Gleichstellung der E-Zigarette beim Werbeverbot

Berlin

Unionsfraktion stimmt für Gleichstellung der E-Zigarette beim geplanten Werbeverbot

Vor kurzem vermeldete die Tabakzeitung noch, dass die E-Zigarette bei der Erweiterung des Werbeverbots wahrscheinlich ausgenommen werde. In der heutigen Fraktionssitzung hat sich die Unionsfraktion jedoch auf eine Gleichstellung der E-Zigarette bei der Werbung geeinigt (ab 2024).

[zum Positionspapier]

Gleichstellung E-Zigarette

Plakatwerbung für E-Zigarette

Man mag zunächst denken „was solls … so wichtig ist Kino- und Außenwerbung nicht“, doch darum alleine geht es gar nicht. Sicherlich haben nur wenige Akteure aus der E-Zigarettenbranche diese Möglichkeit aktiv genutzt. Meist waren es nur große Ketten oder Vertreter der Tabakbranche, die es sich geleistet haben, Plakatwerbung zu buchen. Das Fatale an der Entscheidung der Bundesregierung ist aber die offensichtliche Gleichstellung, die ein falsches Zeichen an die Verbraucher sendet und eine Aufklärungsarbeit nahezu unmöglich macht.

Man signalisiert damit, dass die E-Zigarette ebenso schädlich ist, wie die Tabakzigarette und daher genau so streng reguliert werden muss. Man nimmt einer jungen Branche die letzte verbleibende Möglichkeit über die Vorteile der E-Zigarette aufzuklären. Und man behandelt zwei vollkommen unterschiedliche Produkte so, als wären sie gleich und vergibt damit ein große gesundheitspolitische Chance, um Millionen von Rauchern zum Wechsel auf eine weniger schädliche Alternative zu lenken.

Darüber hinaus wurde auch festgelegt, dass ab 2021 die Regulierungen bezüglich der Inhaltsstoffe, die für nikotinhaltige Liquids gelten, auch auf nikotinfreie Liquids ausgeweitet werden sollen.  Das bedeutet, dass sämtliche Stoffe, die nichts in nikotinhaltigen Liquids zu suchen haben (z.B. Diacetyl, Vitamine, etc.), ab 2021 auch bei nikonfreien Liquids verboten sind.

Man kann davon ausgehen, dass das Gesetz nun problemlos den Bundestag passieren wird, da die Widerstände gegen die Ausweitung des Tabakwerbeverbots von der Union aufgegeben wurden.

Während die Ausweitung der Inhaltsstoffregulierung im Sinne des Verbraucherschutzes noch sinnvoll erscheint, ist die Gleichstellung der E-Zigarette mit der Tabakzigarette erneut ein ideologisch geprägter Blödsinn, bei dem wissenschaftliche Fakten übergangen wurden.

Auch  Dustin Dahlmann (BfTG) und Michal Dobrajc (VdeH) üben gemeinsam Kritik an den Plänen zur Ausweitung des Werbeverbots:

Dustin Dahlmann: „Ohne ausreichende Informationen bleibt Rauchern die deutlich weniger schädliche Alternative verschlossen. Ein Werbeverbot für E-Zigaretten zementiert den Tabak-Konsum. Raucher bleiben Raucher.“

„Werbung ermöglicht es, der vorherrschenden Desinformation zu begegnen und die Öffentlichkeit aufzuklären. Dass dies auf eine verantwortungsvolle Weise geschehen muss, versteht sich von selbst. Solange die Fehlvorstellungen der Verbraucher anhalten und solange öffentliche Stellen nichts unternehmen, um erwachsene Raucher zum Umstieg und Ausstieg zu motivieren, muss es der Branche möglich bleiben, genau dies zu tun,“ ergänzt Michal Dobrajc.

 

 


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.