Risiko Frontal21 – Warnung vor dem Lügencocktail

Schon einen Tag vor der Ausstrahlung, sorgte bereits die Ankündigung[1] des Frontal21 Beitrags zur E-Zigarette für einen großen Shitstorm auf Facebook[2]. Man kann sich fragen ob das überhaupt gerechtfertigt ist, da ja zu diesem Zeitpunkt noch niemand den Beitrag gesehen hatte und somit auch nicht objektiv beurteilen konnte. Doch den meisten reichte schon die reißerische und polemische Aufmachung, um zu erkennen in welche Richtung dieser Beitrag gehen sollte, und das Traurige: Sie sollten recht behalten.

ankündigung_zdfVon einer „Warnung vor dem Giftcocktail“ ist da bereits im Titel die Rede. Begriffe wie „Chemikaliengemisch“ lassen keinen objektiven Bericht vermuten, zumal auch Glycerin und Propylenglycol als „gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe“ genannt werden. Natürlich darf auch die Entstehung von „krebserregenden Stoffen wie Formaldehyd“ nicht unerwähnt bleiben.

Hätte man sich in der Redaktion von Frontal21 jedoch die Mühe gemacht, nicht einfach nur die Propaganda des DKFZ[3] und der WHO nachzuplappern, sondern hätte recherchiert, so wäre schnell ans Licht gekommen, dass es sich dabei um eine Falschmeldung handelt.

Über diese Falschmeldung berichtet das DAMPFERmagazin bereits im Februar[4] und auch Jens Mellin (aka Rursus) griff dieses Thema seinem Blog[5] auf. Grundlage für diese Falschmeldung war ein sogenannter „Letter to the Editor“ (keine Studie, sondern ein wissenschaftlicher Brief) im New England Journal of Medicine[6] bei der darüber berichtet wurde, dass E-Zigaretten bei starker Überhitzung (also einer nicht sachgerechten Benutzung) sogenannter Formaldehydabspalter abgeben können. Diese könnten zwar dazu führen, dass Formaldehyd freigesetzt wird, die Menge ist jedoch von mehreren Faktoren, wie Lösungsmittel, pH-Wert, etc., abhängig. Selbst die Autoren der Studie haben darauf hinweisen, dass Auswirkungen völlig unbekannt sind, und es noch nicht einmal bewiesen ist, dass Formaldehyd abgegeben wird. Seitdem geistert dieser Mist immer mal wieder durch die Presse und wird gerne Medienwirksam ausgeschlachtet.

Die Frechheit Propylenglycol und Glycerin als gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe zu bezeichnen, kann man allerdings nicht mehr mit mangelhafter Recherche entschuldigen. Das ist einfach eine bitterböse Lüge.

Viele Arzneimittel, und Kosmetikartikel sind demnach voll mit solchen „gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen“. Selbst in der Viehzucht werden jedes Jahr einige Hundertausend Tonnen Glycerin als Tiernahrung  eingesetzt. Weder Propylenglycol noch Glycerin stellen eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit dar, selbst wenn diese (wie von Frontal 21 erwähnt) für den Einsatz als Bühnennebel, bzw. Diskonebel verwendet werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)[7] schreibt dazu:

4.2.2 Diskonebel
[…]
In den meisten Fällen erfolgt heute eine Vernebelung von mehrwertigen Alkoholen (Glyzerin, 1,2-Propylenglykol, Triethylenglykol, 1,3-Butylenglykol) in einem Durchlaufverfahren (Erhitzung in einem Heizblock bei ca. 250-280 °C). Die entstehenden Nebelschwaden haben durch die hygroskopischen Eigenschaften der mehrwertigen Alkohole eine gute Beständigkeit.
[…]
Die niederkettigen, mehrwertigen Alkohole sind toxikologisch praktisch unbedenklich. Glyzerin und 1,2-Propylenglykol werden seit Jahren in pharmazeutischen und kosmetischen Präparaten im oralen und dermalen Anwendungsbereich eingesetzt. Eine inhalationstoxikologische Studie an Ratten, die für 6 Stunden am Tag über 2 Wochen (5 Tage/Woche) Konzentrationen von 1,4-Butandiol im g/m3 – Bereich ausgesetzt waren, hat eine Gewichtsabnahme und Veränderungen im Blutbild ergeben, die jedoch reversibel waren. Im Zusammenhang mit einer möglichen Gefährdung von Asthmatikern durch Diskonebel ist eine Untersuchung von Interesse, in der bei Patienten mit chronischer Bronchitis bzw. Emphysem nach dem Einatmen eines 10 %igen Propylenglykol-in-Wasser-Aerosols eine leichte, aber signifikante Erhöhung des Atemwegswiderstandes beobachtet wurde, die allerdings auch durch ein Salzaerosol hervorgerufen werden konnte.
Quelle: BfR

