Der Zauber der Frau Dr. Könnte-Vielleicht-Manweißesnicht

[Autor: Ymir]

 

Nach dem unsäglichen Beitrag der Sendung Frontal21 über die E-Zigarette gab und gibt es ja viele Beiträge über die Unwahrheiten und Manipulationen vor, in und nach der Sendung. Dabei ist mir besonders Philgoods Video dazu aufgefallen, der nach dem Warum fragte.

Nicht falsch verstehen, ich will ihm da in keinem Punkt widersprechen, ich möchte die Frage nach dem Warum um ein weiteres Warum erweitern.

Warum gerade und ausgerechnet Fr. Dr. Martina Pötschke-Langer?

Es gibt international viele Protagonisten, die ihr Schaffen und Wirken fast ausschließlich der FCTC-Ideologie gewidmet haben und mit Sicherheit noch strikter und radikaler in ihren Äußerungen und Forderungen sind.

Weder ein Glantz, Chapman, McKee und wie sie alle heißen, fällt jedoch mit einer derartig konsequenten, dauerhaften und ausschließlichen Medienpräsenz zum Thema E-Zigarette auf wie die Frau Doktor aus Heidelberg. Ist sie also kompetenter oder verfügt über mehr Informationen als die anderen? Die exklusiven Informationen können es kaum sein.

Verlautbarungen aus FCTC Kreisen klingen alle derart gleichförmig, dass sie aus ein und derselben Feder stammen könnten.

Hat sie sich in jahrelanger geheimer Forschungsarbeit einen Ruf wie Donnerhall erworben?

Hat sie sich als praktzierende Ärztin eine atemberaubende Berufserfahrung erworben?

Ich möchte die Fragen an dieser Stelle einfach im Raum stehen lassen, denn ihr medizinischer und wissenschaftlicher Werdegang spielt für ihre Präsenz in den Medien schlicht keine Rolle.
Aber sie verfügt über Fähigkeiten, über die die anderen eben nicht verfügen.

Ein Grund ist ihr Bildungsweg.
Viele wissen ja, dass sie vor ihrem Medizinstudium Germanistik studiert hat. Neben der ausgezeichneten Qualifikation als Propagandistin für die WHO hat ihr das auch drei weitere Dinge beschert. Zum einen die Fähigkeit, mit Worten und Zahlen so lange zu spielen, sie zu drehen und zu wenden, bis sie als vermeintliche Belege ihrer Ideologie dienlich sind, zum anderen findet sie immer die richtigen Worte, auf die „das Volk“ anspringt. Viele andere FCTC Verfechter haben sich schon alleine durch ihre Wortwahl diskreditiert, in dem sie ausfallend oder zu konkret wurden. Dr. Martina Pötschke-Langer niemals. Zwar hat sie keine Ahnung von Wissenschaft und erklärt ihre Anekdoten schon mal aus Versehen zu Studien, die sie durchgeführt habe (und umgekehrt tut sie seriöse Studienergebnisse als „Anekdoten“ oder „für Deutschland irrelevant“ ab), aber niemals vergreift sie sich im Ton oder wird so konkret, dass man sie festnageln könnte oder die Medien stutzig werden würden. Sie ist eine solche Meisterin des Konjunktivs, dass Unbedarfte, Politiker und selbst Journalisten denken, sie hätten bei jeder Verlautbarung des Orakels von Heidelberg soeben der Weisheit letzten Schluss vernommen.

Zudem knüpft man in 5 Jahren Studium der Germanistik und Geschichte natürlich auch Verbindungen. Man kennt das ja: Verbindungen, alte Studienkollegen, der Chefredakteur, der beim eigenen Praktikum auch noch in seinen Anfängen war, und wenn man denen dann auch noch die Arbeit der Recherche und gar der Formulierung abnimmt, ist das für beide Seiten eine Win-Win Situation. Wenn da Kritik von außen aufkommen sollte, kann man sich zudem immer noch darauf zurückziehen, es sei ja das DKFZ und kompetent und sie sei schließlich Ärztin, ausgewiesene Expertin und überhaupt… Wenn man jemanden Maßgeschneidertes für die Aufgaben als Leiterin und Aushängeschild der Kollaborationsstelle der WHO heranziehen möchte, sollte man genau diesen Bildungsweg favorisieren, der hier natürlich „reiner Zufall“ ist.

