Freemax FIRELUKE – Verdampfer mit Zwillingsbruder

FIRELUKE

Freemax FIRELUKE

Verdampfer mit Zwillingsbruder

Freemax Fireluke Mesh TankWeitestgend unbeachtet vom deutschen Markt ist der Freemax FIRELUKE Mesh Tank als einer der ersten Fertigcoiler mit Siebgewebe-Coil erschienen. Ein Tank-Verdampfer also, der statt eines Heizdrahts ein Siebgewebe verbaut hat. Mit leicht verändertem Design ist der Verdampfer auch unter dem Namen Vapeston AVATAR NANO Mesh Tank erhältlich. Da die Firma Shenzen Freemax Tech.Co. LTD beide Geräte bereits im Januar für den deutschen Markt angemeldet hat, kann man wohl davon ausgehen, dass auch beide Geräte von diesem Hersteller stammen. Auch einige Deutsche Importeure haben die Verdampfer bereits angemeldet, so dass man sie in den nächsten Wochen/Monaten wohl auch auf dem deutschen Markt finden wird.

Wir haben uns beide Verdampfer mal etwas genauer angesehen. Aufgrund der starken Ähnlichkeit, haben wir beide Geräte in einem Review zusammengefasst, da alles, was wir zu dem einen Gerät sagen können, ebenso auf das andere Gerät passt.

 

Da der Verdampfer, aufgrund der gesetzlichen Wartefrist, zum Testzeitpunkt noch nicht in Deutschland erhältlich war, haben wir ihn uns vorab direkt in China bei www.buybest.com bestellt.
Freemax Fireluke Mesh Tank

Die Coils sind sauber verarbeitet und bieten eine intensive Geschmacksentfaltung.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem FIRELUKE um einen Fertigkopf-Verdampfer, der statt eines Heizdrahts ein Siebgewebe als Heizelement verwendet. Anders als beim Taifun® BT, bei dem erstmals Siebgewebe in ähnlicher Form verwendet wurde, wird hier nicht die Watte in einen Mesh-Bogen gestopft. In den fertigen Coils ist die Watte außen um das Heizelement herum angebracht.

Ein weiterer signifikanter Unterschied ist das verwendete Material, welches für das Siebgewebe verwendet wird. Statt aus Edelstahl, besteht das Siebgewebe hier nun aus Kanthal. Daher ist es auch viel grobmaschiger und wirkt kräftiger als herkömmliches Edelstahlsiebgewebe, wie man es z.B. vom Taifun® BT kennt.

Kanthal Siebgewebe

Freemax Fireluke Mesh Tank

Das Siebgewebe ist aus Kanthal Draht hergestellt, und wirkt daher auch nicht so fein wie klassisches Edelstahl-Siebgewebe

Durch vier große Öffnungen in der Außenwand des Verdampferkopfs wird die Watte permanent und gleichmäßig mit Liquid versorgt. Dabei kommt eine recht große Menge Watte zum Einsatz, was für einen relativ großen Liquidpuffer sorgt. Aufgrund der großen Fläche benötigt der FIRELUKE einen leistungsstarken Akkuträger. Zwischen 40 und 90 Watt empfiehlt der Hersteller für die verwendeten Coils.

Diese kommen tatsächlich erst ab ca. 40 Watt richtig in Schwung. Allerdings sind 90 Watt meiner Meinung nach zu hoch gegriffen, denn bereits ab 70/75 Watt wurde mir der Dampf zu warm und man musste der Watte zwischen den Zügen immer wieder etwas Zeit lassen, um neues Liquid aufzunehmen. Meine Empfehlung liegt daher bei 45-55 Watt.

Bereits bei 40 Watt bekommt man eine üppige Dampfmenge, die viele andere Verdampfer alt aussehen lässt. Viel Dampf bedeutet aber zwangsläufig auch einen hohen Liquid-Verbrauch. Daher ist der Tank, der lediglich 2,7 ml Liquid fasst, auch ein echtes Manko. Man kann förmlich dabei zusehen, wie sich der Tank nach wenigen Zügen leert. Ein ständiges Nachtanken ist also Pflicht.
Der Tank selbst ist aus Pyrex (Borosilikatglas) und wird durch zwei Dichtungsringe an der Basis und an der Top Cap isoliert und in Position gehalten.

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Einfaches Nachfüllen

Das Nachtanken funktioniert erfreulicherweise sehr einfach. Man schraubt lediglich die Top Cap des Tanks ab und kann dann direkt, mit jeder handelsüblichen Liquidflasche nachfüllen. Auch das Befüllen mit Pipette funktioniert, dank der großen Öffnungen, problemlos. Da die Liquidkanäle währenddessen nicht verschlossen sind, sollte man sich jedoch nicht minutenlang Zeit lassen, sondern den Tank zügig füllen und anschließend die Top Cap wieder aufschrauben.

