From Outer Space – SMOK Species Kit

Smok Species Kit

From Outer Space – SMOK Species Kit

Smok Species Kit

Smok Species Kit

Ausserirdisch ist dieses Kit sicherlich nicht, aber die Optik hat schon etwas futuristisches an sich, und so könnte das Smok Species Kit auch aus der Requisitenkammer eines Science-Fiction Films stammen. Der inoffizielle Nachfolger des erfolgreichen SMOK Alien hat mit seinem Vorgänger nicht mehr viel gemeinsam. Genau das aber könnte der große Vorteil dieses Kits sein.

Smok Species Mod

Der Smok Alien hat sich weltweit mehrere Millionen mal verkauft. Während viele Kunden bis heute ihre Alien nutzen und dabei nie Probleme hatten, gab es ebensoviele, die sich über eine schlechte Elektronik, minderwertige Lackierungen oder andere Mängel beklagten.

Damit soll nun Schluss sein, den Smok hat mit dem Species Kit einen inoffiziellen Nachfolger auf den Markt gebracht, bei dem man sich nicht nur den bekannten Mängel angenommen hat, sondern bei denen auch zahlreiche neue Features Einzug gehalten haben.

Smok Species KitSchon bei der Optik geht man neue Wege, denn die Form des Species Mod wirkt modern aber schlicht. Nach oben hin wird der Akkuträger etwas breiter. Der Verdampferanschluss sitzt mittig, so dass ein sehr symetrischer Gesamteindruck entsteht. Der langgezogene Feuertaster befindet sich seitlich und lässt sich fast über die gesamte Länge zuverlässig bedienen. Er lässt sich an jeder Stelle gut drücken und reagiert sehr präzise. Das deutlich hörbare Klick Geräusch beim Feuern könnte allerdings als leicht störend empfunden werden.

Die Lackierung wirkt wesentlich wertiger, als man es von vorangegangenen Modellen kennt. Allerdings ist die Hochglanzoberfläche ein Magnet für Fingerabdrücke. Zumindest in der uns vorliegenden blauen Farbvariante.

Smok Species KitDas Akkufach befindet sich auf der Unterseite und wird durch eine kleinen Verriegelung gehalten. Hier finden zwei 18650er Akkus Platz. 20700er oder 21700er Akkus passen leider nicht. Sowohl beim Öffnen, als auch beim Schließen ist die Verriegelung etwas schwergängig, was aber eigentlich ein gutes Zeichen ist, da sie sich dadurch nicht unbeabsichtig öffnet. Sind die Akkus erst einmal eingelegt, sitzt die Klappe sicher und passgenau in ihrer Position.

Hochwertiges Touch-Display

Das Highlight dieses Kits ist sicherlich das brilliante 1.45“ Color Touch Display. Es reagiert sehr präzise, ist übersichtlich gestaltet und schafft es, trotz zahlreicher Informationen, nicht überladen zu wirken.

Über ein kleines „App“ Symbol, in der linken oberen Ecke gelangt man in das Menü. Die Menüführung wurde jedoch komplett überarbeitet und unterscheidet sich auf eine sehr erfreuliche Weise von anderen Smok-Geräten.

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Smok Species KitHier kann man beispielsweise den Ausgabemodus ändern. Zur Wahl stehen der VW (Leistung) oder der TC (Temperaturkontrolle) Modus. Außerdem lässt sich ein Pre-Heat Setting wählen, mit dem träge Wicklungen schnell auf Temperatur gebracht werden können.

Im Temperaturmodus hat man die Wahl zwischen Nickel, Titan oder Edelstahldrähten, aber auch die Eingabe eines individuellen Temperaturkoeffizienten ist möglich.

Ein weiterer Menüpunkt dient dazu, den maximalen Zugzähler einzustellen. Somit lässt sich theoretisch die Nutzung des Geräts einschränken.

Warum diese, in meinen Augen überflüssige, Funktion (auch bei Produkten anderer Hersteller) immer wieder auftaucht, erschliesst sich mir nicht wirklich. Ich kenne jedenfalls niemanden, der den Zugzähler in dieser Weise nutzt.

Smok Species Kit Intuitive Menüführung

Der Menüpunk Screen bietet die Möglichkeit, die Display-Farbe zu verändern und die Dauer zu verändern ,nach der das Display automatisch abgeschaltet wird.

Außerdem hat man noch den Menüpunkt System, bei dem man den automatisch erkannten Widerstand justieren kann, das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen oder ausschalten kann.

Zum Ein- bzw.Ausschalten kann man jedoch auch 5x kurz hintereinander den Feuertaster drücken.

Groß in der Mitte des Display sieht man die eingestellte Leistung, bzw. Temperatur. Diese wird umrahmt von mehreren ringförmig angeordneten Blöcken, die an einen Tacho erinnern. Fast unscheinbar, an den Enden dieser kreisförmigen Anzeige befinden sich die Symbole zum Verringern, bzw. Erhöhen der angezeigten Werte.

