmittelbar danach erscheint auf der Bühne – wie beim Kaspertheater der Polizist – die Politik und beruhigt die Bevölkerung, indem sie verspricht, das schon zu regeln.

    Will sagen, man braucht keinen öffentlichen Debattier-Club (wie in einer Talk-Show: wer schlägt wen am eloquentesten), wir müssen „einfach nur“ weiterdampfen, auch dann, wenn es uns die Gesetze vorübergehend verbieten sollten. Die Wahrheit lässt sich nur zeitweise verbergen oder wegsperren, sie setzt sich am Ende aber immer durch sich selber durch.

    Ich dampfe, da ich Dampfen liebe und genieße, ich bin niemandem Rechenschaft dafür schuldig. Wer mir das verbieten will, muss mich wegsperren, dann dampfen andere weiter. Fanatiker geraten an ihr eigenes Ende, öffnen geradezu die Tore des eigenen Wahnsinns, wenn sie sehen und erleben, dass die Menschen ihnen nicht folgen, dann werden sie ihrerseits radikal und radikaler – damit entblößen sie ihre eigene Menschenverachtung. Und das wird somit von den Normalos, den Nichtdampferinnen und Nichtdampfern ebenso genau wahrgenommen. Am Schluss werden sie bildlich gesprochen von allen aus der Stadt gejagt.

    Auch wenn ich deine Wut und deine Entgleisung gut verstehe, doch deine wahrhafte Kraft liegt in der Ruhe und im konsequenten Weiterdampfen, komme, was da wolle – und das mit einem Lächeln des Wissens um die Zukunft auf deinen Lippen. „Die Wahrheit siegt durch sich selbst.“ Epiktet.

  28. Poetschke-Langer tritt ab? Da fällt mir ein Gedicht spontan ein:
    Mit einem Lächeln verschied der Despot,
    denn er wusste auch nach seinem Tod
    findet die Willkür kein Ende –
    sie fließt nur durch andere Hände…

    Ich kann den Regulierungswahn keineswegs nachvollziehen. Die Verdampfer (ich kann mit dem Wort eZigarette wenig anfangen) sind sehr ausgereift und technisch gegen DryBurns und Overheat sehr gut geschützt, sodass keine Pyrolyse möglich ist.
    Ich habe (damals) den Leistungskurs in Chemie belegt und das Mischen von Liquids für den Eigenbedarf ist ein sinnvoll, denn man weiß am Besten was da rein kommt und woher man es bezieht, ganz abgesehen vom finanziellen Aspekt.
    Wenn man Basen von Herstellern bezieht, die das DAB Siegel haben (die auch 100%iges Nikotinliquid für Pharmakonzerne herstellen) kann man davon ausgehen, dass da nur Nikotin drin ist und sonst nichts und somit den ‚tollen‘ Pflastern der Pharmaindustrie zur Rauchernetwöhnung (die bei mir komplett versagt haben) in nichts nachstehen.
    Also ziehen die Argumente nicht, ausser man will selbst in seinem Hobbylabor Nikotin aus Tabakpflanzen destillieren.

    Völlig neben der Spur scheint mir das DKFZ zu sein:
    Als ‚Beschützer‘ der Menschheit würde ich mir eine Analyse dieser Art wünschen:
    Blindstudie und Schadstoffanalyse von 100 Zigarettenmarken ‚führender Hersteller‘, was da so alles ‚leckeres‘ drin ist, ungeachtet des Nikotingehalts. Dem gegenüber 100 Liquids mit DAB Siegel verdampft in 100 verschiedenen Verdampfern die aber ordnungsgemäß betrieben werden (ist bei mechanischen Verdampfern nicht so einfach, aber da kann man ja Profis oder die Hersteller selbst beteiligen)
    Danach mitteln nach meridian um Ausreißer zu minimieren und gegenüberstellen.

    Duch eine solche Analyse würde sich die Argumentation und Stimmungsmache der WHO gegen das Dampfen (im Vergleich zum Rauchen) in Luft auflösen.
    Dann eine Langzeitstudie von freiwilligen Dampfern (am Besten welche die gerade erst mit dem Rauchen aufgehört haben) und deren Gesundheitsstatus verfolgen. (Lungenvolumen, Ausdauerleistung, Blutdruck)

    Von wegen, es gibt keine Dampferbewegung!

  29. WOW – okay, Dieter Mennekes – der Lobbyist der Foren wie rauchfrei, Demos, Plakatwerbungen und Martina Pötschke-Langer mit Geld unterstützt – der Typ stellt eine Frage bezüglich E-Zigaretten. Und das kritisch? Ich denke die IG-ED und wir sollten Herrn Mennekes schnellstens kontaktieren… mit wissenschaftlichen Fakten.

  30. Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, diesen ganzen Blödsinn vor Ort zu ertragen, um uns dann ausfürlich darüber berichten zu können.
    Es ist wirklich traurig, dass die Möglichkeit existiert, wie fremde Menschen (bzw. Konzerne, oder von Konzernen bezahlte, oder unter Druck gesetzte) einem selbst vorschreiben möchten, was für die eigene Gesundheit gut ist und was nicht. Sollte nicht jeder Mensch das Recht besitzen, mit seinem Körper zu tun was er möchte!?
    Zu dem unsere Nahrung, Pflegeprodukte und sämtliche Medikamente sicherlich grösseren Schaden an uns anrichten, als es per E-Zigarette je möglich wäre. Von den in die Umwelt getragenen Gifte ganz zu schweigen, welche wir täglich einatmen müssen! Ob wir wollen oder nicht…

  31. Qualmt euch mit Tabak zu Tode! Denn wir leben alle zu lange, dafür haben wir kein Geld mehr, die Rente wird knapp, finanziert den Staat auf alt bewährte Weise mit Hilfe der Tabakindustrie, wer sich nicht kaputt arbeitet soll sich bezahlenderweise gefälligst kaputt qualmen. Es geht garnicht um das Dampfen, es geht um einen Interessenkonflikt.. Wenns um die Gesundheit gehn würde gäbe es schon lange keine Tabakprodukte mehr. STEHT AUF! LASST EUCH NICHT BEVORMUNDEN!

  32. 1. Martina wird nicht von der Tabaklobby sondern von der Pharmalobby beeinflußt.
    2. Sie hatte immer einen klaren Feind, den ihr niemand nehmen konnte: die Zigarette.
    Niemand hätte gedacht, das es jemals eine echte und auch noch viel weniger schädliche Alternative zur Zigarette geben könnte. Dies ist nun aber geschehen. Darüber ist sie aber nicht froh, sondern inzwischen trotzig wie ein kleines Kind. Der Feind läuft Gefahr, keiner mehr sein zu dürfen. Das darf nicht sein. Arme Martina! Wenn Dinge aufhören, vernunftgeprägt sich zu entwickeln, spielt entweder Geld oder Fanatismus eine Rolle. Ich glaube bei Martina ist es beides.
    Ich rauche seit meinem 14. Leebnsjahr und bin seit 3 Jahren Dampfer. Ihr könnt euch vorstellen, wieviel wohler ich mich fühle. Kein Gestank, kein Dreck mehr um mich herum. Allein schon das ist wunderbar.

  33. Klasse Artikel über Pöla und ihren Zögling

    http://www.netzwerk-rauchen.de/component/content/article/1-aktuelle-nachrichten/951-nachfolge-poetschke-langer.html

    Eigentlich verfolgen wir doch die gleichen Ziele.

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