Forsa-Umfrage offenbart falsches Meinungsbild

Meinungsbild

Forsa-Umfrage offenbart ein falsches Meinungsbild in großen Teilen der Öffentlichkeit

Im November 2017 hat das renomierte Meinungsforschungsinstitut Forsa eine repräsentative Umfrage im Auftrag des VdeH durchgeführt. Dabei wurden über 1014 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren nach ihrer Meinung zum Thema E-Zigarette befragt. Über die Hälte der Befragten, genauer gesagt 54 Prozent, gaben dabei an, dass sie die tabaklose E-Zigaretten für mindestens genau so schädlich halten wie Tabakzigaretten. Ein fatales Meinungsbild.

Eine Online-Broschüre zur Umfrage wurde vom VdeH veröffentlicht, diese kann kostenlos hier als PDF heruntergeladen werden: Download

Bei einer ähnlichen Umfrage 2016, waren es 56 Prozent der Befragten, die eine solche Einschätzung hatten. Das Meinungsbild hat sich also kaum gewandelt. Kein Wunder also, dass man als Dampfer auf der Strasse oftmals schräg angesehen wird, wenn man an seiner Dampfe zieht.

Deutschland hinkt hinterher

Der VdeH spricht in seiner Pressemitteilung von 1,5 Millionen erwachsenen Raucher, die in Deutschland von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette umgestiegen sind. An anderer Stelle hört man Zahlen von bis zu 3 Millionen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Sicher ist allerdings, dass sie es alle geschafft haben, mit Hilfe der E-Zigarette auf eine wesentlich weniger schädliche Alternative umzusteigen, und damit die gesundheitlichen Risiken des Rauchens zu reduzieren.

Von einer Reduzierung der Schädlichkeit um 95 Prozent gegenüber herkömmlichen Zigaretten sprechen  beispielsweise die Experten von Public Health England. Während man in Großbritannien, auch in der öffentlichen Wahrnehmung, schon einen Schritt weiter ist, glaubt in Deutschland der Großteil der Erwachsenen, dass die tabaklose E-Zigaretten genauso schädlich oder sogar schädlicher ist, als herkömmliche Tabakzigaretten.

Verbraucher wünschen sich mehr Informationen

Ein  Grund für das bestehende Meinungsbild sind offenbar fehlende oder falsche Informationen. 80 Prozent der Befragten geben an, dass sie die E-Zigarette aus Medienberichten kennen. Doch 58 Prozent aller Befragten hätten gerne mehr Informationen über die Auswirkungen auf die Gesundheit durch den Konsum von tabaklosen E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten und die damit verbundenen Chancen. Das gibt Anlass zur Hoffnung, denn wenn das Interesse erst einmal geweckt ist, ist auch die Tür offen für eine fundierte Beratung mit Informationen die auf Studien basieren und nicht auf ideologisch geprägten Falschmeldungen.

Meinungsbild - VdeH Umfrage

Quelle: Online-Broschüre des VdeH

In der Vergangenheit wurde in Deutschland sehr einseitig über die E-Zigarette berichtet. Es war viel von giftigen Substanzen und spekulativen Langzeitfolgen die Rede – aber dem deutlich geringeren Gesundheitsrisiko wurde bislang kaum Beachtung geschenkt. Dabei schneidet die E-Zigarette im Vergleich mit Tabakprodukten in Sachen Schadstoffe um Längen besser ab“, so Dac Sprengel, Vorsitzender des VdeH.

Wissenschaftliche Erkenntnisse noch nicht durchgedrungen

Die Zahl der Studien, die die tabaklosen E-Zigaretten als bessere Alternative zu Tabakzigaretten bewerten, ist umfangreich, doch in Deutschland noch nicht zu den Verbrauchern durchgedrungen. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass tabaklose E-Zigaretten 95 Prozent weniger schädlich sind als Tabakzigaretten, halten 84 Prozent der Befragten für weniger oder überhaupt nicht glaubwürdig. „Großbritannien nimmt hier eine absolute Vorreiterrolle ein. In der britischen Wissenschaft herrscht über die E-Zigarette als Chance längst Konsens – Deutschland hingegen hinkt hinterher. Wenn Ärzte, Wissenschaftler und Politiker den vorhandenen Studien misstrauen, dann ist es höchste Zeit, eigene Studien durchzuführen“, so Sprengel.