Im Klartext: Diskonebel ist in etwa genau so gefährlich wie salzige Meerluft.

Der Bericht an sich war, wie zu erwarten, erneut ein Sammelsurium aus ideologisch-fanatischer DKFZ/WHO-Propaganda, reißerischer Stimmungsmache und einer Inszenierung der selbsternannten E-Zigaretten-Expertin Frau Pötschke-Langer. Diese bekam, wie üblich, ausführlich Gelegenheit um ihre „könnte sein/wäre möglich/wir wissen nicht genau …“ Floskeln und ihre Hetze gegen die E-Zigarette zu kolportieren.

Selbstverständlich war auch wieder von Reizungen der Atemwege und der Lungen die Rede, das süchtig machende Nervengift Nikotin kam ebenso auf den Tisch, wie die fehlenden Langzeitstudien … das übliche also. Auch hier hätte etwas Recherche dem Beitrag sicherlich gut getan. Dann wäre vielleicht aufgefallen, dass Nikotin alleine nicht süchtig macht. Wenn überhaupt, dann hat es eine suchterhaltende Wirkung, doch selbst diese ist umstritten. Auch die Toxizität ist weitaus geringer als jahrelang angenommen[8]. Erst in Verbindung mit Tabak und dem Verbrennungsprozess beim Rauchen entstehen die eigentlich gefährlichen Stoffe. Aber für die breite Masse der Fernsehzuschauer (und wahrscheinlich auch die Mitarbeiter von Frontal21) gilt leider immer noch Nikotin=Tabak.

Auch der hilflose Versuch des Red Kiwi Vertreters die E-Zigarette als weit weniger schädliche Alternative zur Tabak-Zigarette darzustellen konnte diesen Beitrag nicht mehr retten, was nicht weiter verwunderlich ist, denn der Grundtenor des Artikels stand vermutlich schon fest bevor die erste Minute gedreht wurde.

risiko21Fazit: Wer bei der Frontal21 Berichterstattung über die E-Zigarette ein RTL-Niveau erwartet hatte wurde enttäuscht, denn das Niveau lag sogar noch meilenweit darunter.
Dieser Beitrag war somit nichts weiter als eine schlecht recherchierte Agitation gegen die E-Zigarette. Diese „journalistische Glanzleistung“ war voll mit manipulativer Meinungsmache und hat sich selbst disqualifiziert indem sie an der unreflektierten Verbreitung der fragwürdigen DKFZ Propaganda mitwirkt ohne die Hintergründe zu untersuchen und ohne die zweifelhaften Behauptungen von Frau Pötschke-Langer zu hinterfragen.
Man braucht der Redaktion allerdings nicht vorzuwerfen, dass sie von Tabak- und Pharma-Industrie gekauft wurden. Das ist sicherlich nicht der Fall. Das Geld für solchen haarsträubenden Blödsinn fließt nicht aus diesen Kanälen, sondern kommt von uns allen, die Monat für Monat genötigt werden solche Sendungen durch den umstrittenen Zwangsbeitrag (früher mal GEZ genannt) zu unterstützen.
Von Privatsendern ist man nichts anderes gewohnt, dass nun auch die öffentlich rechtlichen Sender diese Schiene fahren ist traurig und zeigt, dass inzwischen auch beim ZDF die journalistische Recherche der bedingungslosen Jagd nach Quoten, mittels reißerischem Sensationsjournalismus, gewichen ist.

