Review: Flash-e-Vapor V3

 

Als im Jahr 2012 der erste Flash-e-Vapor auf den Markt kam, schlug dieser ein wie eine Bombe. Einfach zu wickeln, hervorragende Verarbeitung und extrem robust, das zeichnete nicht nur den ersten Flash-e-Vapor (auch kurz FeV genannt) aus, sondern auch seinen direkten Nachfolger den Flash-e-Vapor V2. Dieser Verdampfer, der im September 2013 veröffentlich wurde, bekam einige wichtige Verbesserungen verpasst, wie eine optionalen Tankverlängerung, eine Arretierung der Tankhülse und wechselbare Luftloch-Schrauben. Nun ist mit dem V3 die dritte Version dieses Verdampfers veröffentlicht worden. In dieser Version sind wieder einige Details verbessert worden. Er reiht sich damit, wie bereits seine beiden Vorgänger, in eine Reihe von absolut erstklassigen Selbstwickelverdampfern ein.

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 Einzelteile

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  1. Tankzwischenstück – Makrolon (wahlweise Makrolon oder Edelstahl im Lieferumfang)
  2. Tankzwischenstück – Edelstahl (wahlweise Makrolon oder Edelstahl im Lieferumfang)
  3. Verdampferkammer
  4. Tankverlängerung/Top Cap (optionales Zubehör)
  5. Tank/Top Cap
  6. untere Tankhülse
  7. Basis
  8. Drip Tip
  9. Luftführung lang (optionales Zubehör)
  10. Luftführung kurz
  11. Luftschrauben

 

TopCap/Tankhülse

Die Tankhülse ist nun dreigeteilt. Statt einer durchgehenden Hülse hat man nun die Möglichkeit durch das Tauschen des Zwischenstücks aus Edelstahl ein Sichtfenster aus Makrolon einzusetzen. Bei beiden Varianten hat man einen Tankinhalt von ca. 5 ml.

Wie bei dem zweiten Modell gibt es auch hier die Möglichkeit, durch eine optionale Verlängerung und einer längeren Luftführung den Tankinhalt auf ca. 9 ml zu erweitern.

Die dafür notwendigen Teile sind, wie auch alle anderen Teile, voll kompatibel zum FeV V2.

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Steel kurz / Steel lang / Makrolon lang / Makrolon kurz

 

Basis

Bei der Basis gibt es einige sehr interessante Verbesserungen, so wurden die Isolatoren getauscht. Statt POM wird nun PEEK verwendet, welches weitaus hitzebeständiger ist.

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Der Pluspol ist nun erstmals verstellbar, das wird viele FeV-Fans freuen die bislang Probleme damit hatten den FeV bündig auf den Akkuträger aufzuschrauben.

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Verdampferkammer

Für die Wicklung gibt es mehrere Möglichkeiten. Von Watte bis ESS (Edelstahlsieb), Silkat, Glasfaser und Ortman Schnur hat man schon alles gesehen. In der Base befinden sich die zwei Pole an denen die Wicklung befestigt wird. Diese Pole sind nun nicht mehr aus Messing sondern ebenfalls aus Edelstahl. Bei dem Befestigen der Wicklung sollte man darauf achten, dass die Schraubenköpfe von dem Docht bedeckt werden, da hier die Dochte aus dem Tank aufsetzen.

Zwischen dem Tank und der Verdampferkammer gibt es zwei ca. 3mm große Löche,r in die die Dochte eingesetzt werden, um das Liquid zur Wicklung zu befördern. Diese Dochte wurden zuvor meist aus ESS Röllchen hergestellt, wobei es hier verschiedene Methoden gab. Entweder wurden Röllchen gebaut, die komplett aus ESS bestanden, oder es wurde ein Stück Ortman Faser mit ESS ummantelt.

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Mit den Dochten hatten einige zu kämpfen, und da sie direkt für die Liquidversorgung verantwortlich sind, führten schlechte Dochte oftmals zu Problemen. Bei der neuen Version liegt nun ein Stück Baumwolldocht dabei, mit dem die Dochte nun gebaut werden sollen. Diese Dochte werden soweit hineingesteckt, dass diese auf dem Docht der Wicklung aufliegen und dann bündig abgeschnitten.

