Vapefly Jester Pod

Vapefly Jester

Vapefly Jester Pod – Vapefly JesterZum Narren gehalten

Der Vapefly Jester Pod ist das erste Pod System, dass über eine RBA Einheit verfügt, bei dem man also selbst eine Wicklung anbringen kann. Wir haben uns den Vapefly Jester daher ganz genau angesehen.

Im ersten Moment wirkt der Jester wie eines der zahlreichen anderen Pod Systeme. Kennt man eines, kennt man alle – so denkt man jedenfalls. Doch der Jester Pod sticht hervor. Zwei unterschiedliche Pods sind im Lieferumfang enthalten. Der erste Pod kann mit einem wechselbaren Verdampferkopf ausgestattet werden, die zweite Version hat eine eingebauter Selbstwickler Einheit. Da man beide Pod Varianten zu Auswahl hat, steht einem Ausprobieren nichts im Weg.

Vapefly Jester Pod

Betrachten wir jedoch zunächst den herkömmlichen Pod.

Vapefly JesterDer wechselbare Verdampferkopf hat einen Widerstand von 0.5 Ohm und ist für einen Widerstand von 15-21 Ohm ausgelegt. Er wird zunächst in eine Art Basis eingeschraubt und anschließend von unten in den Pod hineingeschoben. Dabei muss man darauf achten, dass die Basis an zwei Seiten abgeflacht ist und sich nur bei exakter Positionierung vollständig einschieben lässt.

Ein stufenlos verstellbarer AFC Ring an der Basis erlaubt eine Steuerung des Zugwiderstands. Der Ring liess sich jedoch in dem Testgerät nur äußerst schwer bewegen. Der Pod selbst besteht aus zwei Teilen. An einer Seite sind diese mit einem Scharnier verbunden. Dadurch lässt sich der Pod seitlich aufklappen.

Vapefly JesterSobald der Pod auf diese Weise geöffnet wurde, lässt sich auf der Oberseite eine Silikondichtung erkennen. Klappt man auch diese zur Seite, lässt sich das Liquid in den 2 ml fassenden Tank einfüllen.

Nachdem man den Tank mit der Silikondichtung wieder verschlossen und den Pod wieder „zusammengeklappt“ hat, kann der Pod in das Gehäuse eingesetzt werden. Der Pod rastet ein und kann nur durch Betätigen der beiden Entriegelungstasten wieder entfernt werden.

Vapefly Jester Rebuildable Pod

Etwas komplizierter wird es bei der zweiten Variante, in der man eigene Wicklungen anbringen kann. Auch dieser Pod besteht aus zwei Teilen, allerdings hat man hier auf das Scharnier verzichtet. Man kann also den oberen Teil des Pods komplett abziehen. Darunter sieht man auch direkt das Deck, auf dem die Wicklung angebracht werden kann. Der Tank befindet sich darunter. Auch diese Variante kann bis zu 2ml Liquid aufnehmen.

Vapefly JesterDas Deck ist ausgelegt für Single Coils. Zum Befestigen des Drahtes befinden sich zwei Schrauben auf dem Deck. Diese können mit dem beiliegenden Werkzeug gelockert werden. Im Lieferumfang sind mehrere fertige Wicklungen enthalten (ca. 1.0 Ohm), es können aber natürlich auch selbst gebaute Wicklungen eingesetzt werden.

Nachdem man den Draht montiert hat, zieht man etwas Watte durch die Wicklung und führt die Enden der Watte seitlich in den Tank. Erfahrenen Dampfern wird das vermutlich nicht schwerfallen, wer sich den Vapefly Jester Pod jedoch als Einsteigergerät gekauft hat und nun einfach mal das Selbstwickeln ausprobieren möchte, dürfte schnell enttäuscht werden.

Anschließend wird der „Deckel“, also der obere Teil des Pods wieder aufgesetzt. Der nun geschlossene Pod kann jetzt in das Gehäuse geschoben werden, wo er ebenfalls einrastet.

Intergrierter Akku mit 1000 mAh

Vapefly JesterÜber das Gerät selbst gibt es nicht viel zu sagen. Es ist mit einem microUSB Anschluss ausgestattet, über den der integrierte Akku aufgeladen werden kann. Im Test konnte der Akku mit einem maximalen Ladestrom von 1.0 Ampere geladen werden und benötigte 61 Minuten, um seine volle Kapazität von 958 mAh (Herstelleranagbe 1000 mAh) zu erreichen.

