Pinguine im Sommer – Joyetech Atopack Penguin

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Pinguine im Sommer – Joyetech Atopack Penguin 

PenguinDass ein Hersteller weit von dem üblichen Design eines Akkuträgers, Verdampfers oder „All in One“ Gerätes abweicht ist mehr Ausnahme denn Regel. Joyetech geht mit dem Atopack Penguin genau diesen Weg und stellt ein, auf den ersten Blick etwas kurios anmutendes AIO Gerät vor.

Wie der Name schon vermuten lässt, erinnert der Atopack Penguin entfernt an einen stilisierten Pinguin. Ich wollte wissen ob die außergewöhnliche Form auch einen praktischen Zweck hat, die verbaute Technik so funktioniert wie man es erwarten kann und Einsteiger, für die AIO Geräte in erster Linie gedacht sind, ausreichend bedient werden.

Daher habe ich mir das Gerät vorab bei Heavengifts in China bestellt.

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen und die damit verbundene 6-monatige Wartefrist, ist der Joyetech Atopack Penguin voraussichtlich nicht vor Herbst 2017 in Deutschland verfügbar.

Lieferumfang

Dem weißen Karton bleibt Joyetech treu. Abgesehen von dem zum Thema passenden Design ganz in schwarz-weiß gehaltenen. Allerdings ist die Verpackung diesmal als Schuber ausgeführt, ohne Griffmulden oder Band. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Gerät noch eine Cartridge (Tankpatrone), zwei Coils, ein USB Kabel, eine Bedienungsanleitung sowie Silikonkappen für das Mundstück und den Tank. Die 0,60 Ohm Coil ist als MTL geeignet gekennzeichnet, die 0,25 Ohm Coil für D2L. 

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So gewöhnungsbedürftig die Form auch ist, dass Gerät liegt sehr gut in der Hand und ist mit knapp 140 g zudem sehr leicht. Der gesamte Body scheint aus einem Aluminiumblock zu sein und hinterlässt einen sehr wertigen Eindruck. 

Die Bedienfront, der Feuerknopf und der Tank sind aus sehr dunkel getöntem Kunststoff. Ein klappern lässt sich dem Feuerknopf nicht entlocken und auch der Druckpunkt ist sehr angenehm. Hinter der Frontabdeckung befinden sich auch die 5 LEDs die den Ladestand anzeigen oder einen Blinkcode bei Fehlfunktionen ausgeben. Diese sind ausreichend hell ausgelegt, so dass man sie auch in hellen Umgebungen ablesen kann.

Erfreulicherweise scheint sowohl der Body als auch der Kunststoff recht kratzunempfindlich zu sein.

Features und Praxis 

Der Joyetech Atopack Penguin richtet sich an Einsteiger und lässt keinerlei Einstellungen zu. Mit einem 5-Klick wird das Gerät ein- und ausgeschaltet. Mehr Optionen gibt es nicht. Die ausgegebene Leistung ergibt sich aus der verwendeten Coil. Entgegen der Beschriftung der Coils eignet sich allerdings auch die vermeintliche MTL Version nicht für das klassische Backendampfen. Trotz des geringen Innendurchmessers der Coil handelt es sich eher um einen restriktiven Lungenzug. Ein Backenzug ist mit dem Gerät definitiv nicht möglich ohne die Airflow mit dem Finger großteils abzudecken. Die 0,25 Ohm Coil bietet einen deutlich leichteren aber immer noch, durch die Airflow begrenzten, Zugwiderstand.

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Die Coils sind beim Atopack Penguin horizontal in einer Keramikhülle verbaut die von unten in den Tank eingesteckt wird. Das Liquid gelangt über eine Öffnung oben, die ein Stück in den Tank ragt, zur Watte. Die Dampf- und Geschmacksentwicklung ist mit beiden Coils mehr als ordentlich und auch „High-VG“ Liquids stellen kein Problem dar. Nachflussprobleme gibt es selbst mit 90/10 Liquids nicht.

PenguinDer Tank ist mit 8,8 ml riesig und lässt sich durch ein großzügig bemessenes Loch am Unterboden befüllen. Leider legt Joyetech dem Atopack Penguin nur einen Tank bei, was ein schnelles wechseln des Liquids schwierig und das Beschriftungsschild auf dem Tank ein wenig überflüssig macht.

