Umfrage zur Wechselbereitschaft unter Rauchern

Wechselbereitschaft

Umfrage zur Wechselbereitschaft unter Rauchern

In einer Umfrage durch das Online-Meinungsforschungsinstitut Civey, die von JUUL Labs Deutschland in Auftrag gegeben wurde, hat man knapp 1.700 Raucherinnen und Raucher repräsentativ zu ihrer Meinung zu E-Zigaretten und zum Ausstieg aus dem Tabakkonsum befragt.

Die Zahlen zeigen deutlich, dass mehr Aufklärung zu E-Zigaretten notwendig ist. Obwohl tabaklose E-Zigaretten, ein deutlich geringeres Gesundheitsrisiko als herkömmliche Tabak-Zigaretten aufweisen, glaubt eine Mehrheit der Befragten, dass diese genauso schädlich oder sogar noch schädlicher sind.

Pressemeldung von JUUL Labs:

Raucher wissen zu wenig über E-Zigaretten – das erschwert den Ausstieg aus dem Tabakkonsum

Berlin – Knapp 60 % der erwachsenen Raucher in Deutschland halten E-Zigaretten für genauso gesundheitsschädlich oder sogar schädlicher als Tabakzigaretten. Zugleich kann sich ein ebenso großer Anteil an Rauchern vorstellen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von JUUL Labs Deutschland. Dabei wurden repräsentativ 1.700 erwachsene Raucher über einen Zeitraum von zwei Wochen befragt.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass E-Zigaretten als das bevorzugte technische Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung angesehen werden (vor anderen Methoden wie Akupunktur oder Nikotinpflaster). Während knapp 30% der Befragten glauben, dass E-Zigaretten sie bei der Entwöhnung von Tabakzigaretten unterstützen können, halten dagegen rund 57% der Befragten E-Zigaretten grundsätzlich für eine Rauchentwöhnung ungeeignet.

Diese in der Öffentlichkeit weit verbreiteten Vorstellungen stehen indes in einem deutlichen Gegensatz zu den Einschätzungen internationaler Gesundheitsbehörden: So schätzt die britische Gesundheitsbehörde Public Health England, dass E-Zigaretten rund 95% weniger gesundheitsschädlich sind als Tabakzigaretten.[1] Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum stuft E-Zigaretten als deutlich weniger gesundheitsschädlich ein, da E-Zigaretten im Unterschied zu Tabakzigaretten keinen Tabak und auch keine der vielen nachweislich krebserregenden Substanzen herkömmlicher Zigaretten enthalten.[2] Eine kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie hat zudem nachgewiesen, dass E-Zigaretten für die Rauchentwöhnung doppelt so wirkungsvoll sind wie andere Nikotinersatztherapien.[3]

Markus Kramer, Geschäftsführer von JUUL Labs Deutschland, stellt dazu fest: “Die Umfrage zeigt einmal mehr, dass die Unwissenheit über Alternativen viele Raucher davon abhält, auf weniger gesundheitsschädliche Alternativen wie zum Beispiel E-Zigaretten umzusteigen. Wir brauchen daher eine breite und differenzierte Aufklärung zu weniger gesundheits-schädlichen Alternativen, die Rauchern helfen, ihren Tabakkonsum zu überwinden.

Professor Dr. Heino Stöver, sozialwissenschaftlicher Suchtforscher an der Frankfurt University of Applied Sciences, zu der Umfrage: „Die Aufklärung und das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu den Potenzialen, aber auch Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten wird den aktuellen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung nicht gerecht. Diese Fehleinschätzungen haben enorme Folgen für die öffentliche Diskussion zur Rolle innovativer Nikotinprodukte bei der Rauchentwöhnung.

In Deutschland sterben jedes Jahr rund 120.000 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des Rauchens. Die Folgekosten des Rauchens für das Gesundheitssystem in Deutschland werden auf jährlich 79 Milliarden Euro geschätzt.