Der andere Grund ist die Person.
Mir fällt für die Beschreibung von Fr. Martina Pötschke-Langer kein anderer Begriff ein als “politisch korrekt“.

Auch die Person Martina Pötschke-Langer, das Aussehen, ihre Art und ihr Stil: wenn es sie in ihrer ihr eigenen Form nicht schon gäbe, sollte man sie sich genau so schnitzen. Genau das ist derzeit opportun.
Sie ist nicht hässlich, aber auch nicht übermäßig attraktiv. Sie wirkt mütterlich, sittsam (um nicht zu sagen spießig), seriös, glaubhaft dauerbetroffen und um alle und jeden nur besorgt. Sie vermittelt, für alle nur das beste zu wollen, was sie mit Sicherheit selbst auch ganz fest glaubt.

Dazu der übliche Stil jeder 2. Politikerin und wohl jedes Kirchen- und deutschen Gospelchores mit reduziertem Schminkstil und dem allgegenwärtigen Hosenanzug mit Seidentüchlein.

Fehlt eigentlich nur noch ein Heiligenschein, der mittels kupferner oder platinblonder Haarfärbung imitiert, heute sogar für den bayerischen Verdienstorden qualifizieren würde, welcher deutlich schwerer zu erlangen ist als das Bundesverdienstkreuz. Selbst ihre offensichtliche Unsicherheit und Nervosität bei öffentlichen Auftritten macht sie in den Augen vieler Menschen eher sympathisch.

Zusammengefasst ist Martina Pötschke-Langer, neben dem Geld von Bill Gates, wohl der größte Glücksgriff der FCTC Ideologie der WHO.

Jedoch gibt es solche zu unserem Glück nicht all zu oft. Den von ihr selber oft eingestreuten Nebenprotagonisten mangelt es auffallend häufig entweder an den ihr eigenen Begabungen oder sie zeigen sich sachlichen Argumenten aufgeschlossen, so dass sie in ihrer Orchestrierung zu Unsicherheitsfaktoren werden und potenziell zum Ausbrechen neigen. Daher muss sie inzwischen auf Ehemalige und exmatrikulierte Professoren zurückgreifen, die ähnlich stramm auf Linie bleiben wie sie selbst. Außerdem neigt sich ihre Karriere dem Ende zu – ob sie gleichwertig zu ersetzen sein wird, bleibt mehr als fraglich.

Frei nach einem Spruch über die Oper müssen wir bis dahin hinnehmen, dass kein Beitrag über die E-Zigarette beendet ist, bevor nicht die kleine Walküre aus Heidelberg ihre Arie “Aber die Kiiiiiiinder” zum besten gegeben hat.

 

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4 Kommentare zu "Der Zauber der Frau Dr. Könnte-Vielleicht-Manweißesnicht"

  1. Astrein, genau so ist sie. Sie ist einfach perfekt, so perfekt, dass in einem schon mal unwillkürlich der Beschützerinstinkt aufkommt, wenn sich das so besorgte Mütterchen um die vom Dampf gefährdeten Kinderlein sorgt, dass sie doch nur von den durchtriebenen „Fluchtrauchern“ (Dampfer) in Sicherheit bringen will.^^

    Wo war das noch gleich,….? Ach ja im SWR Fernsehen wenn mich nicht alles täuscht, da machte sie ein Gesicht, mit Tränen in den Augen und völliger Ratlosigkeit, wie die Industrie ihr Lebenswerk, den Schutz der Jugend, auf solch perfide Weise unterlaufen hat. Man hatte den Eindruck, sie stehe vor einem Trümmerfeld und einem Zusammenbruch. Phantastisch diese Frau, aber auch der SWR war klasse, perfektes Zusammenspiel von Bild, Ton und Kommentar. Ne Meisterleistung wenn man mich fragt, da kann man noch was daraus lernen.
    Da war das von Frontal21 ne stümperhafte Schulaufführung. Und Gott sei Dank zählen vor Gericht Fakten und nicht das sinnfreie Geschwafel einer weinerlichen Frau Dr. aus Heidelberg.