Meinungsbild - VdeH Umfrage

Quelle: Online-Broschüre des VdeH

Bekanntheitsgrad der E-Zigarette steigt

Während 2016 noch knapp 28 Prozent der Befragten keine Meinung zur tabaklosen E-Zigarette hatten, oder das Produkt überhaupt nicht kannten, ist dieser Wert inzwischen auf 5 Prozent gesunken. Es ist positiv, dass mehr und mehr Menschen mit dem Begriff „E-Zigarette“ etwas anfangen können und sich informiert haben. Negativ ist jedoch, dass es sich dabei überwiegend um Fehlinformationen handelt.

Deutsche vertrauen Fachleuten

Warum aber setzen sich soviele falschen Informationen in den Köpfen der Bürger fest? Warum dieses falsche Meinungsbild? Das liegt zum großen Teil daran, wie und von wem sie informiert werden. Mit 81 Prozent hält die überwiegende Mehrheit der Befragten Lungenfachärzte für glaubwürdig, wenn es um die Bewertung der Chancen und Risiken von E-Zigaretten geht. Wissenschaftler an Universitäten und Forschungseinrichtungen belegen mit 69 Prozent Platz zwei, gefolgt von Verbraucherverbänden mit 60 und Allgemeinmedizinern mit 51 Prozent.

Nun ist es eigentlich erfreulich, dass sich der mündige Bürger gerne aus seriösen Quellen informieren möchte und sich auf die Einschätzungen von Experten verlässt. Das Problem dabei ist nur, dass es in der Vergangenheit einige dieser „Experten“ gab, die gezielte Fehlinformationen gestreut und verbreitet haben. Sie haben dieses Meinungsbild geprägt und sind dafür verantwortlich.

Experten, die keine Experten sind

So äußerte sich der Lungenfacharzt Prof. Dr. Robert Loddenkemper in Interviews beispielsweise mit solchen Fehlinformationen wie „E-Zigaretten werden in manchen Ländern wie Großbritannien als harmlose Aussteigerhilfe für Raucher geradezu angepriesen, dabei sind akute gesundheitliche Auswirkungen vielfach nachgewiesen“ (Formaldehyd in E-Zigaretten: Echte Gefahr oder bloß heiße Luft? – Medscape – 6. Feb 2015)

Auch die ehemalige Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, Frau Dr. Pötschke-Langer, hat mit ihre gezielten Falschmeldungen jahrelang maßgeblich dazu beigetragen, dass Bürger und auch Politiker vollkommen an der Nase herum geführt wurden, und nun den ganzen Blödsinn als gegebene Tatsache verinnerlicht haben.

Glücklicherweise gibt es aber auch positive Ausnahmen: Einer der ersten Mediziner aus dem deutschsprachigen Raum, die die Chancen der E-Zigaretten erkannt haben und öffentlich dazu stehen, ist Prof. Dr. Bernd Mayer, Pharmakologe an der Universität Graz: „Untersuchungen zeigen, dass der Anteil toxischer Substanzen im Blut von E-Zigaretten-Rauchern bereits zwei Wochen nach dem Umstieg so niedrig ist wie der von Nichtrauchern. Wer auf Nikotinkonsum nicht verzichten will, hat mit der E-Zigarette eine wesentlich unbedenklichere Alternative.

Umdenken findet statt

Selbst beim DKFZ hat man inzwischen gemerkt, dass man das Lügengerüst, dass Frau Dr. Pötschke-Langer aufgebaut hat, nicht mehr lange halten kann. Die neue Leiterin Frau Dr. Ute Mons, äußerte sich vor kurzem äußerst kritisch zu einer Studie aus New York. Diese neue Studie sollte angeblich belegen, dass man durch den Dampf einer E-Zigarette ein erhöhtes Risiko für Lungen- und Blasenkrebs, sowie Herzerkrankungen und DNA-Schäden hätte. Dabei waren mehrere Mäusen einer enormen (unüblichen) Menge von E-Zigaretten Dampf ausgesetzt worden.

