Uwell Ironfist Kit – Stabilität und Handlichkeit

Uwell Ironfist

Uwell Ironfist Kit

Stabilität und Handlichkeit

Uwell IronfistVor einiger Zeit hat der chinesische Hersteller Uwell sein bewährtes Verdampfer-Portfolio um die Kategorie Akkuträger erweitert. Offensichtlich ist es Uwell daran gelegen, dabei weniger zu kleckern, als zu klotzen. Zumindest stellt sich dieser Eindruck bei näherer Betrachtung und Befühlung des Uwell Ironfist ein.

Das Uwell Ironfist Kit erschien bereits 2018. Wir haben uns angesehen, ob der Uwell Ironfist auch heute noch eine Empfehlung wert ist.

Das Uwell Ironfist Kit kommt mit dem überaus bekannten Uwell Crown III als Verdampfer. Die beiden Geräte bilden optisch eine sehr schöne Einheit.

Der Uwell Ironfist ist ein Akkuträger für höhere Leistungen und wird über zwei 18650er-Akkus betrieben. Sicherlich hat man hier auf die Option zu 20700- oder 21700-Akkus bewusst verzichtet, um das Gerät so handlich zu gestalten, wie es sich nun präsentiert. Mir persönlich gefällt Form und Haptik dieses Mods wirklich ausnehmend gut: er liegt sehr gut in der Hand, hat ein sehr angenehmes Gewicht und vermittelt unbedingte Stabilität.

Ergonomisches Design

Uwell IronfistAlle Taster arbeiten „klackerfrei“, sind sehr solide gelagert und ebenso lässt die Akkuabdeckung „in Wagenfarbe“ in Punkto Stabilität keine Wünsche offen. Sie wackelt ein bißchen wenn sie geöffnet ist, hält jedoch bei eingelegten Akkus zuverlassig ihre geschlossene Position.

Der Uwell Ironfist ist meines Erachtens sehr liebevoll gestaltet, was das Design betrifft. Der hintere Teil des Mods ist mit einer Art Kunstleder belegt, was bei der Benutzung genau auf dem Handballen zu liegen kommt. Der vordere Teil mit den Bedientastern und dem Feuertaster ist etwas vertieft. Somit ist der Mod sehr griffig und der großzügig dimensionierte Feuertaster bietet mit einem sehr angenehmen Druckpunkt ein vertrauenerweckendes Feedback beim Feuern. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Ironfist überaus ergonomisch designt ist.

Benutzerfreundliche Bedienung

Uwell IronfistAn Bedienelementen bietet der Uwell Ironfist zunächst das Übliche: einen Feuertaster, eine Increment- und eine Decrement-Taste. Das sehr kontraststarke Display zeigt alle wesentlichen Informationen sehr übersichtlich und gut ablesbar an:

  • die eingestellte Leistung in Watt oder die gewählte Temperatur bei TC-Nutzung
  • die im Feuermoment ausgegebene Spannung in Volt
  • Coil-Widerstand
  • Zugdauer in Sekunden
  • gewählter Modus (Power, TC NI, TC Ti, TC SS, Mech)
  • Akkuladestand mit einem Balken pro Akku

Mir gefällt sehr gut, dass die Leistung (Watt) in Einserschritten eingestellt wird und nicht wie bei den meisten Akkuträgern mit zwei Stellen hinter dem Komma. Diese Einserschritte sind wesentlich praxistauglicher und sehr gut zu bedienen; kleinere Umstellungen um 4-5 Watt, um die es ja in der Praxis meistens geht, sind wesentlich handlicher und zügiger einzustellen, als man das von anderen Bedienungsarten an dieser Stelle kennt.

Separater Schalter auf der Unterseite

Uwell IronfistEine Besonderheit ist der an der Unterseite des Uwell Ironfist stationierte Ein-Aus-Schalter, der den berühmten 5-Klick zum Ein- und Ausschalten des Akkuträgers ersetzt. Das ist ein Feature, das mir schon bei einigen Akkuträgern von Tesla sehr positiv aufgefallen ist. Es spendet einfach Vertrauen in ein ausgeschaltetes Gerät, das sich im Rucksack oder der Fahrradtasche befindet und sich eben nicht mehr durch Erschütterungen mal einfach selbst einschaltet, wie ich es durchaus schon erlebt habe. Insofern ist das für mich mehr als ein Gimick, eher eine unverzichtbare Grundausstattung. Es wäre wünschenswert, wenn auch andere Hersteller diesen Beispielen folgen würden.

Bezüglich der Anzeige von Zugdauer und ausgegebener Spannung muss ich zugeben, dass ich Systeme besser finde, wo diese Werte nach dem Feuern in der Anzeige erhalten bleiben. Da man während des Feuerns nicht auf das Display sehen kann, beziehungsweise dies in den seltensten Fällen tut, erschließt sich mir die Momentanzeige nicht in ihrem Sinn. Besser wäre es, wenn beispielsweise die Zugdauer nach vollendetem Zug für eine gewisse Zeit noch dargestellt würde, anstatt sofort nach dem Feuern auf 0 zurück zu setzen.

