Elegante Akkuträger – einem geschenkten Gaul ins Maul geschaut

elegant_titelOb die 3 Akkuträger, die ich vor kurzem bekommen habe, wirklich elegant aussehen oder nur so heißen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Hersteller aus China trägt jedenfalls den Namen Elegant-Cig und dieser hat mich vor kurzem angeschrieben und gefragt, ob ich vielleicht Interesse hätte ein paar ihrer Akkuträger zu testen. Klar, immer her damit! Einem geschenkten Gaul, … usw.

Nur ein paar Tage später (Express Lieferung, wow!) kam schon ein Paket aus China an, in dem sich drei Akkuträger mit den aussagekräftigen Namen E1000, E2000 und E3000 befanden, nebst Zubehör wie Ladegerät, USB Adaptern, Akku und englischen Kurz-Anleitungen.

Da ich die Sachen geschenkt bekommen habe, muss ich sie jetzt natürlich über alle Maßen lobpreisen und weiterempfehlen, richtig? Falsch – was nun folgt ist meine ehrliche Meinung, aber lest selbst:

 

Elegant E3000

Ausgelegt ist dieser Akkuträger für 26650er Akkus, und laut Anzeige schafft er bis zu 50Watt. Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, ob 50 Watt bei einem geregelten Akkuträger sinnvoll oder nicht sind. Klar ist nur, dass die Angabe einer möglichst hohen Leistung inzwischen zu einer Art Marketing Instrument geworden ist, und sich die Hersteller anscheinend gerne gegenseitig mit immer höheren Leistungen überbieten. Akkuträger mit 50 W gehören delegant_e3000_titela ja schon eher ins Mittelfeld.

Zurück zum E3000. Kommen wir erstmal zum Äußerlichen. Die Form ist zugegeben etwas ungewöhnlich. Der Durchmesser der Akkuhülse beträgt 29,5mm. An der Stelle an der das Display sitzt, befindet sich eine Wölbung und der Durchmesser steigt hier auf stolze 34 mm an. Aber ich muss auch zugeben, dass diese Wölbung auf Fotos eigentlich schlimmer aussieht als sie tatsächlich ist. Der Akkuträger liegt unerwartet gut in der Hand und sobald man ihn in der Hand hält, fällt auch die Wölbung kaum noch auf. Das Display erinnert mich etwas an die „gute“ alte eVic, und wirkt etwas überladen, doch dazu später mehr im Detail.

Der Mod besteht aus hochglanzpoliertem Edelstahl  und hat ein Gewicht von 338 g (ohne Akku). Er ist also nicht gerade ein Leichtgewicht, aber die Oberfläche ist wirklich gut gelungen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Teilen sind kaum zu spüren, alle Kanten sind ordentlich abgerundet und die polierte Oberfläche ist makellos.

elegant_e3000_tubeDie Top Cap und die Akkuhülse sind mit der Taster/Display- Einheit verpresst, lassen sich also nicht lösen. Somit ist der Akkudeckel das einzige abnehmbare Teil mit Gewinde. Das Gewinde an dieser Stelle hat zwar keine Grate und ist für einen China-Mod erstaunlich sauber (hab da schon viel schlimmere gehabt), allerdings hat das Gewinde sehr viel Spiel beim Aufschrauben. Sobald es komplett aufgeschraubt ist, sitzt es jedoch passgenau da wo es hingehört. Das gleiche gilt für den 510er Anschluss in der Top Cap. Schraubt man hier einen Verdampfer auf, hat man das Gefühl, dass das Gewinde einen Hauch zu groß ist und der Verdampfer leicht hin und her wackelt. Ok, sobald der Verdampfer plan aufsitzt, wackelt auch hier nichts mehr, aber in wie weit sich die ungenauen Gewinde negativ auf die Übergangswiderstände und generell die Haltbarkeit auswirken, möchte ich lieber nicht wissen.

