Denkt doch mal an die Kinder …

„Denkt doch mal an die Kinder …“

Dieser Satz wurde den Politikern immer und immer wieder unter die Nase gerieben, als es darum ging, möglichst scharfe Regelungen und Einschränkungen für die E-Zigarette zu fordern.

… und jetzt so etwas:

 

Die Liquid-Schmiede aus Nürnberg, eines der renommiertesten und transparentesten Unternehmen in der Dampfer-Branche, überweist fast 1.100 € als Spende an die Deutsche KinderKrebshilfe. Und was macht man dort? Man lehnt dankend ab, aus „ethischen Gründen“.

In einem inzwischen veröffentlichtem Schreiben an die Liquid-Schmiede liest man:

„Wir befürchten jedoch, dass durch den steigenden Konsum von E-Zigaretten das Rauchen gesellschaftlich wieder mehr akzeptiert wird und gezieltes Marketing Kinder dazu verführt, das Rauchritual einzuüben. Dies vereinfacht den Wechsel zur Tabakzigarette, deren Konsum nachweislich krebserregend ist. Die Entgegennahme Ihrer Spende ist daher nicht mit unseren ethischen Grundsätzen vereinbar; sie würde unseren Einsatz gegen das Rauchen unglaubwürdig machen.

Kommt euch diese Formulierung irgendwie bekannt vor? Kein Wunder, ist es doch fast der gleiche Wortlaut den das DKFZ bzw. Frau Dr. Martina Pötschke-Langer seit langer Zeit verwendet, um die Gateway Hypothese und den Mythos der krebserregenden E-Zigarette in den Medien zu verbreiten.

Gratulation, hier hat das DKFZ ganze Arbeit geleistet. Bei der Deutschen KinderKrebshilfe verzichtet man nun schon auf das „schmutzige Geld“ der „E-Zigaretten-Lobby“. Die Deutsche KinderKrebshilfe ist ohne Zweifel eine sinnvolle und wertvolle Institution, doch in diesem Punkt sollte man vielleicht einmal nachdenken und nicht blind den Ideologen aus Heidelberg folgen und ihnen nach dem Mund plappern.

Glücklicherweise gibt es noch genügend andere Organisationen die Spenden dankend annehmen, um Kindern zu helfen. Vielleicht täte es einigen Anti-Dampf Fanatikern aber auch mal ganz gut an die Kinder zu denken … und das nicht nur in diesem einen Fall.


Hier noch die vollständige Antwort der Deutschen KinderKrebshilfe. Das Bild wurde auf der Facebook-Seite der Liquid-Schmiede veröffentlicht. Wir haben die Namen der beteiligten Personen aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht.

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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.

8 Kommentare zu "Denkt doch mal an die Kinder …"

  1. Wo ist das „gezielte“ (auf Kinder?) Marketing das erwähnt wird, ich glaub ich spinne.

    Meine Kinder wissen das die Liquids die wir nach dem Umstieg verwenden immer noch Nikotin , das ein Nervengift ist, enthalten und bestärken uns, „am besten ganz ohne“ irgendwann…

    Die Bigotterie soll wahrscheinlich darauf abzielen, das diese (liquids und E-Zigaretten) nach wie vor Suchtmittel sind, aber dann sollte man das auch so sagen und keine Pseudovermutungen wie „Einstiegsdrogen“ veröffentlichen.

    Andererseits kann ich verstehen, das es keine Ablasszettel (sprich = Spendenbescheinigungen) von der Kinderkrebshilfe an einen Liquidvertrieb/hersteller geben wird, das wäre ja so als wenn ein bekannter Süssigkeitenhersteller an die Adipositasgemeischaft spenden wollte. *grins*

    Insofern, schade wegen der teilweise offensichtlich ungebildeten Ablehnungsbegründungen, aber aus meiner Sicht verständlich und nachvollziehbar. Sollen sie als Privatmenschen oder anonym spenden, nicht als Firma. Problem gelöst?

  2. Da stimme ich völlig zu.

  3. Ich schlage vor das Geld an eine andere Kinderorganisation zu stiften. Es war gedacht um Kindern zu helfen. Ich denke Peta und Co sind gute Vereine aber es sollte bei Kindern ankommen.

  4. Frank Thomas | 30. Januar 2016 um 11:44 |

    Hallo Herr Winkler,

    wenn man in der derzeit angespannten Lage eine Spende an die Deutsche Krebshilfe leistet, zeugt dies von einer katastrophalen Unternehmensführung mit fehlendem Sachverstand und Fingerspitzengefühl. Und Ihr Artikel ist derart einseitig und fadenscheinig, so dass mir wirklich die Worte fehlen, und ich nur den Kopf schütteln kann.

    Gruß

    F.Thomas

    • Hallo Herr Thomas

      Danke für ihren Kommentar.

      Sicherlich haben wir derzeit eine angespannte Lage, man sollte jedoch nicht vergessen dass weder der betroffene Liquid-Hersteller, noch die Dampfer-Community für diese Lage verantwortlich sind. Die Verantwortung liegt vielmehr auf Seiten der Dampf-Gegner die versuchen durch unwahre Behauptungen und Propaganda ihre Ideologie durchzusetzen. Dass sich die Community dagegen wehrt und den Lügen stattdessen wissenschaftliche Fakten gegenüberstellt, ist nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht eines mündigen Bürgers.

      Die Deutsche Krebshilfe, die zweifellos eine wichtige und sinnvolle Institution ist, sollte meiner Meinung nach unabhängig agieren und sich nicht durch die Propaganda von WHO und DKFZ beeinflussen lassen. Denn schliesslich geht es bei der Spende „um die Kinder“ und nicht um Ideologien.

  5. Auf der Facebookseite von Liquid-Schmiede, schreiben die Betreiber der Seite „Nunja – es verhält sich aber eben auch so, dass die letzten Jahre die Spende von uns anscheinend gern genommen wurde – nur jetzt in der aktuellen politischen Diskussion passt es dann auf einmal nicht mehr…“

  6. Kes Bruun | 31. Januar 2016 um 07:47 |

    Ich finde, dass das Geld bei Gaming Aid (gaming-aid.de) gut aufgehoben ist.

  7. Gerhard Vavra | 16. Februar 2016 um 10:52 |

    Jeder Raucher der Kinder hat und mit dem Rauchen aufhört tut seinen Kindern gutes. Jeder Raucher, der stattdessen mit dem Dampfen beginnt, schädigt seine Kinder um Größenordnungen weniger, ja möglicherweise überhaupt nicht. Wie gesundheitsschädlich Passivrauchen ist, weiß mittlerweile jeder. Dass Passivdampfen die Gesundheit praktisch nicht tangiert, wie in vielen Studien wissenschaftlich bewiesen, wissen auch immer mehr.
    Die Tabak-Lobby steckt (aus den niederträchtigsten Gründen, schließlich geht es ja um ihre Gewinne) Unsummen in die Verteufelung und dem angestrebten Verbot der E-Zigarette.
    Wenn sie damit Erfolg haben, werden wieder mehr Kinder am Passivrauchen sterben. Wollen wir das?

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