Die Sorge der EU zum Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag

Die Sorge der EU zum Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag am 31.Mai 2018

Der ehemalige Herzchirurg Vytenis Andriukaitis saß bis 2014 im litauischen Parlament und ist seit November 2014 EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Anlässlich des Welt-Nichtrauchertags veröffentlichte er heute ein Statement, bei dem er sich sehr besorgt über die große Anzahl von Krebstoten in der EU zeigt.

Besorgt über Attraktivität von E-Zigaretten

Vytenis Andriukaitis

Vytenis Andriukaitis

Alleine im Jahr 2015 gab es 273 400 Tote aufgrund von Lungenkrebs, erklärt er. Das seien 237 400 Tote zuviel. Als Haupt-Risikofaktor sieht er dabei den Tabak, und beklagt zugleich, dass unter den Jugendlichen von 15 bis 24 Jahren die Rate von Tabaknutzern von 25% in 2014 auf 29% in 2017 gesteigen ist.

Diesen Trend möchte er umkehren und Tabak Produkte weniger Attraktiv für Jugendliche machen. Dabei ist er besonders besorgt über die steigende Attraktivität von E-Zigaretten unter den Jugendlichen.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass pünktlich zum Welt-Nichtrauchertag die Gateway Keule erneut ausgegraben wird. Andriukaitis betont aber auch, dass man bereits wichtige Schritte unternommen hat, um die Bevölkerung vor dem Konsum von Tabak-Produten zu schützen. Beispielsweise durch die Tobacco Products Directive (TPD), die Richtinie zur Tabakwerbung (Tobacco Advertising Directive) oder das EU track and trace system, das im  Mai 2019 für Tabak-Zigaretten, bzw. 2024 für sonstige Tabak-Produkte, in Kraft treten wird.

Finanzspritze für die ANTZ von der EU

Außerdem hat man unter der Bezeichnung Joint Action on Tobacco Control ein 2 Millionen Euro Programm gestartet, das den Mitgliedstaaten dabei helfen soll, die TPD in den nächsten 3 Jahren umzusetzen und durchzusetzen. Dabei setzt er auch auf NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen), die hierbei eine große Rolle spielen sollen. Mit dem EU Health Award for NGOs will man internationale, europäische und nationale Anti-Tabak Initativen auszeichnen und finanziell unterstützen, die sich maßgebend gegen den Tabak-Konsum einsetzen.

Mehr Geld also für die ANTZ, direkt von der EU. Nun könnte man mutmaßen, daß diese Zuwendungen die Lobby-Arbeit der Ideologen erleichtern wird und möglicherweise am Ende das Geld wieder zurück in die „richtigen“ Taschen spült. Wie auch immer, würde man stattdessen nur einen Bruchteil dieses Geldes in vernünftige Aufklärung über die E-Zigarette stecken, wäre der gesamteuropäischen Gesundheit sicherlich mehr gedient. Doch das interessiert einen EU-Gesundheitskommisar wie Andriukaitis vermutlich herzlich wenig.

Auf Wellenlänge mit Ex-Landwirtschaftsminister Schmidt

Interessantes Detail am Rande: Vytenis Andriukaitis, der sich in seinem Statement als Kämpfer gegen den Krebs und gegen Tabakprodukte inszeniert, ist übrigens ein großer Befürworter des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, bei dem er keine Krebsgefahr sieht. In diesem Punkt hat er vieles mit unserem ehemaligen Landwirtschaftsminister Schmidt gemeinsam, der in Deutschland bis zum letzten Jahr noch für die Reglementierung der E-Zigarette durch das BMEL zuständig war. Eine seiner letzten Amtshandlungen war die Zustimmung zur weiteren Zulassung von Gyphosat innerhalb der EU.


Sichert euch heute noch euer Exemplar vom DAMPFERmagazin oder schließt am besten ein Abo in unserem Shop ab. Alle Abos haben eine feste Laufzeit und verlängern sich nicht automatisch.

DAMPFERmagazin SHOP

Im Shop habt ihr, neben der Einzelbestellung, auch die Möglichkeit ein günstiges 3-Monats-, 6-Monats- oder 12-Monatsabo zu bestellen.

Außerdem bieten wir das DAMPFERmagazin inzwischen auch Offline in mehreren Dampfer-Shops an.

Eine Liste der Shops findet ihr hier:

DAMPFERmagazin OFFLINE VERKAUF

Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.