Zu erwähnen ist noch, dass der 510er auch einen eGo Anschluss besitzt, so dass man theoretisch auch einen Verdampfer wie den EVOD BCC aufschrauben könnte. Allerdings rate ich da alleine schon aus ästhetischen Gründen von ab (hab’s getestet, sieht wirklich sch… aus).

Das OLED Display ist 12x15mm groß, sitzt passgenau in der Aussparung und bietet viele Informationen. In wie weit diese sinnvoll, notwendig oder auch überflüssig sind, sollte jeder für sich selbst beurteilen, denn da gehen die Geschmäcker durchaus gerne mal auseinander.

Angezeigt werden:

  • Uhrzeit/Datum und Wochentag (wobei sich der Wochentag aus dem Datum berechnet).
  • Anzahl der Züge (Puffs)
  • Leistung bzw. Spannung
  • Restliche Akkuspannung in fünf Balken und in Prozenten
  • Widerstand des Verdampfers
  • Zugbegrenzung in Sekunden

elegant_e3000_display

Unter dem Display befindet sich ein einziger Taster, der wiederum sehr gut gelungen ist. Da klappert nichts und der Druckpunkt ist angenehm und präzise. Statt einer + und – Taste verfügt der Mod über einen „Gravity Sensor“, funktioniert also über eine Bewegungserkennung. Während man sich in der „Hauptansicht“ befindet, hat dieser Sensor keine Funktion, man muss also zuerst mit 3x Klicken ins Menü. Neigt man nun den Mod nach links, wird heruntergeregelt, bzw. im Menü nach oben geblättert. Entsprechend bedeutet eine Neigung nach rechts das Erhöhen der Spannung/Leistung, bzw. ein Blättern nach unten im Menü.

Die Feuertaste bewirkt dann entweder die Auswahl des Menüpunktes oder eben das Befeuern des Verdampfers. Eine stärkere Neigung veranlasst hierbei auch ein schnelleres Blättern. Ist zwar mein erster Mod mit dieser Technik, aber ich denke mal die anderen Mods mit „Gravity Sensor“ funktionieren ähnlich.

elegant_e3000_Taster2

elegant_e3000_menu

Es hat eine Weile gedauert bis ich mich an die Bedienung über den Bewegungs-Sensor gewöhnt hatte, allerdings finde ich sie inzwischen gar nicht mehr so übel wie am Anfang. Das Navigieren in den Menüs ist zwar etwas knifflig  und man sollte sich dabei nicht im Spiegel beobachten, allerdings stellt man ja auch nicht permanent das Datum oder andere Werte ein.

Das Menü an sich ist komplett englisch, und einige Bezeichnungen wirken etwas seltsam. Unter dem Menüpunkt „Auto adj.“ befindet sich z.B. die Möglichkeit die Leistung/Spannung zu ändern. Die Einstellung der maximalen Zuglänge nennt sich „Puff info/time“.

elegant_e3000_topcapDer Pluspol ist starr und nicht verstellbar, er bewegt sich allenfalls minimal im Isolator. Auf der Top Cap befinden sich 4 Einkerbungen, die eine Luftzufuhr zum 510er Anschluss ermöglichen, für Verdampfer die ihre Luft über das Gewinde beziehen. Ehrlich gesagt halte ich persönlich dieses Feature für überholt, bringen doch die meisten hochwertigen Verdampfer und inzwischen auch schon viele Fertigverdampfer ihre eigene Luftzugskontrolle (AFC) über ein seitliches Luftloch mit. Aber auf der anderen Seite kann es ja nicht Schaden sich diese Option offen zu halten.

Ich habe verschiedene 26650er Akkus ausprobiert, alle hatten genügend Platz in der Akkuhülse. Durch den gefederten Minuspol im Akkudeckel wird dafür gesorgt, dass der Akku ohne zu wackeln und ohne zu klappern in der Hülse gehalten wird. Anders als beispielsweise bei einer Vamo, in der an dieser Stelle nur eine mehr oder weniger gute Feder sitzt, ist hier ein gefederter, massiver Pin vorhanden. Ähnlich wie bei Akkuträgern von Innokin.