Alternativ kann man die Dochte natürlich auch wie bisher herstellen.

Seitlich befindet sich ein Loch, welches im inneren der Verdampferkammer zusätzlich verstärkt ist, denn hier wird die gewünschte Luftloch-Schraube eingeschraubt. Die Schrauben haben in der Mitte ein Luftloch. Im Lieferumfang enthalten sind die Luftlöcher 1,1mm und 1,4mm. Optional bekommt man noch eine 1,6mm Variante als Zubehör.

Wicklung

Mit den im Lieferumfang enthaltenen Wickelmaterialien hab ich hier mal eine Beispiel-Wicklung gemacht. Zuerst die Ortman-Schnur 4-fach genommen, mit der Wickelhilfe (Nagel) etwas stabilisiert und dann mit dem Draht (0,16mm NiCr) 4 Windungen gemacht. Ergebnis ca. 2 Ω.

Die Wicklung wird zuerst seitlich gehalten und der Draht an den Schrauben befestigt. Überstehender Draht wird entfernt. Anschließend kippt man das ganze Paket nach oben, so dass die Faser über den Schrauben liegt. Die Faser wird eingekürzt, einen Strang lässt man etwas länger und legt ihn nach unten auf die Basis. So wird überschüssiges Liquid wieder aufgefangen.

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Die Verdampferkammer wird aufgesteckt, und der Baumwoll-Docht in die Löcher hineingeführt bis sie auf der Ortman Faser aufliegen. Nun wird der Docht bündig abgeschnitten. Das gleiche macht man mit dem zweiten Dochtloch.

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 Nun wird nur noch der Tank befüllt (über Kopf) und alles zusammengeschraubt.

Fazit

Ein bereits extrem guter Verdampfer wurde nochmals überarbeitet und verbessert. Der Flash-e-Vapor V3 ist ideal für alle die mit dem Selbstwickeln anfangen wollen, da er sehr einfach zu wickeln ist und bei dem man kaum etwas falsch machen kann. Hat man bereits einen FeV 2 und ist zufrieden, dann muss man nicht unbedingt aufrüsten. Für die echten Fans der Flash-e-Vapor Verdampfer ist es aber fast schon Pflicht, ihn sich zu kaufen.

Geschmacklich spielt dieser Verdampfer ganz klar in einer Liga mit anderen Top Verdampfern, wie dem Kayfun, dem Squape oder Taifun GT – aber das war man ja schon vom Vorgänger gewohnt.

Über die Verarbeitungsqualität kann man nichts Negatives sagen, denn diese ist (wie nicht anders zu erwarten) sensationell gut und hochwertig. Dank der neuen Isolatoren werden auch „Extrem-Dampfer“ keine Probleme bekommen.

Sämtliche Metall-Teile sind aus Edelstahl gefertigt und halten auch hohen Belastungen locker stand.

Das Drip Tip ist sehr schlicht gehalten, und trifft nicht ganz meinen Geschmack. Obwohl es nur von einem O-Ring gehalten wird, sitzt es erstaunlich fest und sicher in der Top Cap. Grundsätzlich lässt sich aber jedes Standard Drip Tip verwenden.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos auf Akkuträgern und ein Größenvergleich mit anderen Selbstwicklern:

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Swabia 1337 DNA 30 / ProVari V2 / SvoeMesto Semovar / Innokin iTaste 134

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Squape / Kayfun 3.1 / FeV V3 / Taifun GT

 

Technische Daten

Länge ca. 83mm

Länge (Long-Mode): 98mm

Durchmesser: 23mm

 

Videos

Philgood: https://www.youtube.com/watch?v=TibvDDcQIOs

Navy-Lifeguard: http://navy-lifeguard.de/infusions/video/video.php?id=218

 

Bezugsquelle: http://www.flash-e-vapor.de/

Preis: 114,90 € (Basisversion)

 

Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.

1 Kommentar zu "Review: Flash-e-Vapor V3"

  1. Joerg65 | 8. Juni 2014 um 17:05 |

    gut geschrieben Horwin – vollen Respekt

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