Gateway-Hypothese erneut widerlegt

Gateway-Hypothese erneut widerlegt

Gateway-Hypothese erneut widerlegt

Eine neue Studie aus Großbritannien belegt noch einmal, dass E-Zigaretten nicht die Beliebtheit von Tabak-Zigaretten unter den Jugendlichen steigern. Abermals wird dadurch die Gateway-Hypothese widerlegt, die trotzallem gerne von Politikern und großen Medien genutzt wird, um vor der E-Zigarette als „Einstieg in den Tabakkonsum“ zu warnen.

Link zur Studie: PDF

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH)greift die Studienergebnisse in einer aktuellen Pressemitteilung auf.

Pressemitteilung des VdeH, 04. März 2019

Studie belegt: E-Zigaretten machen Jugendliche nicht zu Tabakrauchern

Verband des eZigarettenhandels - VdeHBerlin – Eine verbreitete These ist, dass Jugendliche E-Zigaretten-Nutzer leicht auf das Rauchen von herkömmlichen Zigaretten umsteigen. Eine großangelegte Studie aus Großbritannien liefert dazu jetzt konkrete Zahlen und beweist das Gegenteil: E-Zigaretten führen nicht zu Beliebtheit von Zigaretten bei Jugendlichen.

Wissenschaftler der Universität Cardiff untersuchten zwischen 1998 und 2015 das Rauchverhalten von 248 324 jungen Briten zwischen 13 und 15 Jahren. Das Ergebnis: Der Anteil der jemals rauchenden Jugendlichen sank innerhalb des Untersuchungszeitraums von 60 Prozent auf 19 Prozent, bei den regelmäßigen Rauchern sank der Anteil von 19 auf fünf Prozent. Innerhalb dieser Altersgruppe werden herkömmliche Zigaretten seit der Einführung der E-Zigarette im Schnitt nicht positiver gesehen als vorher, so ein Ergebnis der Studie. Der Markteintritt der E-Zigarette 2011 hatte keine Auswirkungen auf den positiven Abwärtstrend.

Auch das allgemeine Ansehen des Rauchens sinkt unter den Jugendlichen in Großbritannien. Die Frage, ob es „in Ordnung sei, eine Zigarette zu probieren“, beantworteten im Jahr 2000 noch 70 Prozent mit „ja“, 2015 waren es nur noch 27 Prozent.

Die Wissenschaftler um Linda Bauld, Deputy Director am UK Centre for Tobacco and Alcohol Studies, und Dr. Graham Moore vom Centre for the Development and Evaluation of Complex Interventions for Public Health Improvement fassen zusammen: „Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Befürchtungen hinsichtlich eines Wiederauflebens des Tabakrauchens bei Jugendlichen aufgrund des zunehmenden Konsums von E-Zigaretten bislang weitgehend unbegründet sind“, sagte Co-Author Dr. Graham Moore gegenüber The Guardian.

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) bewertet diese wissenschaftliche Widerlegung der so genannten „Gateway“-Hypothese, die behauptet, dass elektrische Zigaretten für Jugendliche oder Nichtraucher ein möglicher Einstieg (Gateway) in den Tabakkonsum sein könnten, positiv. „Die Auswertung der Daten aus Großbritannien sind eindeutig“, sagt Michal Dobrajc, Erster Vorsitzender des VdeH. „Erneut weist eine neutrale Studie nach, dass die Befürchtung, E-Zigaretten würden Jugendliche als Einstieg zum Zigarettenkonsum verführen, nicht zutrifft. Es wird Zeit, dass dieses immer wieder vorgebrachte und nun mehrfach widerlegte Argument eingemottet wird und man sich darauf besinnt, welche überragende gesundheitsspolitische Chance die E-Zigarette für erwachsene Raucher als Umstiegshilfe auf eine weitaus weniger schädliche Alternative bietet“, erläutert Dobrajc weiter.

Die Abgabe von E-Zigaretten an Minderjährige ist in der EU gesetzlich untersagt. Mitglieder des Verbands haben dies bereits lange vor Einführung des gesetzlichen Verbotes mit einer Selbstverpflichtung praktiziert.

 


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.