Hier befindet sich aber auch der größte Kritikpunkt, den ich an diesem Akkuträger auszusetzen habe. Während man auf der Unterseite des Akkudeckels ganz klar ein Entgasungsloch sieht, findet man im Inneren des Akkudeckels nur einen gewaltigen Isolator der den Akkuboden komplett abdichtet. Ich habe versucht hindurchzupusten, in der Hoffnung, dass der Isolator in irgendeiner Form etwas Luft hindurch lässt, aber keine Chance. Der Deckel ist dicht. Sollte also der Akku aus irgendeinem Grund einmal Ausgasen, gibt es keine Möglichkeit, dass der Druck entweichen kann. Das Entgasungsloch ist nur vorgetäuscht und ohne Funktion.

elegant_e3000_akkudeckel_A elegant_e3000_akkudeckel_B

 

Dass sowas für einen Akkuträger ein K.O. Kriterium ist, brauche ich wahrscheinlich keinem mehr zu erklären. Für mich jedenfalls ist es unverständlich, warum bei einem Akkuträger (der ansonsten durchaus interessant scheint) so ein Fehler gemacht wird, und kein vernünftiges Entgasungsloch vorhanden ist. Man kann natürlich ein paar Löcher in den Isolator bohren, und somit einen Durchgang zu dem Entgasungsloch im Boden schaffen, aber ich erwarte eigentlich einen Akkuträger, den ich direkt verwenden kann und nicht erst bearbeiten muss.

Was gibt es noch zu diesem Akkuträger zu sagen? Nun, ich fand es interessant, dass man die maximale Zuglänge einstellen kann. Dabei kann man zwischen 8, 10 und 15 Sekunden wählen. Das sollte reichen um die Lungen ausgiebig zu füllen. Auch wenn es mein erster Mod ist, bei dem sich dieser Wert verändern lässt, so ist dies wohl keine Besonderheit mehr, da dieses Feature inzwischen wohl auch andere Akkuträger bieten.

elegant_e3000_fireBeim Feuern schaltet das Display um in eine Anzeige der Zugdauer, wenn man also z.B. genau 4,3 Sekunden lang ziehen möchte, sollte man während des Dampfens auf das Display achten und im richtigen Moment den Feuerknopf loslassen. Nach dem Feuern auf die Anzeige zu blicken, um zu sehen wie lange man gezogen hat, ist dabei allerdings nicht möglich, denn die Anzeige springt sofort wieder auf die andere Ansicht zurück. Nicht, dass ich sowas brauchen würde, aber wozu sonst sollte die Anzeige gut sein?

 

Verdampfer mit einer Wicklung von ca. 0,3 Ohm werden zwar befeuert. Allerdings scheint die untere Grenze irgendwo zwischen 0,3 und 0,4 zu liegen, da ich auch einige Verdampfer hatte bei denen eine Wicklung von 0,3 Ohm als Kurzschluss angezeigt wurde.

Die eingestellten Werte bleiben beim Akkuwechsel erhalten, bis auf … tja, bis auf das Datum und die Uhrzeit. Allerdings muss man sich dabei für einen Akkuwechsel über 90 Sekunden Zeit lassen. Wechselt man den Akku in einer normalen Zeit, bleiben sämtliche Werte gespeichert. Warum aber ausgerechnet das Datum und die Uhrzeit gelöscht werden und alle anderen Werte (Anzahl Puffs, Zugbegrenzung, eingestellte Leistung/Spannung) erhalten bleiben, ist mir dennoch unverständlich.

Ob und wann nun wirklich 50 Watt beim Verdampfer ankommen, kann ich nicht beurteilen. Messreihen wie ein Mountainprophet kann ich nicht bieten (obwohl mich das sehr reizen würde), da ich schlicht nicht das notwendige Equipment für solche Messungen besitze. In Anbetracht des fehlenden Entgasungslochs ist mir das aber auch erstmal alles egal. Schade, denn der Rest des Akkuträgers wäre eigentlich ganz interessant. Sicher kein Luxus Gerät mit perfekter Verarbeitung, aber dennoch halbwegs brauchbar. Aber so …

Fazit: Der E3000 sollte, so wie er momentan ist, nicht in den Handel gelangen. Das hab ich übrigens auch dem Hersteller geschrieben, allerdings bislang noch keine Antwort bekommen.

