Golisi S4 – Der Allzwecklader

Golisi S4

Golisi S4 – Der Allzwecklader

Das Golisi S4 ist als 4-Schacht Allzwecklader für Einsteiger konzipiert und beschränkt sich auf das Wesentlichste: Akkus ausreichend schnell und unkompliziert laden. Dabei bietet es sehr kompakte Abmaße und alle wichtigen Informationen werden auf einem gut leserlichen Display angezeigt. 

Lieferumfang und Verarbeitung 

Golisi S4Neben dem Golisi S4 Ladegerät befindet sich nur ein Netzkabel und ein kleines Faltblatt in der Verpackung, in dem die wichtigsten Eckdaten und die Funktion der zwei Knöpfe am Gerät erklärt werden.

Die Verarbeitung ist durchaus ansehnlich für ein Gerät dieser Preisklasse, vor allem die Schächte und Schlitten sind sehr gut gelungen und funktionieren tadellos, ohne zu haken. Auch an kleine Nasen, sowohl am Pluspol, als auch an den Schlitten, wurde gedacht, so dass es bei keinem Akku zu Kontaktschwierigkeiten kommt.

Dank des langen Federweges stellen auch kleine Zellen das Golisi S4 vor keinerlei Probleme. Lediglich der nicht einstellbare Ladestrom kann sich bei sehr kleinen Zellen als etwas zu hoch erweisen, wenn weniger als zwei Akkus eingelegt sind.

Golisi S4Das Gehäuse ist aus schwer entflammbarem Kunststoff und wirkt ausreichend stabil und verwindungssteif. Das Display ist zwar recht blickwinkelabhängig, lässt sich aber dennoch gut ablesen und ist ausreichend hell, um auch bei Tageslicht etwas erkennen zu können. 

Einfache Bedienung

Die einzige Entscheidung die man ggf. fällen muss ist, ob man eine einzelne Zelle mit 1A oder 2A laden möchte. Dafür ist ausschließlich der vierte Ladeschacht geeignet, alle anderen Schächte können höchstens 1A liefern.

Die automatische Erkennung des Akkutyps erfolgt über eine Spannungsmessung. Unterhalb von 2,0V wird angenommen, ein NiMH Akku sei eingelegt. Oberhalb von 2,0V ein Li-Ion Akku. Die Spannungsmessung erfolgt dabei ausreichend genau mit einer Toleranz von etwa 0,02V. Leider endet die Spannungsmessung mit dem Ladevorgang und zeigt keine Werte oberhalb von 4,20V an.

Golisi S4Der Ladestrom richtet sich dabei nach der Anzahl der eingelegten Zellen. Golisi hat auch daran gedacht, den „frei gewordenen“ Ladestrom nicht auf übrige Zellen umzuverteilen, wenn deren Ladevorgang bereits abgeschlossen ist. So findet kein unabsichtliches Schnellladen statt. 

Wie üblich kommt bei Li-Ion Akkus ein CC/CV Algorithmus zum Einsatz. Das „Termination Current“ liegt mit 150mA in einem gut gewählten Bereich, genau in der Mitte der empfohlenen 100mA bei 1A Ladestrom und 200mA bei 2A Ladestrom. Leider ist die Ladeschlussspannung mit 4,226V ein wenig hoch, aber noch innerhalb der Toleranz (4,25V).

Golisi S4Nach Abschluss des Ladevorgangs fällt die Akkuspannung schnell auf 4,218V ab. Die Kapazitätsanzeige, die das Golisi S4 bietet, arbeitet dabei ausreichend genau und kann so zum oberflächlichen Beurteilen des Akkuzustandes, bzw. dessen Kapazität, genutzt werden. 

Mit den zwei Tasten an der Seite kann zwischen der Spannung, Ladezeit und Kapazität umgeschaltet werden. Wem die Displaybeleuchtung zu schnell erlischt, kann mit einem 2 Sekunden Druck auf eine der Tasten das Display dauerhaft einschalten. 

Zu guter Letzt ist das eingebaute Netzteil recht effizient und bleibt angenehm kühl. Spulenfiepen ist zwar bei genauem Hinhören zu vernehmen, aber angenehm leise. Die eingebaute 12V DC Buchse macht den Lader auch an jedem beliebigen externen Netzteil, das mindestens 1A bietet, oder einem entsprechenden Autoadapter, lauffähig. 