Vielleicht liegt es auch daran, dass diese ZDF-Sendung, die über Jahre hinweg unangefochtener Marktführer im Bereich der politischen Magazine gewesen ist, inzwischen nur noch den vorletzten Platz im Politmagazin-Ranking hat. Einen noch schlechteren Marktanteil als Frontal21 hat nur noch Spiegel-TV (RTL)[9]. Man möchte wohl mit allen Mitteln Quoten zurückgewinnen. Da kann man nicht auch noch für jedes Thema stundenlang recherchieren, sondern bedient sich lieber bei vorgefertigten, pseudo-wissenschaftlichen Zusammenfassungen vom DKFZ.

Schon im Januar berichtete das DAMPFERmagazin über eine fragwürdige Anfrage[10] der EXIT Film- und Fernsehproduktion in diversen Foren, bei der für die Sendung Frontal21 nach minderjährigen Dampfern gesucht wurde. Offensichtlich ging es darum, die ebenfalls von dem DKFZ propagandierte Gateway-Theorie[11] zu stützen, bei der man vergeblich versucht zu zeigen dass die E-Zigarette für viele Jugendliche das Einstiegsprodukt zum Tabak-Konsum darstellen soll.
Dumm nur, dass dies nicht funktioniert – wahrscheinlich weil es schlichtweg keine signifikante Anzahl minderjährigen Dampfer gibt, die über die E-Zigarette zum Raucher wurden. Weil man nun aber unbedingt einen Bericht über E-Zigaretten bringen wollte, schwingt man jetzt also wiedermal die „krebserregend“- und „Giftcocktail“-Keule, das geht immer, bringt Einschaltquoten und wird von der Masse der Zuschauer auch nicht in Frage gestellt.
Was bei all diesen Berichten auffällig ist, niemals wird die E-Zigarette wirklich mit der Tabak-Zigarette verglichen. Es fällt allenfalls mal (in einem Nebensatz) die Bemerkung, dass die E-Zigarette wahrscheinlich weniger schädlich ist. Stattdessen wird aus jedem gefundenen Krümel eine Sensationsmeldung generiert, ohne zu hinterfragen, ohne auf die Zahlen hinter den Meldungen zu blicken, und ohne eine seriöse Quelle zu nennen.

Niemand verlangt, dass von öffentlich rechtlichen Sender ein Loblied auf die E-Zigarette gesungen wird. Alles was wir wollen ist eine objektive, faktenbasierte und unabhängige Recherche.

Sämtlichen Studien (ja, es gibt bereits sehr viele) zeigen, dass die E-Zigarette verglichen mit einer Tabak-Zigarette geradezu harmlos ist, dass eine Gefährdung der Gesundheit wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden kann, dass sämtliche gefundenen Schadstoffe verschwindend gering oder erst gar nicht vorhanden sind. Trotzdem wird man niemals eine absolute Ungefährlichkeit beweisen können, das ist unmöglich – allerdings nicht nur bei der E-Zigarette, sondern bei so ziemlich allem und jedem auf der Welt.

Dass der Dampf einer E-Zigarette nicht so „gesund“ wie reine Bergluft ist, dass erwartet niemand, dass sie aber tausendmal weniger schädlich ist, als Tabak-Rauch, das ist inzwischen bewiesen. Ein Restrisiko gibt es übrigens auch bei der frischen Bergluft, in Form gesundheitsgefährdender Lawinen. Das wäre doch mal ein tolles Thema für die nächste Frontal21 Sendung: Risiko Bergluft – Warnung vor Lawinen beim Wandern in den Alpen

Statt erneut die Propaganda von DKFZ und WHO zu verbreiten hätte man auch darüber berichten können,  dass der Umstieg auf E-Zigaretten jedes Jahr tausenden Rauchern das Leben retten könnte. Man hätte auch über die WHO berichten können, denen die Interessen der Pharmaindustrie wichtiger ist als das Leben dieser Raucher, oder über Politiker, die sich mehr Sorgen um schwindende Tabaksteuer-Einnahmen machen, als um die Gesundheit der Bürger.
Doch dazu hätte man recherchieren müssen …

P.S.:  Eine Folge dieses Magazins kostet rund 110.000€ (Quelle: ZDF)[12] und wird natürlich mit unseren Geldern finanziert. Wer als Reaktion auf diesen Beitrag nun große Lust verspürt, den ARD/ZDF Zwangsbeitrag zu boykottieren, sollte sich vielleicht einmal auf den Seiten GEZ-Boykott[13]  und online-boykott[14] umsehen.