Technische Daten – E3000

  • Akkus: 26650er
  • Spannung: 3 – 8 Volt / 0,1 Volt Schritte
  • Leistung: 3 – 50 Watt / 1 Watt Schritte
  • Durchmesser: 29,5mm
  • Durchmesser Max: 34,0mm
  • Länge: 144mm
  • Gewicht: 338g

Kommen wir also zum nächsten Kandidaten …


 

Elegant E2000

elegant_e2000_titelOptisch erinnerte mich dieser für 18650er Akkus ausgelegte Mod, an eine Vamo. Auffällig sind hier jedoch die Zierringe und der Akkudeckel, die etwas breiter als die Akkuhülse und die Taster-Einheit sind. Auch bei diesem Mod ist lediglich der Akkudeckel abnehmbar. Alle anderen Teile sind hier ebenfalls miteinander verpresst.

Die Oberfläche ist beim E2000 ebenfalls aus Edelstahl, allerdings in einer eher gebürsteten, matten Oberfläche. Mit 140 g (ohne Akku), liegt dieser Mod auch vom Gewicht her im Bereich einer Vamo.

Mit einem Durchmesser von 22mm liegt man im gängigen Bereich. An den Zierringen steigt der Durchmesser auf 23mm an. Der gesamt Mod hat eine Länge von 145mm und ist damit ein kleines Stück länger als ein Vamo V1.

Die 3 verchromten Tasten, klappern leider wie eine Babyrassel und stehen fast 3mm aus dem Gehäuse hervor. Sowas geht zwar eigentlich besser, aber ich will da mal großzügig drüber hinwegschauen.

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Die Top Cap hat 6 Luftrillen. Ein kompletter eGo Anschluss ist auch vorhanden. Das Gewinde hat, wie nicht anders zu erwarten, sehr viel Spiel. Das gilt sowohl für den Akkudeckel als auch für den 510er Anschluss. Wie schon beim E3000 ist dies nach dem vollständigen Aufschrauben aber erstmal kein Thema mehr, denn dann sitzt alles mittig und wackelt nicht mehr. Ein Merkmal für gute Qualität ist es trotzdem nicht.

elegant_e2000_topcapDas LED-Display ist 14×8 mm groß und sitzt sehr genau in der Aussparung. Hier hat man sich weitaus mehr Mühe gegeben als bei den Tasten.

Auch bei diesem Mod ist das Entlüftungsloch im Akkudeckel eine Mogelpackung. Durch den großflächigen und luftundurchlässigen Isolator im Akkudeckel wird der Akku luftdicht verpackt und kann im Falle des Ausgasens zur Gefahr werden. Bei fast jedem Akkuträger den man in den üblichen China Shops findet, ist ein vernünftiges Entgasungsloch vorhanden. Bis zu Elegant-Cig hat sich das aber wohl noch nicht herumgesprochen.

Eigentlich sollte man jetzt überhaupt nicht mehr weitertesten, ich hab’s trotzdem gemacht …

 

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Kommen wir mal zur Anzeige bzw. zum Menü.

Der Akkustand wird im Display mit einem großen Symbol dargestellt, will man es genauer wissen, klickt man 3 Sekunden auf die “Minus”-Taste. Im Display wird dann die restliche Akkuspannung in Volt angezeigt.

Drückt man hingegen 3 Sekunden lang auf die Plustaste erscheint „M-25W“. Möglicherweise eine Typen-Bezeichnung.

Durch das gleichzeitige Drücken der Plus und Minus Tasten gelangt man ins Menü mit den folgenden Punkten:

Menü E2000

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display_puffsdisplay_resistance display_amperedisplay_time

Das „Lustige“ bei dieser Menüstruktur und den einzelnen Punkten: Sie weicht komplett von der englischen Mini-Anleitung ab. Die meisten Punkte werden in der Anleitung mit keiner Silbe erwähnt, bzw. befinden sich an anderer Stelle. Dafür wird allerdings in der Anleitung noch von der Möglichkeit gesprochen zwischen Watt und Volt, sowie zwischen RMS und Mean zu wählen. Dies ist jedoch überhaupt nicht möglich.