Der Tank bzw. dessen Füllstandsanzeige ist auch der einzige echte Kritikpunkt am Gerät, diese kann man nämlich nur sehen wenn der Tank aus dem Akkuträger entfernt wird. Joyetech hat es versäumt ein Sichtfenster an der Stelle auszusparen, was den Nutzer dazu zwingt öfter den Tankfüllstand zu kontrollieren. Auch das Entfernen des Tanks gestaltet sich manchmal ein wenig schwierig da nur wenig, sehr glatte Oberfläche, zum Anfassen vorhanden ist.

Der 2000 mAh Akku (2075 mAh gemessen) ist mit der 0,60 Ohm Coil ausreichend groß dimensioniert, mit der 0,25 Ohm Coil wird man, je nach Nutzung, ggf. während des Tages nachladen müssen. Dank 2 A Ladeelektronik ist der Akku in ca. 1,5 Stunden wieder vollgeladen. Ein schleichendes Überladen, wenn das Gerät über Nacht am Ladegerät angeschlossen bleibt, findet nicht oder extrem langsam statt. Beim Ladevorgang nimmt der Ladestrom am Ende des Vorgangs langsam ab bis er letztendlich auf 0,007 A fällt.

Fazit

PenguinDas Design ist sicher Geschmackssache und wird nicht überall Anklang finden. Der Grundgedanke ein Gerät zu entwickeln das möglichst einfach zu handhaben ist um Einsteiger nicht zu überfordern ist allerdings löblich und konsequent umgesetzt. Auch aus technischer Sicht muss sich die Joyetech Atopack Penguin nichts vorwerfen lassen, außer dass man kein Sichtfenster für die Füllstandsanzeige vorgesehen hat, was aber bereits mit der Ankündigung einer SE (Special Edition) behoben werden soll. Die Namenswahl ist dabei allerdings eher weniger geglückt, Second Edition hätte es hier besser getroffen. 

Technische Daten & Infos

Maße (L/B/H): 52,00 mm x 26,50 mm x 102,50 mm 
Gewicht: 139,5 g 
Material: Aluminium / Kunststoff 
Akkukapazität: 2000 mAh 
Modi: Bypass  
Leistungsbereich: Max. 50 W 
Coils: 0,25 Ohm / 0,60 Ohm 
Ladestrom: 2 A 
Farben: Weiß, Silber, Schwarz, Rot, Blau 
Tankvolumen: 8,8 ml bzw. 2,0 ml (EU Version)
Zugcharakteristik: Direct to Lung  
Schutzmechanismen: Über-/Entladeschutz, Kurzschluss-Schutz, Zugdauerbegrenzung (10 s) 


DAMPFERmagazin Ausgabe 07/17

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Über den Autor

Matthias Hoppe
Matthias Hoppe
Hallo zusammen! Mein Name ist Matthias Hoppe und gehöre seit Januar 2017 zur Dampfergemeinde. Im Gegensatz zu den meisten möchte ich jedoch meine Zigaretten trotz des Dampfens nicht missen, auch wenn es meistens nur noch 2-3 Stück sind. Diese rauche ich dann allerdings mit Genuss, vor allem vor dem Hintergrund das ich vorher auch gerne mal, je nach Lebensabschnitt, 1 -2 Schachteln am Tag geraucht habe. Obwohl ich erst seit Kurzem in der Szene unterwegs hat sich das Ganze doch schnell zu einem Hobby gewandelt. Das rumprobieren und „basteln“ mit verschiedenen Coils, Liquids und Verdampfern macht für mich einen Teil des Reizes aus, abgesehen davon das es natürlich schmeckt und Befriedigung verschafft. Im Gegensatz zu dem, gefühlt größten Teil der Community, bevorzuge ich allerdings das klassische MTL dampfen und greife nur gelegentlich zu offeneren Geräten. Daraus resultiert auch mein Hang zu kompakten 1-Akku Trägern und verhältnismäßig niedrigen Leistungsbereichen. Sicher werde ich euch hier ein paar entsprechende Geräte aus dem Bereich vorstellen und meine eigenen Anfängerfragen und Ungewissheiten neu aufrollen.

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