Rechts oben befinden sich zwei Symbole, die die verbleibende Akku Kapazität für jeden Akkus einzeln anzeigt. Am unteren Rand des Display befindet sich schließlich noch der aktuelle Widerstand des Coils, sowie die aktuelle Spannung.

Smok Species KitDirekt unterhalb des Display befindet sich eine kleine Taste, diese dient dazu das Touch Display abzuschalten, bzw. zu entsperren.

Sinnvolles Detail: Sobald man die Einstellungen vorgenommen hat und mit dem Dampfen beginnt, wird das Display automatisch gesperrt. Ein kurzer Klick auf die Taste entsperrt das Display wieder.

Umrahmt wird das Display von einer farblich abgesetzten Einfassung aus Kunststoff. Ganz am unteren Rand befindet sich dann noch der integrierte Mikro-USB Anschluss über den sowohl die Akkus geladen werden können, als auch ein Update der Firmware durchgeführt werden kann.

Technisch gesehen bietet die Elektronik nichts, was man nicht auch schon an anderer Stelle gesehen hätte. Dennoch sticht sie, dank der intuitiven Menüführung und der einfachen Bedienung, positiv heraus.

Smok TFV8 Baby V2 Tank

Smok Species KitDer optisch passende Tank, der dem Kit beiliegt, fasst durch den vorinstallierten Bubble-Glas Tank bis zu 5 ml Liquid und ist mit dem von Smok bekannten Slide Top Filling Mechanismus ausgestattet. Ein Standard Tank ist ebenfalls im Kit enthalten und reduziert das Volumen bei Bedarf auf 3 ml.

Für den neuen Baby Tank wurden eine Reihe spezieller Coils entwickelt, bei denen mit der Mesh-Technologie gearbeitet wird. Durch dieses System mit Siebgewebe entsteht eine enorm große Fläche, auf der das Liquid verdampft wird, was – bei entsprechender Leistung – zu einer beachtlichen Dampfentwicklung führt.

Während der vorinstallierte A1 Single Coil mit einem Widerstand von 0,17 Ohm arbeitet und für eine Leistung von 90-140 Watt ausgelegt ist, befindet sich auch noch ein Baby V2 A2 Coil im Lieferumfang. Dieser hat einen Widerstand von 0,2 Ohm und ist für eine Leistung von 70-120 Watt optimiert.

Smok Species KitZahlreiche weitere Coils sind optional erhältlich, darunter auch Coils, die mit herkömmlichen Kanthal Draht arbeiten. Sämtliche Coils sind jedoch auf hohe Leistungen ausgelegt. Als besonderes Gimmik sind die neuen Mesh Coils auch als vergoldete Version und als Rainbow Variante erhältlich. Verdampferköpfe vom Vorgänger-Modell, dem TFV8 Baby Beast V1, sind nicht kompatibel.

Schon an den drei mächtigen Lufteinlässen an der Unterseite und an dem großen Durchmesser der Verdampferköpfe lässt sich erahnen, dass es sich bei dem Smok TVF8 Baby V2 um einen Verdampfer handelt, der für hohe Leistungen und eine möglichst üppige Luftzufuhr konzipiert wurde.

Nicht für MTL geeignet

Wer direkt auf Lunge dampft, auf dichten und warmen Dampf und große Wolken steht, der findet mit dem Baby Tank V2 eine kraftvolle Nebelmaschine. Wer hingegen eher ein moderates Dampfen bei niedriger Leistung bevorzugt, wird schnell merken, dass der Smok TFV8 V2 unter diesen Bedingungen schnell an seine Grenzen stößt.

Smok Species KitSobald man versucht, die Coils mit einer vergleichsweise niedrigen Leistung (beispielsweise 30 oder 40 Watt) zu dampfen, nimmt die Intensität des Geschmacks rapide ab.

Neu sind aber nicht nur die Coils. Auch bei den Drip Tips hat man sich von alten Konventionen verabschiedet. Statt einer herkömmlichen Drip Tip Aufnahme im 510er oder 810er Stil, befindet sich hier nun eine Art Drip Tip Connector, der mit der Top Cap eine Einheit bildet. Dieser besitzt an der Außenseite zwei O-Ringe und bildet die Aufnahme für spezielle Drip Tips Sleeves, die einfach übergestülpt werden.

Ein gewagter Versuch. Da weder 510er noch 810er Drip Tips verwendet werden können, ist man zwangsläufig auf die von Smok bereitgestellten Drip Tips angewiesen. Zwar gibt es hier auch wieder mehrere Varianten im edlen Cobra Resin Design, man ist ansonsten in der Auswahl des Mundstücks stark eingeschränkt.