[1] https://web.archive.org/web/20150414075952/http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/f66838f5-a8fb-3da8-aa23-7a6accf45314/20425207
[2] https://www.facebook.com/video.php?v=10152910738210889
[3] http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2013/dkfz-pm-13-31-Elektrische-Zigaretten-ein-unkontrollierter-Versuch-am-Verbraucher.php
[4] https://www.dampfer-magazin.de/formaldehyd-e-zigaretten/
[5] http://blog.rursus.de/2015/01/formaldehyd-wie-man-aus-moskitos-elefanten-braet/
[6] http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc1413069
[7] http://www.bfr.bund.de/cm/350/aerztliche_mitteilungen_bei_vergiftungen_1997.pdf
[8] http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00204-013-1127-0/fulltext.html
[9] http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/49000/report_muenchen_holt_sich_die_fuehrung_zurueck/
[10] https://www.dampfer-magazin.de/gut-durch-die-tuer-hinaus-zur-linken-reihe-jeder-nur-ein-kreuz-der-naechste/
[11] http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/RoteReihe/Band_20_Marketing_fuer_E-Zigaretten_in_Deutschland.pdf
[12] http://www.zdf.de/zdf-programmprofile-und-kosten-genre-nachrichtensendungen-und-magazine-32883844.html
[13] http://gez-boykott.de/Forum/index.php
[14] http://online-boykott.de/de/klagen-statt-zahlen

Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.

17 Kommentare zu "Risiko Frontal21 – Warnung vor dem Lügencocktail"

  1. Bravo! Leider ist vom ZDF keine Richtigstellung oder aber eine zweite Folge mit Stimmen wie Deiner zu erwarten. Beiträge wie Deiner sind jedoch wichtig um die Wahrheit weiter zu verbreiten. Und deswegen möchte ich das nochmals wiederholen: Bravo!

  2. Ein sehr schöner Text, trifft es ganz genau. Hau es ihnen um die Ohren!!!

  3. Grantelhuber | 14. April 2015 um 22:11 |

    Vielen Dank für den ausführlichen Text. Es is wichtig, dass Menschen wie Du und das ganze Dampfermagazin Team niemals aufhören die Lügenmärchen zum Dampfen anzuprangern. Nochmals vielen Dank dafür.

  4. Chrisantiss | 14. April 2015 um 22:14 |

    Deinem Artikel ist nichts mehr hinzuzufügen. Toll geschrieben. Ich hatte mir diese Hetze angesehen, leider. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind schon lange nicht mehr das, was sie sein sollten.

  5. Vor einigen hundert Jahren dachten die Menschen, die Erde wäre eine Scheibe und an den Seiten würde man ins Bodenlose fallen. Und jeder, der anders dachte und darüber sprach, wurde als Ketzer verbrannt…dank der Medien und diverser Interessensgemeinschaften sind wir wieder in dieser Zeit angekommen. Und doch sind es wieder die Mutigen, die aufbegehren und die breite Masse informieren…deshalb vielen Dank für diesen Beitrag.
    Möge er breite Veröffentlichung finden!

  6. Man könnte beim presserat eine rüge bzw richtigstellung erwirken. Hat bei mir sogar schonmal bei der Taz funktioniert….

  7. „Niemand verlangt, dass von öffentlich rechtlichen Sender ein Loblied auf die E-Zigarette gesungen wird“ – wieso eigentlich nicht? Nachdem bereits genügend einseitige Berichte gegen eZigs gesendet wurden wäre es ja im Sinne der Ausgewogenheit (der der ÖRR ja durchaus verpflichtet ist) jetzt auch vollkommen einseitige „Pro“… ok, ich hör ja schon auf.

  8. Ausgezeichneter Kommentar, hervorragend formuliert, konstruktiv-kritisch unter Verzicht auf Polemik. Großes Kompliment! Ich hoffe, die verantwortlichen Redakteure des ZDF sind per Link auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht worden. Nicht auszuschließen, dass dies zu einer selbstkritischen Reflexion der im vorliegenden Fall qualitativ ausgesprochen fragwürdigen redaktionellen Arbeit veranlasst.