Auf der Vorderseite ist ein Feuertaster integriert und seitlich befinden sich zwei Taster, über den der Pod entriegelt und entnommen werden kann.

Ein dreifacher Klick auf den Feuertaster schaltet zwischen den wählbaren Stufen von 3.3, 3.8 und 4.8 Volt um. Die gewählte Spannung wird dabei durch zwei, im Taster eigebauten LEDs, angezeigt. Die höchste Stufe, 4.8 Volt, ist jedoch bei den mitgelieferten Verdampferköpfen nicht nutzbar und ausschließlich für die Verwendung mit der RBA Einheit gedacht.

Fazit

Der Pod mit den vorgefertigten Verdampferköpfen konnte nicht wirklich überzeugen. Die Geschmacksentfaltung war relativ dürftig. Der „Klapp-Mechanismus“ des zweigeteilten Pods ist außerdem ziemlich instabil und öffnet sich auch schon mal unbeabsichtigt.

Vapefly JesterMit der Selbstwickler Einheit lässt sich, mit Geduld und Fingerspitzengefühl, ein besseres Ergebnis erzielen. Allerdings sollte man schon etwas Erfahrung mitbringen, um auf dem relativ kleinen Deck eine halbwegs vernünftige Wicklung anbringen zu können.

Leider kann es auch bei dieser Pod Variante passieren, dass sich der obere Teil des Pods unbeabsichtigt löst. Während das Gehäuse einen wertigen Eindruck macht, und insbesondere mit den bunten Stickern sehr modern wirkt, ist die Verarbeitung und Passgenauigkeit der beiden Pods in der Summe eher mangelhaft.

Irgendwie ist das Gerät weder Fleisch noch Fisch, und mir stellt sich die Frage nach der Zielgruppe. Jemand, der selber wickeln möchte, findet dutzende Geräte auf dem Markt, die besser geeignet und weitaus flexibler sind, und auch ein Einsteiger wird sich für dieses System kaum begeistern lassen.

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Technische Daten
NameJester
HerstellerVapefly
ErscheinungsdatumAugust/September 2019
Preisca. 30 €
KategoriePod System
Abmessungen91.0 / 32.0 / 18.2 mm
Gewicht~ 55.7 g (Pod) / 56.7 (RBA)
Kapazität Liquid~ 2.0 ml
Kapazität Akkuintegriert, 1000 mAh (~ 958 mAh)
Ladestrom /Ladedauermax. 1.0 A / 61 Minuten
Widerstand Pod1,6 Ω
Spannung3.3, 3.8, 4.8 Volt
Zugdauerbegrenzung10 Sekunden
Widerstandsbereich0.5 - 3.0 Ω
PrinzipZugautomatik
Anzeige/DisplayLED, mehrfarbig
Tank wiederbefüllbarJa
BefüllmethodeTop Fill
AFCja (nicht bei RBA)
ZugcharakteristikMTL, restriktives DL
USBmicroUSB Typ B
ExtrasSelbstwickeleinheit

 


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Über den Autor

Horst Winkler
Horst Winkler
Ich bin Dampfer seit Anfang 2012 und richte seitdem meinen Blick auf alles was mit dem Dampfen zu tun hat. Hierbei interessierte mich von Anfang an der Aufbau und die Funktionsweise der Hardware, so dass ich neue Geräte immer schon etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits 2013 fing ich an kleine Testberichte zu schreiben. Dies entwickelte sich immer weiter und aus kleinen Testberichten wurden große Reviews mit Wickelanleitungen sowie Tipps und Tricks zu vielen Verdampfern und Akkuträgern. Seit Februar 2014 schreibe ich nun regelmäßig Artikel für das DAMPFERmagazin und kümmere mich hierbei hauptsächlich um die Reviews. Dabei versuche ich sowohl über neue und beliebte Mainstream-Geräte zu berichten, als auch über weniger bekannte Exoten. Ab und zu schreibe ich aber auch gerne mal einen politischen Artikel, aber auch wissenschaftliche Studien sowie juristische Entscheidungen die das Dampfen betreffen liegen immer mal wieder in meinem Fokus. Besonders faszinieren mich innovative und neue Konzepte, die zeigen dass die Entwicklung des Dampfens erst am Anfang steht und noch immer ein großes Potential in sich birgt. Man erreicht mich über die E-Mail-Adresse horst.winkler@dampfer-magazin.de​.