Das Wurstdilemma und die Dampfer

Nun ist es amtlich, obwohl die WHO, von der Lebensmittellobby vor sich hergetrieben, ihre Aussagen bereits relativiert hat. Ich rede von der karzinogenen Wirkung von (vor allem geräucherter) Wurst, Fleisch und Speck.

wurst2Gewusst haben wir es ja schon länger, dass diese Lebensmittel krebserregend sind, jetzt wurde dies jedoch von der WHO durch zahlreiche Studien belegt. Mensch, war das ein Aufschrei sämtlicher Landwirtschaftsminister, die vermutlich die WHO dafür steinigen hätten können und wie Göckel auf Koks durch die mediale Landschaft schwirrten. Aber wie immer in unseren „Bananenrepubliken“ lässt sich mit ordentlichem Lobbying ja wieder einiges richten.

Was hat das ganze jetzt mit dem Dampfen zu tun? Nichts, aber doch sehr viel. Spielen wir jetzt mal den Gedanken ein wenig zu Ende, wie eine Wurstgenussrichtlinie analog zur TPD2-Richtlinie fürs Dampfen aussehen könnte, OBWOHL es keiner der Liquidbestandteile und nicht einmal das Nikotin auf die Liste der krebserregenden Stoffe gebracht hat.

  • Verpackungseinheit: Abgabe von ganzen Wurststangen oder Speckteilen ist strengstens untersagt. Diese Lebensmittel müssen in Verpackungseinheiten von max. 50 g (reicht für ein Wurstsemmel) abgepackt werden. Brötchen müssen in Zukunft so gebacken werden, dass sie maximal 50 g von Wurst/Speck aufnehmen können, ansonsten sind sie für den Verkauf von Wurstsemmeln nicht zugelassen.
  • Verpackung: Die Verpackung muss absolut kindersicher konstruiert sein. Außerdem darf sie nicht durchsichtig sein und muss mit einem Bild, auf dem ein Darmkrebsfall abgebildet ist, versehen sein. Außerdem muss ein Warnhinweis auf der Verpackung angebracht werden, der die Krebsgefahr dieser Lebensmittel eindeutig benennt. Ein Beispiel: „Der Genuss dieser Lebensmittel kann Darmkrebs verursachen!“
  • Verkauf: Der Verkauf an Jugendliche unter 16 Jahren von Wurst, Speck und Co. ist strengstens untersagt. Österreich sollte sich vielleicht überlegen, ob es diese Lebensmittel nicht unter das Tabakmonopol stellen soll, ähnlich wie diese abgehobenen und unwissenden Parlamentarier es mit der E-Zigarette vor hatten (was zum Glück am Menschenverstand von Verwaltungsrichtern gescheitert ist).
  • Der Verkauf der Verpackungen darf nur noch vom besonders geschulten Fachpersonal erfolgen. Eine freie Entnahme aus Kühlregalen wie bisher ist strengstens untersagt.
  • Aufbewahrung: Wurst und Speck müssen außer Reichweite von Kindern und Jugendlichen gelagert werden. Außerdem müssen diese kanzerogenen Stoffe strickt von den restlichen Lebensmitteln separiert sein. Dazu bedarf es in Zukunft eigener Kühlschrankkonstruktionen, deren Arbeitsweise noch von der WHO und dem DKFZ, insbesondere von Frau Pötschke-Langer, bekannt gegeben wird.
  • Hilfsmittel zur Verarbeitung von Wurst/Speck: Die EU und die jeweiligen Gesundheitsministerien sind zur Prüfung der zur Verarbeitung genannter Lebensmittel verwendet werden, verpflichtet. Es können beispielsweise nicht geeignete Messer und Schneidebretter in den EU-Mitgliedsstaaten verboten werden. Verbieten mehr als 3 Mitgliedsstaaten ein Produkt, so muss der Verkauf in der gesamten EU untersagt werden.
  • Der Verzehr: Wurst/Speck dürfen nur noch in eigenen, dafür gekennzeichneten Bereichen in Restaurants, Imbissstuben aber auch an öffentlichen Plätzen, verzehrt werden. Eine Zuwiderhandlung wird mit hohen Verwaltungsstrafen geahndet. In einer Übergangszeit von 3 Jahren, dürfen in Restaurants Wurst- und Speckwaren nur noch in eigens dafür vorgesehenen, abgeteilten Räumen verzehrt werden. Nach Ablauf der Übergansfrist ist der Konsum von Wurst/Speck in Restaurants strengstens verboten.

wurst1Das waren jetzt nur so einige Gedanken, die ich loswerden musste, um die massive Benachteiligung der Dampfer gegenüber anderen, Genussmittel produzierenden Gruppen, darzustellen. Wenn man dies so betrachtet, ist die TPD2-Richtlinie ein Schlag gegen alle Demokratischen Prinzipien und eine enorme Einschränkung der Selbstbestimmung des Menschen.