  9. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. =)
    Würde RTL, ZDF und Co. KG nur halb so gute Artikel veröffentlichen …

  10. Zitat: „Was bei all diesen Berichten auffällig ist, niemals wird die E-Zigarette wirklich mit der Tabak-Zigarette verglichen.“

    Richtig…und hier war auch der übelste Denk- Fehler von uns E-Rauchern:
    Die überwiegende Mehrheit sagte zwar, man müsse es mit Tabakzigaretten vergleichen, aber gleichzeitig wollten sie
    selbst Regulierung und ein Reinheitsgebot (wie von einem „Nikotinersatzprodukt“..ist das schon jemandem aufgefallen?).
    Ich dachte vor 5 Jahren per Kauf der ersten E-Zigarette, sie wäre genauso schädlich wie meine Tabakzigaretten.
    Es war ja Nikotin drin…..und das alleine hatte für mich drei „Todesrisiken“:
    Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs (dachte ich…habe diese gesundheitlichen Risiken aber AKZEPTIERT, da ich ja Nikotin nicht entwöhnen wollte (wichtig vor Gericht!)…nebst eine Suchtgefahr für MICH.
    Solange ich das alles nicht aufhören WILL aus freiem Willen, kann mir das niemand verbieten und es wäre ethisch nicht vertretbar, mir nun für mich taugliche Dampfgeräte wegzuregulieren für einen „hohen Gesundheitsschutz“, den ich NIE verlangt habe (ich dachte ja, das ginge gar nicht wegen dem „gefährlichen Nikotin“).

    Lasst die reden was sie wollen…das können wir nicht ändern.
    Aber wir können unsere Strategie wechseln:
    -Nikotinlüge weiter aufdecken
    -wir fordern selbst die Unterstellung ALLER E-Zigaretten unter das Jugendschutzgesetz (WIR haben dann weiter alles zu bekommen, was wir wollen).
    -Schadstoffe in Liquids? Egal..her damit! Werden alle akzeptiert.
    Wir haben auch Schadstoffe/evtl. tödliche Risiken in der „Tabaknikotinwolke“ akzeptiert.
    Mündige Bürger müssen aussagen, dass sie wie Tabaknikotinraucher mit MÖGLICHEN gesundheitlichen Risiken einverstanden sind! (wichtig vor Gericht) Wer das nicht ist, muss eben aufhören zu dampfen.
    -unbekannte Langzeitfolgen egal!
    Und Nikotin galt bis vor Kurzem selbst noch als „tödliches Risiko“…das dachte ICH ja vor 5 Jahren, aber wollte Nikotin nicht entwöhnen, sprich mein „tödliches Risiko“ als „durchschnittlich informierter Bürger“ nicht senken:
    Das Risikoverhalten (WICHTIG VOR GERICHT!) ist das Nikotinwolken generieren insgesamt!
    Dass Nikotin keine grossen Risiken hat, wusste ich ja nich beim Kauf. Das erfuhr ich erst durch das Dampfen.
    Ich habe es 40 Jahre lang nicht gewusst durch gezielte Desinformation.
    -Hersteller sollen Warnhinweise auf Liquids machen müssen:
    „Dieses Produkt kann Ihre Gesundheit schädigen“.
    Damit sind Hersteller aus der Pflicht, uns völlig unbedenkliche Liquids verkaufen zu müssen und die Vielfalt bleibt erhalten.
    Der mündige Bürger ist dann bei Schädigungen seiner Gesundheit selbst verantwortlich (wie bei Tabakzigaretten auch)

    Gegen diese Propaganda kommen wir nicht an.
    Wir haben nur noch zu fordern, was uns zusteht:
    Ein Risikoverhalten..Nikotinwolken bewusst generieren und inhalieren.
    Allerdings dürfen wir leider keinerlei „Sicherheitsstandards“ verlangen…..macht man auch nicht, wenn man Tabakzigaretten kauft (und hierbei bitte nur auf das achten, was man damit macht: Nikotinwolken…wie bei der E-Zigarette).
    Genau DREI Wünsche sind möglich, damit die alles rausrücken müssen aus ethischen Gründen:
    -Geschmack
    -genug Nikotin
    -Funktion (d.h. alle Dampfgeräte und alle zukünftigen Neuentwicklungen)

    „Gesundheit“ ist nicht dabei. Mir sind meine E-Zigaretten sicher genug…im Vergleich zu Tabakzigaretten.
    Euch auch?