  2. Wunderbarer Artikel, der trifft es auf den Punkt.

    Allerdings habe ich zuerst statt dauerbetroffen „dauerbesoffen“ gelesen. Ich glaube mein Hirn hat da automatisch Fehlerkorrektur betrieben. 😀

  3. Fr. Dr. begrüsste 2005 die unsägliche Studie zum Passivrauch. Ihr war offenbar völlig klar wie schlampig gefaked diese war, trotzdem nutzte Fr. Dr. die Studie um die Raucher aus Gaststätten zu vertreiben. Sie hat einen Doktortitel und verkündet dennoch die Dogmen der WHO. Dazu gehört zum Beispiel, dass auch die besten Ingenieure nicht in der Lage sind Lüftungen zu bauen die etwas gegen Passivrauch nützen. Derartige Dogmen und „Wissenschaftler“ die sie befolgen tun im Zeitalter der Raumfahrt wirklich weh.

    Auf die pausenlose Kampagne der WHO und ihrer Fr. Dr. muss ich nicht näher eingehen. Ihre Methoden sind bekannt und degoutant.
    Mit wissenschaftlicher Denke glänzt sie nicht und hinsichtlich Beiträgen zur Wissenschaft ist sie eher unterbelichtet. Ihre Domäne ist die WHO- und FCTC-Propaganda und das wörtliche Nachplappern von Dogmen.
    Man merkt ihr an, dass Glantz, der amerikanische Propagandaguru ihr Vorbild ist. Ihn wird sie jedoch nie erreichen. Ihre Stärke sind nur die Konjunktive, Glantz zimmert komplette Gebäude auf Basis von Lügen und Halbwahrheiten.
    Und wenn die Medien nicht fremdgesteuert wären und Journalisten Befehlsempfänger hätte Fr. Dr. ausgespielt. Welcher anständige Journalist würde einen Artikel schreiben der nur Panikmache enthält? Ohne die Argumente der Gegenseite angemessen zu Wort kommen zu lassen? Fr. Dr. hätte keine Abnehmer für Sätze über Nikotin wie „kommt einer in die Küche und mischts ins Essen“.

    Un man muss sich auf der Zunge zergehen lassen, dass die Frau das Bundesverdienstkreuz hat. Für ihre unermüdliche Tätigkeit als Aushängeschild der Propagandastelle der WHO. Was ist so ein Kreuz noch wert wenn Fr. Dr. eines hat? Was ist ein Doktortitel wert wenn er für die Verbreitung von Konjunktiven genutzt wird?

    Und ansonsten frage ich mich in welcher Form das DKFZ von der Anwesenheit der Fr. Dr. profitiert. Welches ehrliche Forschungsinstitut lässt sich schon gerne mit Propaganda in Verbindung bringen. Was war nötig damit das DKFZ die Kröte schluckt?
    Wann wird sich das DKFZ endlich von einer Fr. Dr. verabschieden deren Panikmache vor der E-Cig wahrscheinlich bereits Tausenden von Menschen geschadet hat? Wann? Recht lange kann das DKFZ nicht mehr warten wenn es nicht mit immer dreisteren Lügen der Helfershelfer der E-Cig-Gegner in Verbindung gebracht werden will. Wissenschaftliche Reputation kann Schaden erleiden wenn man unwissenschaftliches Verhalten in den eigenen Reihen nicht ahndet.

  4. Die Charakter- und Äußerlichkeitenmerkmale und das ekelhaft opportunistische Gehabe passen doch ebenso exakt auf das die bundesdeutsche kanzlerandroidin Merkel.

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