Sollte die TPD2 kommen, muss es zu Forderungen, wie jetzt angedacht, zum quasi Verbot des Verkaufes von Wurst/Speck kommen. Ja was glaubt ihr, wie schnell die Bevölkerung da auf den Barrikaden sein wird? Ich glaube, dass uns Dampfern die WHO mit ihren Aussagen schon viel Argumentationsmaterial in die Hand gespielt hat, das wir einfach geschickt für unsere Verteidigung gegen den Glaubenskrieg der WHO nutzen sollten.

Über den Autor

Stefan Krismer
Stefan Krismer
Grüß euch, mein Name ist Stefan Krismer alias MrMerlin. Vor 30 Jahren habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn den Weg zur Zigarette gefunden und erst durch das Dampfen diesen Irrweg beenden können. Seit Dezember 2014 genieße ich ausschließlich wundervolle Aromen aus der Dampfe. Mein Hauptaugenmerk liegt sehr auf der Technik des Dampfens mit all seinen Facetten. Egal, ob es Neuerscheinungen auf dem Akkuträgersektor, innovative Entwicklungen von Verdampfern oder auch pfiffige Accessoires rund um mein geliebtes Hobby sind. Ich tüftle gerne herum und versuche nun meine Erfahrungen auf diese Art und Weise zu vermitteln. Schon lange sehe ich das Dampfen nicht mehr als Pyro-Ersatz an. Es ist ein tolles Hobby geworden. Da ich gerne lese und ich es leid hatte, Videos auf Youtube ständig „zurückzuspulen und anzuhalten“, um einigermaßen vernünftig dort gezeigte Tipps reproduzieren zu können, bin ich auf das DM gestoßen, mit dessen Artikel viele Dinge bei Weitem unkomplizierter verwirklicht werden konnten. Es macht Spaß, mit dem DM-Team zusammenzuarbeiten und etwas beitragen zu können, um viele Raucher zu Ex-Rauchern und Neo-Dampfern zu machen.

4 Kommentare zu "Das Wurstdilemma und die Dampfer"

  1. he, danke. in der heutigen Welt kommt man leider ohne ein Schuss Zynismus einfach nicht mehr klar, weil wir alle wissen, dass oben aufgeschriebenes Szenario absurd ist. Bevor die weitaus gefährlicheren Genussmittel so Steuer fokussiert reglementiert werden, würden wir mit der platitude ‚alles ist schädlich, die Menge ist ausschlaggebend‘ verspeist werden. Oder ‚ein Spaziergang durch New York ist schädlicher als 2kg pro Mahlzeit geräucherter stark angebratener Speck‘ usw.

    Außerdem guck dir doch die adipösen Politiker an. Bevor die sich anstrengen, ihr Frühstück versuchen zu reglementieren, würden die doch eher vom Amt zurücktreten.

    Dennoch war es lustig zu lesen 🙂

  2. Außerdem sind veganische alternativen zu GETÖTETES UND GEBRATENES, GEGRILLTES ODER GEKOCHTES [B]FFLLEEIISSCCHH[/B] eine einstiegsdroge zu stark geräuchertem und stark angebratenem nicht mehr rohem Speck. zu benennen wären da ‚tofu, Sojagranulat, tempeh, Weizeneiweiß/Seitan, lupineneiweis, grünkern… usw… Diese müssen auch reglementiert werden, um einen Einstieg in den Genuss von rohem Speck, zu verhindern. ihr mofu’s

  3. achja, ‚mofu’s‘ bedeutet ‚motherfuckers‘ ihr dreckigen adipösen lowlifes.

    geschrieben von einem ‚true city thug‘

    vierteilt diese fettschweine

  4. Und gaaanz wichtig… nicht vergessen:

    Jegliche Werbung für Wurstwaren (z. B. Schinkenspicker) wird verboten… außerdem aber auch die Werbung für wurstähnliche vegetarische Produkte (z. B. Schinkenspicker vegetarisch) hat zu unterbleiben… und es darf auch nicht gesagt werden, dass die vegetarische „Wurst“ gesünder ist oder zumindest weniger schädlich, als die Wurscht aus wat, wat ooch nen Namen hatte!

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