Einstellungen und Menu des Uwell Ironfist

Über die Feuertaste und die beiden Plus-/Minus-Taster lassen sich diverse Parameter einstellen:

  • Gleichzeitiges Drücken des Plus- und Minus-Tasters schließt die Tasten komplett ab. Leider ist damit der gesamte Mod gesperrt, nicht nur die Leistungs- oder Temperatureinstellung. Genauso gut kann man ihn einfach ausschalten.
  • Gleichzeitiges Drücken der Feuer- und Minustaste dreht die Displaydarstellung um 180°; praktisch für Linkshänder.
  • Gleichzeitiges Drücken der Feuer- und Plus-Taste setzt den Mod auf den Auslieferungszustand zurück (Factory Reset).

Über dreimaliges Drücken der Feuertaste lassen sich direkt im Display die verfügbaren Betriebsmodi aufrufen. Der jeweilig eingestellte Modus beginnt dann zu blinken und lässt sich über Betätigen der Plus- oder Minus-Taste ändern. Dabei stellt der Uwell Ironfist folgende Modi bereit:

  • Power (wählbare Leistung in Watt, 5 – 200 Watt sind einstellbar)
  • Temperaturkontrolle für Nickel-, Titan oder Edelstahldraht
  • Mech – was dem gängigen ByPass-Modus entspricht, bei dem die vorhandene Akkuspannung direkt auf den Verdampfer abgegeben wird. Allerdings ist die Stromstärke hier per Schaltung auf 50 Ampère begrenzt, so dass man auch im Mech-Modus bezüglich Akkuüberlastung auf einer halbwegs sicheren Seite ist.

Fazit

Uwell IronfistIch mag den Uwell Ironfist, das kann ich nicht anders sagen. Er liegt sehr komfortabel in der Hand, erweckt stets mein Vertrauen, arbeitet einwandfrei und zuverlässig und auch die TC-Modi lassen sich gebrauchen, so man sie benötigt. Allerdings sollte man hier nicht die Genauigkeit wesentlich höherwertiger Akkuträger erwarten.

Mit seinem Verdampferprofil von 24,5 mm und seiner Farbgebung macht der Uwell Ironfist auch mit vielen anderen Verdampfern als nur mit dem mitgelieferten Uwell Crown III eine sehr gute, optisch ansprechende Figur. Trotz der beiden Akkus bleibt er in der Größe handlich, ist nicht zu klobig und damit auch für unterwegs bestens geeignet.

Ich würde den Uwell Ironfist für Freunde einfach zu handhabender Akkuträger wärmstens empfehlen.

Technische Daten
NameIronfist Kit
HerstellerUWELL
ErscheinungsdatumMärz 2018
Preisca. 70 €
AKKUTRÄGER
NameUwell Ironfist
KategorieAkkuträger, geregelt
Maße86.5 x 56.5 x 28.4 mm
Gewicht180.0 g
MaterialZink-Legierung, Edelstahl, Leder
Display0.91" OLED Display
ModiVW TC (Ni, Ti, SS316), Mech (Bypass)
Akkus2 x 18650
Spannungsbereich0.7 - 8,2 V
Leistungsbereich5 - 200 Watt
Widerstandsbereich0.1 - 3.0 Ω (VW), 0.1 - 1.0 Ω (TC)
Temperaturbereich100°-315°C / 200°-600° F
max. Ladestrom1 Ampere
SchutzKurzschluss, Überladung, Tiefentladung, Überhitzung
Zugdauerbegrenzung10 Sekunden
VERDAMPFER
NameUwell Crown III
KategorieFertigcoil-Tankverdampfer
Durchmesser24,5 mm
Höhe62,7 mm
Gewicht140.0 g
MaterialEdelstahl, Glas
CoilsSUS316 Parallel Coil 0,25 Ω (80 - 90 Watt)
Claptonized A1 Coil 0,4 Ω (55 - 65 Watt)
ZugcharakteristikDirect Lung
BefüllungTop Fill
Kapazität~ 5,0 ml
LuftzugregulierungStufenlos, Bottom-AFC
Drip Tip510'er
Anschluss510'er


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Über den Autor

Christoph Keller
Christoph Keller
Das Dampfen hat sich innerhalb kürzester Zeit zu meiner Leidenschaft und immerhin meinem einzigen Hobby entwickelt. Vorher hatte ich für Hobbys nie Zeit. Selbstmischen und Selbstwickeln hat mich gleich fasziniert und so habe ich im Laufe der Zeit den Kampf mit dem HWV gar nicht erst begonnen. Dazu kann ich mich auch zwischen MTL- und DTL-Dampfen nicht entscheiden, beides dann wenn es passt. Ich freue mich, zum Team des DAMPFERmagazin dazu zu gehören und darauf, mit meinen Beiträgen die Erbauung und Unterhaltung unserer Leserschaft zu unterstützen.