Fazit 

Golisi S2

Die kleineren 2-Schacht Versionen der S- und O-Serie verfügen zusätzlich über eine Powerbank Funktion

Simpel, aber durchdacht und durchaus von guter Qualität, gibt es am Golisi S4 wenig auszusetzen. Die Ladeschlussspannung könnte etwas niedriger sein, liegt aber im tolerierbaren Bereich.

Hätte man noch, ähnlich wie beim Nitecore SC4, eine Federwegerkennung eingebaut, die den Ladestrom bei kleinen Zellen auf 0,5A senkt, wäre das S4 das ideale Einsteigergerät. Wer allerdings nur AA- bzw. 18650’er Akkus, oder größere Zellen laden will, ist mit dem Golisi Lader gut bedient.

Als S2 Version mit zwei Ladeschächten wird zudem eine Powerbank Funktion unterstützt. 

Technische Daten
NameS4
HerstellerGolisi
KategorieLadegerät
Ladeschächte4
Breite100.0 mm
Höhe38.0 mm
Tiefe146.0 mm
Gewicht211.0 g (ohne Akkus)
Schachtlänge71.0 mm
Li-IonJa
NiMH / NiCdJa
IFR (LiFePo4)Nein
LadeverfahrenCC/CV oder dV/dt
Refresh/TestNein
NiMH-Cd Top-Off ChargeNein
Ladestrom Schächte1 x 2A, 2 x 1A oder 3 bzw. 4 x 0.5A
NiMH immer 0,5A
Termination Current~150mA
Cutt-Off Li-Ion4,20 V ±0.05V
Cut-Off NiMH/NiCd1.42 V
SchutzschaltungenSchutz gegen Verpolung, Kurzschluss und Überladung sowie Temperaturschutz
DisplayLCD, Monochrom
Akkustische MeldungNein
Powerbank-FunktionNein
LüfterNein
StromversorgungNetzteil intern (AC 110-240V) oder extern (DC 12V/1A)
Unterstützte Zellen (Li-Ion)18650, 20700, 21700, 26650, 32650, u.a.
Unterstützte Zellen (NiMH / Cd)AA, AAA, C, u.a.
Preis30 - 40 €
Weitere VersionenGolisi S2: 2 Schächte, Powerbank Funktion

Den vollständigen Artikel könnt ihr in Ausgabe 49 vom DAMPFERmagazin nachlesen.

Außerdem haben wir in Ausgabe 49 folgende Themen für euch:

 

Ausgabe 49
DESIGNED FOR THE HULK
Geekvape Aegis
GOLISI – AKKUS UND LADER
Der Newcomer im großen Rundumtest
DAS SALZ IN DER SUPPE
Vanderzarth zum Thema Nikotinsalz
JOYETECH EXCEED D19
Ein guter Kompromiss
DR. FROST
Eisige Liquids aus dem Iglu
WHISTLE OF FREEDOM
Die Friedenspfeife von MaBu Mods
VAPEOHOLICA
Die No-Coil-Killer Liquids
POD-SYSTEME IM VERGLEICH
Next-Gen Cig-a-like or more?
KAPKA’S FLAVA
The home of the cooling effect
… und vieles mehr.


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Über den Autor

Matthias Hoppe
Matthias Hoppe
Hallo zusammen! Mein Name ist Matthias Hoppe und gehöre seit Januar 2017 zur Dampfergemeinde. Im Gegensatz zu den meisten möchte ich jedoch meine Zigaretten trotz des Dampfens nicht missen, auch wenn es meistens nur noch 2-3 Stück sind. Diese rauche ich dann allerdings mit Genuss, vor allem vor dem Hintergrund das ich vorher auch gerne mal, je nach Lebensabschnitt, 1 -2 Schachteln am Tag geraucht habe. Obwohl ich erst seit Kurzem in der Szene unterwegs hat sich das Ganze doch schnell zu einem Hobby gewandelt. Das rumprobieren und „basteln“ mit verschiedenen Coils, Liquids und Verdampfern macht für mich einen Teil des Reizes aus, abgesehen davon das es natürlich schmeckt und Befriedigung verschafft. Im Gegensatz zu dem, gefühlt größten Teil der Community, bevorzuge ich allerdings das klassische MTL dampfen und greife nur gelegentlich zu offeneren Geräten. Daraus resultiert auch mein Hang zu kompakten 1-Akku Trägern und verhältnismäßig niedrigen Leistungsbereichen. Sicher werde ich euch hier ein paar entsprechende Geräte aus dem Bereich vorstellen und meine eigenen Anfängerfragen und Ungewissheiten neu aufrollen.