[1] Public Health England, ‘Evidence review of e-cigarettes and heated tobacco products 2018: executive summary’, 2018
[2] Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Stellungnahme zur kontroversen Diskussion um E-Zigaretten, Juni 2014, Seite 3
[3] Hajek, P. et al (2019): A Randomized Trial of E-Cigarettes versus Nicotine-Replacement Therapy. The New England Journal of Medicine

 


1. Die Mehrheit der erwachsenen Raucher (57,5 %) in Deutschland kann sich vorstellen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Zahlen der Studie zeigen: 24,3 % der erwachsenen Raucher in Deutschland können sich „auf jeden Fall“ vorstellen, mit dem Rauchen aufzuhören. Zusätzlich antworten 28,1 % mit „eher ja“. Während sich also eine deutliche Mehrheit von 57,5 % ein Leben ohne Tabak vorstellen kann, kommt ein Ausstieg für 29,9 % nicht in Frage.

2. Jeder vierte Raucher hat in den letzten 12 Monaten mindestens einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören.

17,1 % der befragten Raucher haben in den letzten 12 Monaten mindestens einen Versuch unternommen, mit dem Rauchen aufzuhören, 5,9 % bis zu drei Versuche und 1,9 % sogar mehr als drei. Dies zeigt, dass eine signifikante Zahl von Rauchern konkrete Schritte unternimmt, die herkömmliche Zigarette aufzugeben.

3. E-Zigaretten sind das bevorzugte technische Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung.

Unter den Hilfsmitteln zur Rauchentwöhnung ist die E-Zigarette mit 9,9 % das beliebteste Produkt – vor Akupunktur und dem Nikotinpflaster. 28,8 % der Befragten sehen dagegen psychische und physische Aspekte wie Sport und wenig Stress als wichtigste Faktoren für einen erfolgreichen Rauchstopp.

4. Mehr als ein Viertel der Befragten glauben, dass die E-Zigarette sie bei der Entwöhnung von der Tabakzigarette unterstützen könnte.

29,0 % der Befragten glauben, dass sie die E-Zigarette bei der Entwöhnung von der herkömmlichen Zigarette unterstützen könnte. 56,6 % können sich dagegen nicht vorstellen, dass ihnen die E-Zigarette helfen würde. Allerdings zeigt eine ganz aktuelle Studie die im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden ist, eindrucksvoll, dass die E-Zigarette doppelt so wirkungsvoll bei dem Ausstieg aus dem Tabakkonsum ist als andere Hilfsmittel.

5. Fast 60% der Befragten halten die E-Zigarette für genauso schädlich oder sogar schädlicher als die Tabakzigarette.

Insgesamt halten 58,7 % der Befragten E-Zigaretten für so schädlich wie (46,1 %) oder sogar schädlicher (12,6 %) als brennbare Zigaretten.
Diese Wahrnehmung steht in scharfem Gegensatz zu der Einschätzung internationaler Gesundheitsorganisationen, wie z.B. Public Health England, dass E-Zigaretten 95 % weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten.
Andere führende Gesundheitsorganisationen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum und die amerikanische Cancer Society bewerten E-Zigaretten im Vergleich zu brennbaren Zigaretten als deutlich weniger schädlich.

6. Raucher wissen zu wenig über E-Zigaretten – das erschwert ihnen den Ausstieg aus dem Tabakkonsum.

Das fehlende Wissen über E-Zigaretten erweist sich als das größte Hindernis beim Wechsel. Die Überzeugung, dass E-Zigaretten nicht weniger schädlich sind als Tabakzigaretten, ist der Hauptgrund dafür, dass fast ein Drittel (31,6 %) der Befragten nicht auf E-Zigaretten umsteigt. Für 37 % ist die E-Zigarette keine Alternative zur herkömmlichen Zigarette, da sie die Erfahrungs- und Produkteigenschaften einer Tabakzigarette wie Geschmack, Geruch usw. nicht ersetzt.

Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.