ENERGY VAP – ÈTIQUETÈ EN FRANCE

Energy Vap

ENERGY VAP

ÈTIQUETÈ EN FRANCE

In der April Ausgabe 2017 haben wir in Zusammenarbeit mit Mooch schon einmal einen Akku von Energy VAP näher beleuchtet. Die eigentlich mit 3000 mAh und 20A CDC / 35A Puls angegebenen Zellen entpuppten sich damals als kleine Mogelpackung. Der anfänglich rege Kontakt mit dem Hersteller verstummte nach der Konfrontation mit den Messergebnissen schlagartig.

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Energy VAP auf der Hall of Vape 2018

Auf der Hall of Vape 2018 trafen wir die beiden Franzosen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Akkus explizit für Dampfer zu vertreiben, wieder und bekamen ein neues Testmuster zur Verfügung gestellt. Erneut handelt es sich um einen 18650 Akku mit 3000 mAh und 20A bzw. 35A, wobei letztere Angabe wie bei allen Herstellern ohne Wert ist, da kein Pulstest definiert wurde.

Wir haben getestet wie sich die neuen Zellen gegen etablierte Marken schlagen und was tatsächlich unter dem schicken blauen Schrumpfschlauch steckt.

Energy VapAkkus für Dampfer

Positiv hervorzuheben ist der im Vergleich zu den typischen Industriezellen von Samsung, Sony und Co. sehr beständige Schrumpfschlauch. Auch, dass jeder Akku in einem Silikon Sleeve, der als Schutz dient, ausgeliefert wird, ist Energy VAP hoch anzurechnen. Zwar schützen die Hüllen nur bedingt vor Sturzschäden, ein Kurzschluss kann so aber ausgeschlossen werden. Die klare Kennzeichnung des Plus- und Minuspols sind ein weiterer positiver Aspekt.

Energy VapIm Kleingedruckten der Verpackung versteckt sich noch eine kleine Warnung, die sich an die mechanischen Dampfer richtet und eine Nutzung von Widerständen unter 0,20Ω verbietet, was bei theoretischen 4,20V – 21A ergibt. Sogar eine kleine Erklärung, inkl. U=R*I Beispiel, ist aufgeführt. Ob diese tatsächlich gelesen wird, sei einmal dahingestellt. Darauf hinzuweisen ist jedoch nicht nur im Interesse von Energy VAP, sondern gehört auf jede Packung von Hochleistungsakkus und ist positiv hervorzuheben.

Energy VapEine beliebte Methode bei einigen Chinesischen Akkuherstellern ist es, die Zellen zu labeln mit dem was gerade verfügbar ist. So werden die Lieferketten stabil und günstig gehalten. Ob man bei den Zellen von Energy VAP auch diesen Weg geht, kann ohne weitere Nachtests über einen längeren Zeitraum nicht beurteilt werden. Der Verdacht drängt sich aber auf, da die Eckdaten der aktuellen Zelle identisch zu dem im April 2017 getesteten Akku, das Ergebnis aber ein ganz anderes ist.

Energy VAP 20A/35A (Blau)

Zusammengefasst könnte man sagen, dass es sich bei diesem Akku um eine der besten 18650 Zellen in der 3000mAh Klasse handelt, die bisher diesen Test absolviert hat. Der Kurvenverlauf und die Plusstege verraten, dass sich unter dem Energy VAP Schrumpfschlauch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sehr gute Sony VTC6 Zelle versteckt. Mit einer Kapazität von 2947mAh (Cutoff 2,75V) leistet die Energy VAP nochmal 40mAh mehr, als die VTC6 aus dem letzten Test und erhitzt sich ähnlich stark, wenn man das Delta, welches durch die höhere Raumtemperatur zustande kommt, abzieht. Wie bei der VTC6 resultiert dies in einem CDR Rating von 18A – 19A mit der Tendenz hin zu 18A auf Grund der leicht höheren Temperatur, die aber eher durch die wenige Sekunden längere Laufzeit zustande kommt.