Aus meiner Sicht bringt der grundverschiedene Drip Tip Aufbau keinerlei nennenswerte Vorteile gegenüber herkömmlichen Drip Tips. Somit könnte der Versuch, ein properitäres System zu etablieren, auch nach hinten los gehen. Der einzige Vorteil, den ich in diesen neuartigen Mundstücken sehe ist, dass diese Drip Tips nicht wackeln können.

Fazit

Während mich der Akkuträger positiv überrascht hat, tragen die Neuerungen beim Baby Beast V2 nicht gerade positiv zum Gesamtbild bei. Die extrem große Airflow lässt so viel Luft an die Coil, dass sich der Geschmack kaum noch entfalten kann. Selbst intensiv aromatisierte Liquids schmecken flach und eindimensional. Der Dampf und auch der Verdampfer werden bereits nach wenigen Zügen extrem warm, zudem produziert die AFC laute, störende Zuggeräusche. Mehr Leistung und mehr Luft ist nicht immer besser, das wird bei dem Baby Beast V2 mehr als deutlich.

Smok Species KitHinzu kommt, dass das neuartige, properitäre Drip Tip Stecksystem eine Einschränkung mit sich bringt, die nicht zwingend erforderlich gewesen wäre. Hätte man den Drip Tip Connector ein wenig breiter gemacht, hätte man hier theoretisch auch 510’er Drip Tips verwenden können. So aber passen nur die wenigen, von Smok angebotenen, Drip Tip Sleeves.

Licht und Schatten

Ein weiterer, jedoch nicht ungewöhnlicher Kritikpunkt, ist die Inkompatibilität, die sich bei den Coils zeigt. Bei Preisen von knapp 5 Euro für einen einzelnen Coil kann daher ein Systemwechsel schnell zu einer teueren Angelegenheit werden.

Dennoch ist der Smok TFV8 Baby Beast V2 ein brauchbarer Verdampfer, der sicherlich seine Fans finden wird.

Der Species Mod ist hingegen ein wirklich gutes Gerät. Nicht nur die verbesserte Menüführung und das wirklich hochwertige Touch Display konnten mich überzeugen. Es ist vorallem das moderne Design und die angenehme Haptik, durch die der Akkuträger punkten kann.

Ob das Species Kit an den Erfolg des Alien Kit anknüpfen kann, ist jedoch fraglich. Zu groß ist inzwischen die Konkurrenz an mindestens gleichwertigen und ebenso preiswerten Geräten.

Technische Daten
NameSMOK Species Kit
HerstellerIVPS Technology CO. Limited
ErscheinungsdatumFebruar 2019
Lieferumfang1 x SMOK Species Mod
1 x SMOK TFV8 Baby V2
1 x Baby V2 A1 0,17Ω Coil (vorinstalliert)
1 x Baby V2 A2 0,2Ω Coil
1 x Ersatzglas (3 ml)
1 x Ersatz O-Ringe
1 x USB Kabel
1 x Bedienungsanleitung
Preisca. 80 €
Akkuträger
KategorieAkkuträger, geregelt
Breite/Höhe/Tiefe49,0 / 82,1 / 30,6 mm
Gewicht155,0 g (ohne Akku)
MaterialZink-Legierung
FarbenSchwarz/Rot, Rot/Schwarz, Gold/Schwarz, Blau/Schwarz, Chrome/Black, Grün/Schwarz, Weiß/Rot, Rainbow/Schwarz
Display1,45" Farb Display (Touch)
Firmware
V2.01
ModiVW, TC (Ni, Ti, SS316), TCR
Akkus2x 18650
Spannungsbereich0.5 - 8.2 V
Leistungsbereich1 - 230 Watt
Widerstandsbereich VW0,1 Ω - 2,5 Ω
Widerstandsbereich TC0,05 Ω - 2,0 Ω
Temperaturbereich100°C – 315°C / 200°F – 600°F
max. Ladestrom1,8 A (Balanced)
Firmware Upgradeja
SchutzÜberspannung, Tiefentladung, Verpolung, Kurzschluss, Überhitzung, Zugdauerbegrenzung (10 s)
Verdampfer
KategorieFertigkopf-Tankverdampfer
CoilsBaby V2 A1 0,17Ω Coil, 90 W - 140 W (110 W – 130 W)
Baby V2 A2 0,20Ω Coil, 70 W - 120 W (85 W – 105 W)
Baby V2 A3 0,15Ω Coil, 80 W - 130 W (100 W – 120 W)
Durchmesser30,0 mm
Höhe54,0 mm
Gewicht65,0 g
FarbenSchwarz, Rot, Gold, Blau, Chrome, Grün, Weiß, Rainbow
MaterialEdelstahl, Glas
ZugcharakteristikDirect Lung
BefüllungTop-Fill
Kapazität~ 5 ml / 3 ml
LuftzugsregulierungStufenlos, Bottom-AFC
Drip Tipproperitär
Anschluss510'er, hervorstehend

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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.