Freemax Fireluke Mesh TankObwohl ich den Tank aufgrund des hohen Liquidverbrauchs während des Tests sehr häufig nachfüllen musste, gab es dabei nie Probleme. Auch siffen oder gar auslaufen konnte ich mit normaler Benutzung nicht feststellen. Das Wechseln des Coils funktioniert, wie man es von anderen Fertigcoil-Verdampfern gewohnt ist, ebenfalls problemlos. Nachdem man den Tank entleert und abgeschraubt hat, lässt sich der Coil aus der Basis heraus schrauben und kann durch einen neuen Coil ersetzt werden. Besonders wichtig ist es allerdings, einem neuen Verdampferkopf unbedingt genug Zeit zu geben, sich mit Liquid vollzusaugen. Da hier sehr viel Watte verwendet wird, empfehle ich mindestens 10-15 Minuten zu warten, bis sich alles vollgesaugt hat. Es kann auch nicht schaden, beim Befüllen 1-2 Tropfen des Liquids direkt in den Coil zu geben.

Freemax Fireluke Mesh TankDer FIRELUKE verfügt über eine Luftzugskontrolle (AFC), die über einen untenliegenden AFC Ring reguliert werden kann.

Dank eines eingearbeiteten Stifts auf der einen Seite der Basis, lässt sich der AFC Ring nur in den vorgegebenen Begrenzungen bewegen, somit kann man den Luftzug auch ohne hinzusehen justieren.

Die Luftöffnung bietet durch die Abmessung von 12 x 2 mm ein echtes Open Draw, allerdings sorgt er auch für stellenweise recht laute, pfeifende Zuggeräusche.

Man kann die AFC komplett schließen, was ggf. beim Nachtanken sinnvoll sein kann, doch auch wenn man die Luftzufuhr stark begrenzen kann, ist ein echtes MTL (Mund zu Lunge/Backendampfen) nicht wirklich möglich, bzw. sinnvoll. Aufgrund der benötigten hohen Leistung ist der FIRELUKE daher auch eindeutig für Open Draw ausgelegt.

 

Freemax Fireluke Mesh Tank

Fazit

Der FIRELUKE kann sowohl bei der außergewöhnlich guten Geschmacksentfaltung, als auch bei der produzierten Dampfmenge durchaus punkten. Der Verdampfer hat mich positiv überrascht. Solange man es mit der Leistung nicht übertreibt, halten die Coils selbst bei VG lastigen Liquids erstaunlich lange durch. Selbst mit klebrigen, gesüßten Liquids kommt der Verdampfer gut zurecht.

Freemax Fireluke Mesh Tank

Nach einer Woche intensiver Nutzung sind deutliche Ablagerungen an dem Kanthal Siebgewebe und der Watte zu sehen.

Nach gut einer Woche mit recht stark gesüßtem Liquid, musste dann aber der erste Coil bereits die Segel streichen, so dass man hier wohl mit hohen Folgekosten durch einen großen Coil-Verschleiß rechnen kann.

Der viel zu kleine Tank dürfte jedoch bei einigen Dampfern für Unmut sorgen. Es macht wenig Spaß, alle 30 Minuten den Tank neu füllen zu müssen. Die Verarbeitung ist für einen Verdampfer dieser Preisklasse noch recht ordentlich. Ziemlich störend ist das extrem laute Zuggeräusch. Bemerkenswert ist jedoch der verstellbare, vergoldete Pluspol im 510er Anschluß. So ein erfreuliches Detail ist in dieser Preisklasse eher selten anzutreffen.

Egal, ob man sich für den Freemax FIRELUKE Mesh Tank oder den Vapeston AVATAR NANO Mesh Tank entscheidet, man bekommt einen insgesamt ordentlichen Verdampfer, der zwar ein paar kleine Schwächen hat, aber bei der Geschmacksentfaltung und auch bei der Dampfleistung überzeugen kann.

 

Technische Daten
NameFireluke (aka. Avatar Nano)
HerstellerShenzen Freemax Tech.Co. LTD
ErscheinungsdatumMitte/Herbst 2018
KategorieFertigkopf-Verdampfer
KlasseTankverdampfer
PrinzipBottom-Coiler, Unterdruck
Coils0.15 Ohm (40-90 Watt)
Durchmesser24.0 mm
Höhe47.5 mm
Gewicht46.0 g
MaterialEdelstahl, Pyrex, Resin
Farbendiverse
ZugcharakteristikDirect Lung
BefüllungTop Fill, geschraubt
Kapazität~ 2.7 ml
Luftzugsregulierung (AFC)Stufenlos
Drip TipStandard 810'er
Anschluss510'er, vergoldet, verstellbar
Lieferumfang1x Freemax FIRELUKE
1x Coil (verbaut)
1x Coils (Ersatz)
1x Ersatz Glastank
1x Ersatz O-Ringe
1x Bedienungsanleitung
Preisca. 33 US$
Zubehör/Extras

 

Den kompletten Artikel mit vielen weiteren Details, findet ihr in Ausgabe 51 vom DAMPFERmagazin.


Außerdem haben wir in Ausgabe 51 folgende Themen für euch:

 

DAMPFERmagazin 51
PERFEKTION TRIFFT INNOVATION
Taifun GT IV
MESSEBERICHT
PureVape München
STUTT-ART BOGATI
360 Grad Exquisit Vaping Devices
IM LAND DER PHARAONEN
Digiflavor Pharao Mini RTA
MR. CREAM
Cremig zarte Verführung
HEAVY METAL
Vanderzarths Kolumne
ELEAF ISTICK PICO 21700 Kit
Der Volksakkuträger in neuer Version
MR. GELATO
Servin up the Sweetness
 

 

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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.