Eine weitere Diskrepanz besteht in der Angabe der maximalen Leistung. Während die Anleitung von 3,0 – 15,0 Watt, bzw. 3,0 – 6,0 Volt spricht, lässt sich der Mod tatsächlich von 3,0 – 25,0 Watt regeln (0,5 Watt Schritte), eine Einstellung über die Spannung ist hingegen nicht vorgesehen. Des Weiteren steht in der Anleitung, dass Verdampfer erst ab einem Widerstand von 1,2 Ohm befeuert werden können. Mit meinem auf 0,4 Ohm gewickeltem Tröpfler gab es allerdings keine Probleme. Erst bei 0,3 Ohm wird ein Kurzschluss angezeigt.

Ebenso wird ein Ampere-Limit von 4A angegeben. Ich konnte allerdings meinen Tröpfler (0,4 Ohm) mit 25 Watt befeuern. Im Display wurde mir dazu eine Stromstärke von 7,7 Ampere angezeigt und es hat ordentlich gebrutzelt. Das sind natürlich keine vernünftigen Messmethoden, und um verlässliche Aussagen treffen zu können müsste ich ganz anders testen, mit entsprechendem Equipment, welches ich nicht habe. Meine amateurhaften Tests reichen mir allerdings um zu erkennen, dass die beigelegte Anleitung überhaupt nicht zu der verbauten Elektronik passt, was generell schon mal kein gutes Licht auf den Mod wirft.

Die Einstellungen bleiben übrigens auch nach einem Akkuwechsel erhalten.

Ein meiner Meinung nach absolut überflüssiges Feature ist es, die Zugzeit automatisch festzulegen. Dabei wird beim Anklicken des Feuerknopfes, zwischen 5 und 30 Sekunden lang, Dauerfeuer gegeben und man inhaliert dann solange, bis die Zugdauer abgelaufen ist. Man muss nun zwar nicht mehr mehrere Sekunden lang den Knopf gedrückt halten, aber ehrlich gesagt hab ich das nie als ein Problem angesehen. Meine „Züge“ sind alle unterschiedlich lang. Mal ziehe ich kurz, mal ziehe ich lang, aber ich ziehe nicht jedes Mal genau so lang wie ich es zuvor eingestellt habe. Aber selbst wenn ich dieses Feature als überflüssig ansehe, vielleicht findet es ja doch jemand interessant.

Mit im Lieferumfang enthalten sind auch ein USB-Adapter und ein USB-Kabel. Diesen Adapter kennen sicherlich einige schon, man schraubt ihn statt eines Verdampfers auf, und kann dann den Akkuträger als Mobile Ladestation fürs Handy benutzen. Dampfen kann man dann natürlich nicht mehr während das Handy geladen wird.

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Das Laden eines Handys über die „Mobile“ Funktion habe ich jedoch nicht getestet, da mir das mit einem solchen Teil zu heikel gewesen wäre.

Fazit: Der Funktionsumfang ist mehr als ausreichend, ob die angezeigten Werte wirklich ausgegeben werden sei mal dahin gestellt. Die Verarbeitung ist nicht besonders, aber noch in einem akzeptablen Rahmen. Für mich ist das fehlende Entgasungsloch der Hauptgrund weshalb dieser Akkuträger ebenfalls durchfällt, auch wenn man hier mit einem Bohrer relativ einfach Abhilfe schaffen könnte.

Technische Daten – E2000

  • Akkus: 18650er
  • Leistung: 3 – 25 Watt / 0,5 Watt Schritte
  • Durchmesser: 22,0mm
  • Durchmesser Max: 23,0mm
  • Länge: 140mm
  • Gewicht: 145g

Nachdem dieser Akkuträger nun also auch in die Bastelkiste gewandert ist, komme ich nun zum letzten aus dem Trio, dem E1000.

