E-Zigaretten sind kein Tabak

E-Zigaretten sind kein Tabak

E-Zigaretten sind kein Tabak

Marlene Mortler

Marlene Mortler (Offizielles Pressefoto  Quelle: Elaine Schmidt)

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler von der CSU fordert von der Bundesregierung ein schnellsmögliches Verbot von Außenwerbung für Tabakwaren. Dabei schließt sie auch die E-Zigarette explizit in ihre Forderungen mit ein.

Grundlage für das Verbot soll ein Gesetzentwurf des früheren Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU) sein. Dieser Entwurf scheiterte in der vergangenen Wahlperiode am Widerstand der damaligen CDU/CSU-Fraktion.

Die Drogenbeauftrage Marlene Mortler hat ganz offensichtlich keine Ahnung von E-Zigaretten. Das Potential der tabakfreien E-Zigarette in der Harm Reduction (Schadensminimierung) wird von ihr vollkommen ignoriert. Das zeigt sich auch in ihrem Statement: „Die Bundesregierung muss jetzt schnell ein Außenwerbeverbot für Tabakwaren beschließen. Das Verbot muss auch die E-Zigaretten einschließen.

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) hat dazu eine Pressemeldung veröffentlicht.

Pressemeldung des VdeH vom 17.04.2019

Tabakwerbeverbot: E-Zigaretten sind kein Tabak

Berlin – Mit Erstaunen nimmt der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) die Forderungen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, rund um die diskutierte Ausweitung von Werbeverboten für Tabak zur Kenntnis. Nach Presseberichten fordert die CSU-Politikerin, dass das Verbot auch E-Zigaretten einschließen müsse.

E-Zigaretten sind kein Tabak. Sie sind nach wissenschaftlichem Konsens, und das sagt auch das Büro der Drogenbeauftragten selbst, deutlich weniger schädlich als Tabakrauch,“ so Michal Dobrajc, erster Vorsitzender des VdeH.

E-Zigaretten sind in der Praxis die am häufigsten eingesetzte Methode zur Unterstützung der Tabakentwöhnung (DEBRA Studie 2018). Von 2014 bis 2017 hat sich der Anteil ehemaliger Raucher, die erklären, durch die Verwendung einer E-Zigarette mit den Rauchen aufgehört zu haben, verneunfacht (DKFZ 2019). Die Wirksamkeit wird auch von einer jüngst veröffentlichten randomisiert-kontrollierten Studie aus Großbritannien bestätigt, wonach der komplette Rauchstopp mit der E-Zigarette fast doppelt so erfolgreich ist wie mit Nikotinersatzprodukten.

Dobrajc weiter: „E-Zigaretten sind damit die wohl größte gesundheitspolitische Chance, den schädlichen Auswirkungen des Tabakrauchens zu begegnen. Umso bedauerlicher ist es, dass Frau Mortler, anstatt das große Potenzial der EZigarette anzuerkennen, nun zu verhindern versucht, dass erwachsene Raucher über das alternative Produkt und seine Chancen informiert werden dürfen. Es muss weiter möglich bleiben, Werbung für ein potenziell lebensrettendes Produkt zu betreiben und aufklären zu können.“

Auf den Vorwurf angesprochen, Werbung würde Jugendliche zum Konsum von EZigaretten verführen und sie sogar zu Tabakrauchern machen entgegnet Michal Dobrajc: „Die Mitgliedsunternehmen des VdeH haben sich schon 2011 dazu verpflichtet, keine Werbung zu betreiben, die sich implizit oder explizit an Jugendliche richtet. Der regelmäßige Konsum von E-Zigaretten durch Kinder und Jugendliche ist – trotz erlaubter Werbung – mit 3 Prozent äußerst gering. EZigaretten sind ein Produkt für erwachsene Raucher, eine Abgabe an Minderjährige zudem gesetzlich untersagt, was wir ausdrücklich unterstützen und wozu sich unsere Mitgliedsunternehmen von Anfang an selbst verpflichtet haben. Des Weiteren hat der VdeH in Kooperation mit dem DZV Anfang diesen Jahres ein eLearningtool entwickelt und veröffentlicht, dass Händlern mit stationären Ladengeschäften und deren Mitarbeiter für das Thema Jugendschutz sensibilisiert und für die Einhaltung der geltenden Gesetze schult (www.jugendschutzhandel.de).

Auch die Sorge, dass Jugendliche durch die E-Zigarette zu Tabakrauchern werden, ist empirisch nicht haltbar. Die Raucherquoten junger Menschen sinken erfreulicherweise kontinuierlich, wie es zuletzt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung festgestellt hatte. Dies gilt auch und insbesondere nach der Markteinführung der E-Zigarette.“

 


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.