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Auch beim RMR Test macht die Zelle eine gute Figur. Sie meistert die 90W mit 73% nutzbarer Nennkapazität bei unter 60°C. Wegen des minimal zu hohen Voltage Drops am Anfang auf unter 3,50V resultiert daraus ein 85W Rating.

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Akkuvergleich

Im Vergleich kann man klar sehen, dass es sich bei der Energy VAP Zelle mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Sony VTC6 handelt, mit minimal höherer Spannungslage. Letzteres dürfte, sowohl durch die etwas höhere Raumtemperatur, als auch an einer etwas optimierten Fertigung seitens Sony im Laufe der Zeit liegen. Betrachtet man den Bereich um 3,20V, kann man sehen, dass Sony, und somit auch Energy VAP, sowie Samsung sehr dicht beieinander liegen, während LG seit Ende letzten Jahres deutlich zurückfällt.

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Fazit

Energy VapEin wenig undurchsichtig ist die Sache mit Energy VAP schon. Die uns zur Verfügung gestellte Zelle ist laut Webseite gar nicht existent und allgemein sind keinerlei Informationen zu finden, weder auf besagter Webseite, noch in den sozialen Medien. Lässt man das außen vor und geht davon aus, dass konsequent immer dieselben Zellen gelabelt werden, sind die blauen Energy VAP uneingeschränkt zu empfehlen.

Was allerdings dagegen spricht, ist der sehr hohe Preis und die schlechte Verfügbarkeit. Eine klare Empfehlung auszusprechen fällt daher schwer. Man sollte erwarten können, dass ein Hersteller zumindest die wichtigsten Informationen Online zur Verfügung stellt und nicht irgendetwas in irgendeiner Farbe nach Lust und Laune auf den Markt schmeißt und den Zellen noch nicht einmal einen Namen gibt.

Den kompletten Artikel mit vielen Infos zur Zelle von Energy VAP sowie ausführlichen Informationen zum Testaufbau und den verwendeten Messgeräten findet ihr in Ausgabe 53 vom DAMPFERmagazin.


Außerdem haben wir in Ausgabe 53 folgende Themen für euch:

 

Ausgabe #53
DIE HAUPTSTADT DAMPFT
InterSteam Berlin 2018
MESSEBERICHT
PureVape München
USONICIG RHYTHM KIT
Die Ultraschall-Dampfe im Test
ENERGY VAP
Ètiquetè en France
MESSEBERICHTE
Vapitaly Verona und Vapecon Biel
MOVAPE
Squonker-Box aus Deutschland
JUSTFOG MINIFIT
Pod-System zum Nachfüllen
INNOKIN LIFTBOX
Squonken aus Leidenschaft
WISMEC REULEAUX RX2 21700 KIT
Der Nachzügler für 21700 Akkus
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Über den Autor

Matthias Hoppe
Matthias Hoppe
Hallo zusammen! Mein Name ist Matthias Hoppe und gehöre seit Januar 2017 zur Dampfergemeinde. Im Gegensatz zu den meisten möchte ich jedoch meine Zigaretten trotz des Dampfens nicht missen, auch wenn es meistens nur noch 2-3 Stück sind. Diese rauche ich dann allerdings mit Genuss, vor allem vor dem Hintergrund das ich vorher auch gerne mal, je nach Lebensabschnitt, 1 -2 Schachteln am Tag geraucht habe. Obwohl ich erst seit Kurzem in der Szene unterwegs hat sich das Ganze doch schnell zu einem Hobby gewandelt. Das rumprobieren und „basteln“ mit verschiedenen Coils, Liquids und Verdampfern macht für mich einen Teil des Reizes aus, abgesehen davon das es natürlich schmeckt und Befriedigung verschafft. Im Gegensatz zu dem, gefühlt größten Teil der Community, bevorzuge ich allerdings das klassische MTL dampfen und greife nur gelegentlich zu offeneren Geräten. Daraus resultiert auch mein Hang zu kompakten 1-Akku Trägern und verhältnismäßig niedrigen Leistungsbereichen. Sicher werde ich euch hier ein paar entsprechende Geräte aus dem Bereich vorstellen und meine eigenen Anfängerfragen und Ungewissheiten neu aufrollen.