 


 

Elegant E1000

elegant_e1000_titelDer E1000 ist ein rein mechanischer Akkuträger für 18350er Akkus. Gefertigt ist er komplett aus massivem Edelstahl, wodurch er für seine Größe von 77mm recht schwer ist (423 g).

Die Form ist … naja, ein Ei. Anders kann ich es nicht beschreiben. Wäre das Teil weiß, würde wohl ziemlich große Verwechslungsgefahr herrschen. An der breitesten Stelle beträgt der Durchmesser stolze 44,5mm, und oben an dem 510er Anschluss immer noch satte 26mm. Aber obwohl der E1000 auf den ersten Blick etwas seltsam aussieht, liegt auch dieser Mod sehr gut in der Hand.

 

 

 

Hier erst einmal die Einzelteile:

elegant_e1000_einzelteile

Im Inneren befindet sich eine Kunststoffhülse mit einer Wandstärke von 5mm. In der Top Cap befindet sich eine zweigeteilte Schraube, durch die man den Pluspol im 510er verstellen, sowie den Pluspol Kontakt zum Akku justieren kann.

elegant_e1000_tubeelegant_e1000_topcap

Die Oberfläche ist etwas glatter als beim E2000, aber nicht poliert. Der Verdampfer-Anschluss ist sowohl mit einem 510er als auch einem eGo Anschluss ausgestattet.

Der Taster besteht aus 3 Teilen und einer Feder. Er hat einen relativ langen Weg, feuert aber ansonsten zuverlässig. Da der Taster komplett im Akkuträger versenkt ist, benötigt er auch keinen Sperr-Ring.

elegant_e1000_taster1elegant_e1000_taster2

Auch dieser Mod hat Gewinde die nicht unter die Kategorie „passgenau“ fallen, wobei man als positiv werten kann, dass sie sauber und ohne Grate sind. Um den Akku einzulegen schraubt man die Top Cap ab. Problematisch ist auch hier, dass es keinerlei Entgasungslöcher gibt. Weder in der Top Cap noch im Taster. Hier kann man auch nicht einfach ein Loch bohren, womit dieser Mod sich in die Reihe der nicht nutzbaren Akkuträger einreiht.

Mit dabei ist übrigens ein „No Name“ 18350 Akku sowie ein nicht sehr vertrauenswürdig wirkendes Ladegerät mit US-Stecker. Weder das Ladegerät noch den Akku habe ich verwendet, sondern einen geschützten 18350er Akku von „Keeppower“, denn wenn man die kleinere (innere) Schraube des Pluspols weglässt, passt hier auch recht gut ein geschützter Akku hinein.

Diesen Akkuträger mit einem ungeschützten Akku zu betreiben, ist in Anbetracht der fehlenden Entlüftung etwas gewagt und selbst bei einem geschützten Akku habe ich immer noch ein ungutes Gefühl.

Fazit: Drei Versuche und drei Mal durchgefallen … somit war die Ernüchterung doch ziemlich groß. Es bewahrheitet sich einmal mehr: Einem geschenkten Gaul sollte man doch ins Maul schauen, auch (oder vielleicht ganz besonders dann) wenn es ein „eleganter“ Gaul ist.

Technische Daten – E1000

  • Akkus: 18350er
  • Durchmesser: 26,0mm
  • Durchmesser Max: 44,5mm
  • Länge: 77mm
  • Gewicht: 423g

 

http://www.elegant-cig.com/

Ich habe mehrere deutsche Shops nach diesen Akkuträgern abgesucht, aber noch keinen gefunden der sie im Angebot hat. Daher habe ich auch keinerlei Preisvorstellung oder Link.

Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.

1 Kommentar zu "Elegante Akkuträger – einem geschenkten Gaul ins Maul geschaut"

  1. frank steuerer | 28. Oktober 2014 um 16:53 |

    der erste würde mir auch gefallen, aber der wird bestimmt weit über 100,- euronen kosten ,

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