Bezüglich der Übertragbarkeit der Ergebnisse für Menschen bin ich allerdings sehr skeptisch“ , sagt Mons. So seien für Menschen übliche Mengen verwendet worden, eine für Mäuse also extrem hohe Dosis. Zudem hätten andere Studien gezeigt, dass E-Zigaretten-Dampf bei sachgemäßem Gebrauch kaum krebserzeugende Substanzen enthalte – während in Tabakrauch 90 solcher Karzinogene bekannt seien. (Wie gefährlich sind E-Zigaretten für die Gesundheit? – Berliner Morgenpost – 31.01.2018)

Nun ist es wichtig, dass diese Fakten endlich auch in den Köpfen der Politiker und der Bürger ankommen und die Moralapostel mit ihrer ideologisch verblendeten Propaganda keinen Raum mehr bekommen. Nur so kann das Potential der tabaklosen E-Zigarette vernünftig genutzt werden. „Die vorliegenden Studienergebnisse und Informationen müssen von offizieller Seite endlich berücksichtigt werden, um die Chancen für die öffentliche Gesundheit zu nutzen.“ sagt Prof. Dr. Bernd Mayer, Pharmakologe an der Universität Graz.

Der VdeH fordert Aufklärung durch die Politik

Der VdeH will mit der Umfrage einen weiteren Beitrag dazu leisten, die öffentliche Diskussion in Gang zu bringen: „Der Umstieg auf die E-Zigarette kann dazu beitragen, die Gesundheitsrisiken von Rauchern drastisch zu verringern und die Lebensqualität eines Fünftels der Bevölkerung zu verbessern. Diese Chance darf nicht vertan werden. Die Politik ist dabei ein unverzichtbarer Akteur. Erst, wenn die Debatte offen und öffentlich geführt wird, kann die Bevölkerung aufgeklärt werden und an die Stelle der Fehlinformationen die bereits vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse treten“, so Sprengel.


Die langjährige Propaganda der Dampfgegner hat viel kaputt gemacht, doch glücklicherweise hat die Branche inzwischen eine Größe erreicht, die es den Gegnern zunehmend schwieriger machen wird, mit ihren Fehlinformationen weiter Einfluß zu nehmen. Die Bemühungen der Branchen-Verbände, die unzähligen Beratungsgespräche in den Dampfer-Shops und selbst die privaten Gespräche von Dampfern mit ihren Arbeitskollegen, sorgen dafür, dass die Lügenfassade immer weiter bröckeln wird.


Über den VdeH

Der Verband des eZigarettenhandels e. V. (VdeH) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die elektrische Zigaretten und/ oder Zubehör vertreiben oder herstellen. Gründungsdatum des VdeH ist der 19.12.2011.

Ziel der Verbandsarbeit ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Chancen, die das Produkt E-Zigarette als Alternative zum Tabakkonsum besitzt. Um die Sicherheit der im Handel angebotenen Produkte für den Verbraucher zu gewährleisten, haben sich die Mitglieder des Verbands seit seiner Gründung zu Eigenkontrollmaßnahmen verpflichtet und Standards entwickelt, die bei der europäischen Regulierung der E-Zigarette größtenteils übernommen wurden.

Ein wesentlicher Fokus des Verbands liegt auf dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Deshalb haben sich alle Mitglieder schon seit 2011 auf ein Abgabeverbot an Jugendliche verpflichtet. Der VdeH begrüßt die am 1. April 2016 in Kraft getretene Änderung des Jugendschutzgesetzes und das darin festgelegte Abgabeverbot an Minderjährige. Die E-Zigarette eignet sich nicht für Nichtraucher, Jugendliche oder Kinder. Jedoch bietet sie enorme Chancen für erwachsene Raucher als Alternative zum schädlichen Tabakkonsum.

www.vd-eh.de


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.