    • gesund ist das Damfen nicht,wussten wir aber schon vorher.Zigaretten sind aber schädlicher.
      Ich habe früher 60-80 Zigaretten am Tag geraucht, jetzt ca. 2ml Liquit am Tag ohne Nikotin.
      Meine Lunge freut sich bereits drüber und mein Arzt ist auch zufriedener.
      so viel zu ungesundem Dampfen

  11. Das ist leider genau das journalistische Niveau, das ich seit Jahren vom „Zynischen Deutschen Fernsehen“ (übrigens in deutlichem Gegensatz zur ARD!) gewohnt bin. Man mache sich einmal den Spaß und vergleiche ein paar Tage lang systematisch die Tagesschau und Heute…

  12. Das die Sendungen Politisch motiviert sind ist uns doch allen bekannt. Warum gegen das Dampfen angegangen wird ist auch klar. jeder der Rechnen kann kennt die Gründe. Jeder Dampfer bedeutet pro Jahr weniger Einnahme von mindestens 1000,00 Euro. Bei 2 Mio Dampfern tut das den Steuereinnahmen schon weh. Ebenso der Pharmaindustrie. Was mich wundert ist das die Versicherungen nicht dem entgegen Steuern da das Dampfen grade diesem nicht unmächtigen Gewerbe sehr große Summen sparen würde. Gegen eine gesetzliche Regelung des Jugendschutzes ist nichts einzuwenden. Die Dampferläden haben sich von selbst so reguliert aber die Tabakläden und Tankstellen müssten sich hiernach ebenfalls an eine offizielle Regelung halten. Eine vergleichbare Besteuerung wie bei Zigaretten ist auch denkbar aber bitte nicht übertrieben wie in einigen Ländern um der Zigaretten Industrie einen Gefallen zu tun.

  13. catrin petersen | 15. April 2015 um 16:59 |

    Hätte die Gute einfach nur gesagt , hört auf zu Dampfen ich will weiterhin euer Geld , wäre es zu mindest ehrlich gewesen , aber dann sagt sie selber 2 mio Dampfer , und die Frage , Tja um auf die Frage der guten Frau einzugehen , was wird aus der dampfenden Generation , ist es wert einzugehen . 1 . die Kinder dieser Generation haben länger was von ihren Eltern . 2. Die dampfende Generation hat die Gelegenheit ihr Geld und ihre Rente zu genießen weil sie alt genug werden . 3 die dampfende Generation fühlt sich wohler , denn sie müssen keine Tabaksteuern bezahlen und benötigen weniger Medikamente weil sie nicht dem Krebsrisiko ausgesetzt sind . 5 Die Kinder der dampfenden Generation sind dem Passivrauchen nicht mehr ausgesetzt und haben somit weder die Beschwerden noch das Verlangen zu Rauchen . na klingt doch gut ne , also gut Dampf .

  14. Die EXIT Film- und Fernsehproduktion gehört einem Frank Baum. So heißt auch einer der beiden Autoren des Beitrags, die „Jugendlichen“ waren also tatsächlich vom Produktionsteam als „key visual“ für die Gateway-These gecastet.

  15. Gut geschriebener Artikel. Ich hoffe, die entsprechenden Stellen werden dieses irgendwann einmal lesen….und verstehen 😉

  16. Arno Konopka | 17. April 2015 um 00:42 |

    Wenn man überlegt , das Weltweit , 8 Millionen Menschen , an den folgen , des rauchens sterben. Da fragt man sich , warum will die regierung , verhindern , das die vielen Menschen , die nur dampfen wollen , die gesündere alternative , verhindern.
    Allein , wenn man die Wohnung verlässt , atmet man , schon gift ein. Die Autoabgase. Ich kann nur sagen : Ich dampfe weiter. Komme was wolle. Wenn es Petitionen gibt , nehmt teil. Wenn es Demos gibt , die uns dampfern helfen sollen , macht mit.
    Denn wenn nichts unternommen wird , werden die , die nichts getan haben , am lautesten , ihren dampfen nachschreien.
    Gruss aus Mainz

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